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Handball-Oberliga: Hinspiel-Klatsche aus Köpfen verbannt

Handball-Oberliga : Hinspiel-Klatsche aus Köpfen verbannt

Die Oberliga-Herren des SV 64 Zweibrücken müssen am Samstagabend bei Tabellenführer TV Hochdorf ran. An das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison erinnert man sich bei den Löwen nur ungern zurück.

Wenn der Dritte auswärts gegen den Ersten antritt, wird das normalerweise als Spitzenspiel bezeichnet. Im Falle der Oberliga-RPS tun sich die Fachleute mit dem Ausdruck Spitzenspiel allerdings etwas schwer, denn zu groß ist der Qualitätsunterschied zwischen dem Hochdorfer Spielerkader und dem, aller anderen Kontrahenten in der Liga. In der Mannschaft der sogenannten Pfalzbiber tummeln sich nicht weniger als acht Spieler, die auf Einsätze in der ersten oder zweiten Bundesliga verweisen können. Die Vorderpfälzer wurden ihrer Favoritenrolle in der laufenden Runde auch voll gerecht, denn das Team von Trainer Steffen Christmann hat vor dem 18. Spieltag 15 Siege und ein Unentschieden auf dem Konto und lediglich eine Niederlage kassiert. Damit liegt Hochdorf absolut im Soll der gesteckten Erwartungen. Eine Zwischenbilanz von 31:3-Punkten ist seit Gründung der RPS-Liga einzigartig und ein Alleinstellungsmerkmal des aktuellen Tabellenführers.

Dass die Meisterschaft zum jetzigen Zeitpunkt, entgegen aller Voraussagen noch völlig offen ist, liegt daran, dass die Sportfreunde Budenheim als Tabellenvierter der letzten Saison, Woche für Woche über sich hinauswachsen. Mit fast unverändertem Kader, setzten die Mainzer mit einem Punktverhältnis von 30:4 ebenfalls eine neue Bestmarke und bauen im Titelrennen mächtig Druck auf den Ligaprimus auf. Deswegen wird das wohl einzig wahre Spitzenspiel der Rückrunde, das auch diese Titulierung verdient hat, in sechs Wochen in der Waldsporthalle in Mainz stattfinden, wenn die beiden Topplatzierten aufeinander treffen.

Ungeachtet der Titelfrage, ist man im Lager der Zweibrücker Löwen mit dem Saisonverlauf absolut zufrieden. Das junge und neuformierte Team von Trainer Stefan Bullacher spielt eine tolle Runde und kämpft in einer Vierergruppe mit Illtal, Offenbach und Mundenheim um den dritten Platz. Zurzeit haben die 64er hauchdünn mit einem Punkt Vorsprung vor ihren Konkurrenten die Nase vorn und möchten diesen Tabellenrang nur zu gerne bis zum Saisonfinale verteidigen. Trainer Stefan Bullacher kann beim Duell gegen seinen ehemaligen Verein voraussichtlich wieder auf den kompletten Kader zurückgreifen. Spielmacher Tim Schaller hat zwar unter der Woche noch wegen eines Magen-Darminfektes mit dem Training aussetzen müssen, wird aber am Wochenende mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder zur Verfügung stehen.

Nur ungern erinnert sich der Zweibrücker Übungsleiter an das erste Aufeinandertreffen gegen die Vorderpfälzer in der Hinrunde. Vor fünf Monaten waren die 64er in der Ignaz-Roth-Halle vollkommen chancenlos und wurden teilweise sogar vorgeführt. „Der haushohe 29:18-Sieg im Hinspiel für Hochdorf war damals völlig verdient. Nüchtern gesehen, war das allerdings auch eine unserer schwächten Leistungen der gesamten Halbserie. Das ist aber lange her und längst abgehakt. Ich hoffe, dass wir uns im Sportzentrum deutlich besser verkaufen werden und ein gutes Ergebnis mit nach Hause nehmen“, blickt Bullacher trotzdem positiv auf die Begegnung. Anpfiff ist am Samstag um 19 Uhr im Hochdorfer Sportzentrum.