1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

Herren des SV 64 Zweibrücken müssen in Kastellaun ran

Handball-Oberliga : SV 64 trifft auf viel internationale Erfahrung

Handball-Oberliga: Herren des SV 64 Zweibrücken müssen in Kastellaun ran; Damen empfangen Tabellennachbar Friesenheim.

Am Samstag gastieren die Handballer des SV64 Zweibrücken bei der HSG Kastellaun/Simmern. Auf den ersten Blick scheinen die 64er klarer Favorit. Zwanzig Punkte trennen beide Teams in der Tabelle. Doch die Mannschaft von Trainer Stefan Bullacher ist aktuell in einer mäßigen Verfassung. Von den letzten vier Spielen konnte der Viertplatzierte nur eines gewinnen. Nach dem starken Rückrundenauftakt, als das junge Zweibrücker Team neun Siege aus zehn Spielen einheimsen konnte und sich nur beim Meister aus Hochdorf knapp geschlagen geben musste, geriet der Erfolgsmotor mächtig ins Stottern. Deshalb ist die Aufgabe gegen die HSG, mit ihren vielen ausländischen Spielern, kein Selbstläufer. Mit dem Litauer Andrius Zigelis, dem Tunesier Abdelaziz Helaoui, dem Kroaten Nikola Popovic, dem Bosnier Adnan Kulovic und dem ehemaligen Saarlouiser Zweitligaprofi Dejan Dobradzijev steht bei Kastellaun-Simmern eine Menge internationale Erfahrung auf dem Spielfeld. Deshalb geht SV-Trainer Stefan Bullacher die Partie mit viel Respekt an: „Kastellaun hat unheimlich viel Qualität im Kader und ich hätte sie in der Tabelle deutlich weiter vorne erwartet. Schon im Hinspiel haben sie uns alles abverlangt“, warnt der Trainer.

Die Oberligafrauen des SV 64 empfangen am Sonntag um 16 Uhr mit der TSG Friesenheim den direkten Verfolger in der Ignaz-Roth-Halle. Für SV-Trainer Rüdiger Lydorf ist die Begegnung eine ganz schwere Aufgabe: „Die TSG ist in absoluter Topform. Sie sind nicht nur in der Liga seit neun Spielen ungeschlagen, sondern seit Montag auch Pokalsieger im pfälzischen Handballverband. Da müssen wir uns warm anziehen“, lobt Lydorf den Gegner. Die TSG könnte als viertplatziertes Team den Zweibrückern im Erfolgsfall noch den dritten Rang streitig machen. Im Hinspiel konnten die Löwinnen knapp gewinnen, allerdings fehlten auf Friesenheimer Seite mit Esther Adam und Martina Storzum zwei wichtige Stützen. Beide werden am kommenden Wochenende wieder mit von der Partie sein.

Bei den Löwinnen muss man weiterhin auf Rückraumspielerin Renata Szabo verzichten. Seit ihrer Verletzung ist bei den 64ern ein klarer Abwärtstrend erkennbar. Von den letzten sechs Begegnungen konnten die Mannschaft von Rüdiger Lydorf liga- und pokalübergreifend nur zwei Partien für sich entscheiden. Durch dieses Formtief bedingt, mussten sich die 64er bereits im Kampf um die Vizemeisterschaft, der HSG Hunsrück beugen. Lydorf hat sein Team unter der Woche gut auf die Gäste aus der Pfalz vorbereitet, um wenigstens den dritten Platz behaupten zu können. Aber: „Friesenheim wird uns alles abverlangen, wir brauchen eine Topleistung“, fordert der Trainer.