Heiße Kämpfe um die Punkte

Homburg. Mit drei Siegen in Folge und dem Erreichen des Saarlandpokal-Achtelfinals kehrt Fußball-Regionalligist FC Homburg genau zum richtigen Zeitpunkt in die Erfolgsspur zurück. Denn drei Saar-Derbys in Folge stehen nun auf dem Plan. Den Auftakt macht am Samstag die Partie gegen die SV Elversberg. Das Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken im Waldstadion sowie gegen den SV Saar 05 Saarbrücken folgen. FCH-Mannschaftskapitän Andreas Gaebler spricht mit Merkur -Mitarbeiter Markus Hagen über die vergangenen Wochen, die Fanproteste sowie die anstehenden Derbys.

Herr Gaebler, etwas mehr als ein Drittel der Saison in der Regionalliga Südwest ist vorüber. Wie sieht Ihr Zwischenfazit aus?

Gaebler: Mit dem Punktestand und Platz sechs können wir einverstanden sein, längst aber nicht mit allen Spielen. Die ersten vier Partien waren spielerisch in Ordnung, wenn auch die Punktausbeute nicht ganz der gezeigten Leistung entsprach. Anschließend haben wir doch einige Rückschläge bei unseren Heimspielen hinnehmen müssen. Im Waldstadion haben wir einiges an Punkten liegen gelassen.

Auch die Fans waren mit einigen Partien und Ergebnissen nicht einverstanden, haben ihren Protest mit Transparenten und einem leeren Fanblock beim Heimspiel gegen Kaiserslautern II sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Wie bewerten Sie diese Aktion?

Gaebler: Ich habe diese Aktion im Vorfeld der Partie natürlich wahrgenommen. Rund 50 Fans haben diesen Protest mitgemacht und ich finde es bedauerlich, dass Spieler - und dazu gehöre auch ich - beleidigt werden, wenn die Ergebnisse und Leistungen nicht stimmen. Auch wir wollen natürlich möglichst immer gewinnen. Aber es gibt einfach Tage oder auch Wochen, da läuft es aus unterschiedlichen Gründen nicht.

Sind die Erwartungshaltungen vieler Fans zu hoch?

Gaebler: Eindeutig ja. Man muss realistisch bleiben und die finanziellen Möglichkeiten einiger Spitzenteams berücksichtigen, wie es auch Trainer Jens Kiefer kürzlich sagte. Wir wollen uns punkte- und tabellenmäßig verbessern. Ich denke mit den drei Siegen in Folge zuletzt, sind wir auf dem besten Weg dazu. Wenn wir uns nach der Saison gegenüber der vergangenen Runde verbessert haben, haben wir unser Ziel erreicht.

Ist es wichtig, dass auch seitens der Fans wieder Ruhe einkehrt, gerade vor den anstehenden Derbys? Wie wichtig ist die Hilfe von außen?

Gaebler: Beides ist sehr wichtig. Und zuletzt gab es ja auch wieder die lautstarke Unterstützung von Fans beim Heimspiel gegen den Bahlinger SC.

Am Samstag geht es im Saarbrücker Ludwigspark zum Spitzenspiel gegen die SV Elversberg . Eine Woche später kommt der 1. FC Saarbrücken ins Waldstadion, ehe die Saarderby-Wochen für den FCH mit einem weiteren Heimspiel gegen den SV Saar 05 ausklingt. Wie sehen Sie die Chancen, gegen die SVE und den FCS bestehen zu können?

Gaebler: Zuerst konzentrieren wir uns auf die Partie gegen Elversberg. Natürlich gibt es auch hier nur drei Punkte zu holen, wie in jedem anderen Spiel auch. Aber gegen die SVE ist nicht nur ein Derby, sondern das Spiel birgt die Chance, wieder oben dran zu kommen. Daher erwarte ich einen heißen Kampf um die Punkte. Ebenso gegen den FCS.

Mit einem Sieg könnte Homburg sogar bis auf drei Punkte an die Elversberger heranrücken. Der FCH war schon am Dienstag im Pokaleinsatz, Elversberg erst einen Tag später gegen Saar 05. Könnte dieser eine Tag Pause mehr ein Vorteil für Ihre Mannschaft sein?

Gaebler: Das könnte durchaus sein - muss es aber nicht. Man wird am Samstag dann sehen, wie sich die Pokalspiele für beide Teams im Spiel selbst auswirken.

Die SV Elversberg steht nach den beiden Auswärtsniederlagen in Worms und zuletzt beim Aufsteiger SV Spielberg sicherlich unter Druck. Der FC Homburg könnte befreiter auftreten.

Gaebler: So sehe ich es auch. Wir haben als Saisonziel nicht den Aufstieg oder die Relegationsspiele ausgegeben, wie die SV Elversberg . Der FCH will aber gegen die Elversberger zeigen, dass er mit einer entsprechenden Leistung auch gewinnen kann.

Welche Chancen rechnen Sie dem FC Homburg bis Dezember in sportlicher Hinsicht aus? Wo landet Ihre Mannschaft am Saisonende?

Gaebler: Ich schaue von Spiel zu Spiel. Aber bis zum 5. Dezember und dem Beginn der Winterpause steht für uns noch sehr viel auf dem Programm. Wir spielen außer der Partie gegen Saar 05 noch gegen alle Topteams der Liga. Wenn wir aus den Partien gegen Elversberg, Saarbrücken, Kassel, Mannheim und Offenbach zehn Punkte holen, wäre das aus meiner Sicht in Ordnung. Wenns mehr Punkte wären, um so besser. Was das Ziel bis Saisonende betrifft, müssen wir wirklich abwarten. Es gibt noch 21 Spiele bis Mai 2016. Da kann noch sehr viel passieren. Uns hat man ja auch nach Platz neun vor drei Wochen bezüglich Spitzenplätze schon abgeschrieben.Mit einem 6:1 (4:1)-Sieg beim Saarlandliga-Achten SC Halberg Brebach ist Oberligist FSV Jägersburg ins Achtelfinale des Saarlandpokals eingezogen. Brebach ging durch einen 35-Meter-Freistoß (18.) durch Gianluca Greco in Führung. Aber Jägersburg glich vier Minuten später durch Christopher Dahl aus. Gegen die stark ersatzgeschwächt angetretene Elf des SC Brebach sorgten Steven Simon (29.), Max Wettmann (32.) und Daniel Ruschmann (40.) zur 4:1-Führung für klare Verhältnisse. Nach der Pause erhöhten Florian Steinhauer (63.) und Bartosz Kloowski (73.). FSV-Coach Marco Emich sprach von einer guten Leistung seiner Mannschaft.

Im Pokal-Achtelfinale stehen auch der 1. FC Saarbrücken , der bei Borussia Neunkirchen durch ein Tor von Matthew Taylor (50.) gewann, und die SV Elversberg nach einem 1:0-Sieg (Tor: Miro Tunjic, 49.) gegen den SV Saar 05.