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Harmonie und Eleganz sind nun gefragt

Harmonie und Eleganz sind nun gefragt

Das Springturnier gerade hinter sich ertönt ab Donnerstag rund 350 Mal das Startsignal beim Dressurturnier des RFV Pirmasens-Winzeln. Auch Nachwuchsreiter zeigen hier ihr Können.

Waren bei dem großen Springturnier des RFV Pirmasens-Winzeln am Wochenende Sprunggewalt und Tempo gefragt, so punkten nun Harmonie und Eleganz. Zum ersten großen Sommer-Dressurturnier des Traditionsvereins geben sich die Pferdetänzer ein Stell-Dich-Ein. In vier Tagen wird rund 350 Mal das Startsignal ertönen, von der Anfangsklasse A über L und M bis hin zu den schweren Klassen mit einem, zwei und als Höhepunkt am Sonntag sogar mit drei Sternen. Anders als beim Springen müssen sich die Dressurreiter für die Finalwettbewerbe am Sonntag und auch die Intermediaire I-Kür am Samstagabend bei Flutlicht qualifizieren. Um die Starterfelder zu begrenzen und die Qualität zu wahren, qualifizieren sich je die zehn besten Reiter-Pferdepaare für die Final-Wettbewerbe am Sonntag. Bislang bewerben sich neun Paare in der Intermediaire II auf Drei-Sterne-Niveau für den Grand-Prix als Krönung des Dressurreitens. Wer die Intermediaire I-Kür unter Flutlicht am Samstagabend reiten möchte, muss sich im Grand Prix Sankt Georg auf Ein-Sterne-Niveau dafür qualifizieren. Der Weg in die mittelschwere Dressurprüfung führt über eine L-Dressur auf Kandarenzäumung. "Damit wollen wir Nachwuchsreitern der Mittelklasse einen Anreiz bieten, den Sprung in die nächsthöhere Klasse zu wagen", erklärt Turnierleiter Maximilian Müller. Motivation gibt es auch für Nachwuchsreiter der Anfangsklasse, die sich in einer Ein-Sterne-Prüfung für die anspruchsvollere Zwei-Sterne-Prüfung empfehlen. Mit Prüfungen der Klassen A, L und M sowie einer Reitpferdeprüfung richtet sich das Turnier auch an den jungen Pferdenachwuchs ab vier Jahren.

In der Kür haben die Reiter die Möglichkeit, die Stärken ihrer Pferde zu betonen. Vorgeschriebene Anforderungen bauen sie über individuelle Schwierigkeiten mit der passenden Musik aus. Star in den gehobenen Prüfungen ist Uta Gräf vom Hofgut Rothenkircherhof bei Kirchheim-Bolanden. Die ehemalige Vize-Weltmeisterin der jungen Dressurpferde ist nicht nur bekannt für ihre mitreißenden Ritte, sondern auch für ihre Frohnatur. Als der "etwas anderen Dressurreiterin" liegt es der Landestrainerin der Dressurreiter mit Handicap wie der ebenfalls startenden, mehrfachen Paralympic-Weltmeisterin Hanne Brenner "am Herzen, dass Reiten Spaß macht, auch meinen Pferden". Neben ihren Nachwuchspferden sattelt sie in der Flutlichtkür den elfjährigen Hannoveraner-Fuchswallach Lucky Lumumba und im Grand Prix de Dressage Lawrence. Sie trifft unter anderem auf den rheinland-pfälzischen Landesmeister, Willi Feltes, sowie Saarlandmeister Arjan van Loon vom Hartungshof in Bliesransbach. Seine Schülerin, Kerstin Müller (Walshausen), sattelt die sechsjährige Zweibrücker Stute Florentiana in den Jungpferdeprüfungen.

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Auf einen BlickDonnerstag: Viereck I: 10 Uhr Reitpferdeprüfung, 12 Uhr Dressurpferdeprüfung Kl. A, 14 Uhr Dressurprüfung Kl. M**; Viereck II: 10 Uhr Dressurprüfung Kl. A* geschl.; Freitag: Viereck I: 10 Uhr Dressurprüfung Kl. M**, 14.30 Uhr Dressurprüfung Kl. S - Prix St. Georges; Viereck II: 10 Uhr Dressurprüfung Kl. A; 12 Uhr Dressurprüfung Kl. L - Trense; Samstag: Viereck I: 12 Uhr Dressurprüfung Kl. L - Kandare, 16.30 Uhr Dressurprüfung Kl. S*** - Intermediaire II, 21 Uhr Dressurprüfung Kl. S** Intermediaire I (10 Beste von Prix St. Georges); Viereck II: 10 Uhr Dressurprüfung Kl. A** (15 Beste von Freitag), 13 Uhr Dressurpferdeprüfung Kl. L, 15 Uhr Dressurprüfung Kl. M*;Sonntag: Viereck I: 8 Uhr Dressurpferdeprüfung Kl. M, 10.30 Uhr Dressurprüfung Kl. M* (10 Beste von L-Kandare), 11.45 Uhr Dressurprüfung Kl. S*, 15.30 Uhr Dressurprüfung Kl. S*** Grand Prix (10 Beste aus Inter II); Viereck II: 10 Uhr Dressurprüfung Kl. A** (10 beste Paare von Samstag). cvw