Handball-Oberliga Der schwache Start ist eine zu große Hypothek

Zweibrücken/Bodenheim · Handball-Oberliga: Frauen des SV 64 Zweibrücken kämpfen sich in Bodenheim nach hohem Rückstand wieder ran – und verlieren dennoch.

Janine Baus (am Ball) war gegen Bodenheim mit zwölf Toren die erfolgreichste SV-Schützin.

Janine Baus (am Ball) war gegen Bodenheim mit zwölf Toren die erfolgreichste SV-Schützin.

Foto: Martin Wittenmeier

Die Oberliga-Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken haben am Sonntag eine unglückliche Niederlage beim Tabellenfünften TV Bodenheim hinnehmen müssen. Schlusslicht Zweibrücken unterlag vor 90 Zuschauern mit 22:26 (10:14).

Nach der Schluss-Sirene herrschte bei den Spielerinnen des SV 64 die Gewissheit: Da wäre mehr möglich gewesen. Ein Trostpflaster war zwar das Gefühl, nach zuvor durchwachsenen Leistungen auswärts bei einem der Spitzenteams der Klasse über weite Strecken stark mitgehalten zu haben. Doch der Ärger über die Niederlage, die mit einer besseren Anfangsphase und konsequenterer Chancenverwertung möglich gewesen wäre, überwog. Auch zwölf Treffer von Janine Baus (davon drei Siebenmeter) reichten nicht, um Zählbares aus dem Landkreis Mainz-Bingen mitzunehmen.

Nach ihrer fast vierwöchigen Spielpause fanden die 64erinnen zunächst schwer in die Partie. Die Abwehr war löchrig und die SV-Handballerinnen verloren zu viele Zweikämpfe. Die Konsequenz waren einfache Gegentore. Auch im Angriff konnten die Löwinnen das von Trainer Rüdiger Lydorf vorgegebene taktische Konzept zunächst nicht gut umsetzen und scheiterten zudem mehrfach mit freien Würfen. Nach 15 Minuten hatten sich die Gastgeberinnen bereits eine 9:3 Führung erspielt. SV-Trainer Lydorf reagierte mit einer Auszeit und stellte sein Team neu ein. Und von da an agierten die 64erinnen mindestens auf Augenhöhe und verkürzten den Rückstand bis zur Pause auf vier Tore (10:14).

Und auch nach dem Seitenwechsel zeigten die Löwinnen Zähne. Die Abwehr stand gut und die Zweibrückerinnen konnten einige Ballgewinne verzeichnen, sodass sie auch ins Konterspiel kamen. Zwar unterliefen den 64erinnen weiter zu viele technische Fehler und Fehlwürfe. Als SV-Spielerin Katrin Seitz in der 48. Minute den Ball im Bodenheimer Tor unterbrachte, betrug der Rückstand trotzdem nur noch zwei Tore (20:22).

Eine Wende gelang den SV-Frauen aber nicht mehr. In den verbleibenden zwölf Minuten gelangen den Gästen nur noch zwei Treffer. Bodenheim zog wieder davon und schaukelte den Sieg am Ende souverän über die Ziellinie.

Somit traten die Rosenstädterinnen die Heimreise ohne Punkte an – konnten durch ihren über weite Strecken guten Auftritt aber zumindest Selbstvertrauen für ihr kommendes Spiel ziehen.

Am nächsten Samstag um 20 Uhr empfangen die SV-Frauen den TV Bassenheim in der Westpfalzhalle, gegen den im Hinspiel einer von bislang nur zwei Saisonsiegen gelang (31:24). In der Tabelle tragen die Löwinnen weiter die Rote Laterne. Zwei Punkte beträgt der Rückstand auf den Vorletzten HC Koblenz, der eine Partie mehr ausgetragen hat. Der Drittletzte HSV Sobernheim (zwei Spiele mehr als der SV) hat sechs Punkte mehr auf dem Konto.

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