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Handball: VTZ Saarpfalz gewinnt Spiel, verliert aber Kapitän Wiese

Handball: VTZ Saarpfalz gewinnt Spiel, verliert aber Kapitän Wiese

Die VTZ Saarpfalz um Trainer Danijel Grgic gewinnt auch das dritte Spiel in Folge und bleibt in der Spitzengruppe der Oberliga-RPS. Im Auswärtsspiel bei der HSG Kastellaun/Simmern sicherten sich die Rosenstädter gestern Abend einen nie gefährdeten 35:21 (16:12)-Auswärtssieg.

Zehn Spielminuten vor dem Ende der Partie verdunkelten sich die Mienen der Zweibrücker Handballer. Kapitän Philip Wiese lag nach einem Wurfversuch mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden. Der bis dahin ganz starke Rückraumspieler der VTZ war bei der Landung nach einem Wurf weggeknickt und konnte seine Mannschaft in der Folge nicht mehr unterstützen. "Philip hat heute überragend gespielt. Aber seine Landung hat schon übel ausgesehen und ich kann nur hoffen, dass er nicht so lange ausfällt", sagte Trainer Grgic.

Die VTZ ließ von Anfang an keine Zweifel aufkommen, wer diese Partie für sich entscheiden würde. Nach einem schnellen 3:0 für die Gäste aus Zweibrücken, sollte sich der Gastgeber aus Kastellaun fangen und bis zum 6:5 wieder aufschließen. Grgics Jungs nahmen jetzt aber noch mal Fahrt auf und zogen nach und nach weg. Über 9:6 und 14:10 ging es mit 16:12 für die VTZ in die Pause.

Auch der Start in die zweite Hälfte gelang und die VTZ-Handballer bauten ihren Vorsprung auf 20:14 aus. Doch dann folgte die schon fast obligatorische Schwächephase der Zweibrücker, in der sie dem Gegner mit einfachen Fehlern ermöglichten, den Rückstand zu verkürzen. Beim Stand von 22:20 war die HSG Kastellaun /Simmern bedrohlich nah herangekommen. Auch von diesem letzten Aufbäumen der Gastgeber ließ sich die VTZ nicht sonderlich aus der Ruhe bringen und zog in der Folge auf 27:21 davon. Am Ende stand zwar ein hochverdienter und klarer 31:25-Erfolg für die VTZ auf der Habenseite. Allerdings könnte es sein, dass man diesen teuer bezahlt hat.

Trainer Danijel Grgic war von der Leistung seiner Mannschaft angetan und geizte nicht mit Lob. "Wir haben von der ersten Minute an das Zepter in die Hand genommen und das Spiel dominiert. Auch nach unserer Schwächephase hat die Mannschaft richtig reagiert und ruhig weitergespielt. Einziger Wermutstropfen bleibt die Verletzung von Philip. Ich hoffe für die Mannschaft, aber auch für ihn, dass es nicht zu schlimm ist und er bald wieder auf dem Feld steht", sagte Grgic anschließend.

Damit hat die VTZ einen perfekten Start in die Saison hingelegt. Inwieweit sie allerdings in der Lage ist, mit den absoluten Top-Teams der Liga mitzuhalten, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Ein erstes Kräftemessen hat man bereits am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den TuS Dansenberg, der um den Aufstieg in die 3. Liga mitspielen möchte.

Zum Thema:

Auf einen Blick VTZ: Philipp Serr, Yannic Klöckner (1 Tor) im Tor - Philip Wiese 6, Martin Mokris 5, Wladislaw Kurotschkin 5, Max Hartz 4, Robin Sauer 3, Tomas Kraucevicius 3, Hendrik Rolshausen 3, Alexey Wetz 1, Kevin Hauck, Matthias Mohn, Dominik Rifel. jad