Handball-Drittligist TV Homburg Die Spiele werden jetzt auch zur Kopfsache

Homburg · 3. Handball-Liga Süd-West: Aufsteiger TV Homburg verliert Heimpartie gegen den TuS Opladen deutlich und kassiert damit die siebte Niederlage in Folge.

Muhamet Durmishi erzielt einen seiner vier Treffer gegen den TuS Opladen. Doch es reichte wieder nicht zum nächsten Sieg für den TV Homburg.

Muhamet Durmishi erzielt einen seiner vier Treffer gegen den TuS Opladen. Doch es reichte wieder nicht zum nächsten Sieg für den TV Homburg.

Foto: Markus Hagen

Stets bemüht reicht in der 3. Handball-Liga nicht, um aus dem Tabellenkeller hinauszukommen. Vor 200 Zuschauern kassierte Aufsteiger TV Homburg mit dem 28:35 (14:17) in eigener Halle gegen den TuS Opladen die siebte Niederlage in Folge – und bleibt damit am Tabellenende. Trainer Steffen Ecker, der sein Team unter der Woche hart ins Gericht genommen hatte, beklagte erneut die vielen technischen Fehler, die mangelnde Torausbeute sowie die Defensivarbeit. 35 Gegentore in einem Heimspiel seien nicht drittligareif.

Der sportliche Leiter Jörg Ecker und Coach Steffen Ecker zeigten sich nach dem Abpfiff konsterniert. Am Spielgeschehen hatte sich, trotz des Versuchs, es besser zu machen, gegenüber den zurückliegenden Wochen nicht viel geändert. „Es fehlt irgendwo doch die Qualität, sich im Angriff zu behaupten. Viele technische Fehler führten dazu, dass wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr ins Spiel fanden“, erklärt der sportliche Leiter und sein Trainer ergänzt: „In der Defensive stimmte auch nicht mehr viel und daher waren wir diesmal chancenlos.“ Obwohl die Hausherren nach dem 18:18 irgendwie hofften, „dass dies die Wende zu unseren Gunsten sein könnte“.

Insgesamt aber sah der Coach einen nervös auftretenden TV Homburg. Bereits in der Anfangsphase lag der Aufsteiger stets zurück. 2:0 führte Opladen, bevor sich die Gastgeber wieder auf 4:4 herankämpften. Doch kurz darauf lagen sie schon wieder mit 5:8 im Hintertreffen. Näher als zwei Treffer kam der TVH schon in der ersten Halbzeit nicht mehr heran. Auch weil die Jungs nicht konsequent genug im Torabschluss waren und in der Abwehr nicht richtig zupackten. Henning Huber im Kasten, der Patrick Schulz (Handverletzung) vertrat, bekam kaum einen Ball zu halten und der TuS Opladen hatte es bisweilen zu einfach, zu treffen. 14:17 stand es kurz vor dem Seitenwechsel. Huber hielt dann erstmals glanzvoll Sekunden vor der Halbzeitsirene, ansonsten wäre der TVH sogar mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Kabine gegangen.

Steffen Ecker fand in der Pause deutliche Worte. Das schien zunächst zu fruchten. Allerdings nur für die ersten drei Minuten. Lukas Glück hatte gerade zum 18:18 ausgeglichen. Der TV Homburg war zurück im Spiel. „Schade, dass uns diese kleine Aufholjagd nur so kurz gelang“, hadert Steffen Ecker: „Leider häuften sich danach wieder die technischen Fehler und Opladen nutzte dies gnadenlos aus.“ Vier Minuten nach dem Ausgleich traf Maurice Meurer für die Gäste zum 23:19. Zu einem erneuten Aufbäumen des Gastgebers reichte es nicht mehr. Je länger die Partie dauerte, um so weniger lief beim Ecker-Team zusammen. Leicht und locker kam der TuS immer wieder zu einfachen Toren. Mit dem 29:23 zwölf Minuten vor dem Ende war die Partie so gut wie entschieden. Mit hängenden Köpfen standen Spieler und Trainer nach der Schlusssirene auf dem Feld.

„Wir wussten, dass es schwer wird, den Klassenerhalt zu schaffen“, sagt Jörg Ecker: „Wir haben aber eigentlich die Qualität, um in der dritten Bundesliga mitzuhalten, das haben wir vor dem Haßlocher Spiel auch schon bewiesen. Aber inzwischen bekommen es die Spieler nicht mehr geregelt.“ Steffen Ecker sieht auch das Problem der wachsenden Verunsicherung. dass seine Spieler mit den vielen Niederlagen nicht zurechtkommen. „Es ist eine ganz schwere Zeit und immer noch ungewohnt für viele, die zuvor in der Oberliga mit dem TVH stetig gewannen, nun eine solche Niederlagenserie hinnehmen zu müssen“, erklärt er, dass das auch Kopfsache sei.

Mit erst zwei Siegen liegt der TV Homburg weiter am Tabellenende. Immerhin haben auch die direkten Konkurrenten TSG Haßloch, TV Aldekerk (beide zwei Zähler mehr), der TuS Dansenberg, der mit acht Punkten auf dem ersten Nichtabstiegsrang 13 liegt, und die MSG Hochdorf-Friesenheim II am Wochenende ebenfalls nicht gepunktet. Am kommenden Samstag spielt der TV Homburg um 18.30 Uhr erneut in heimischer Halle. Und hofft, gegen den Tabellenachten Longericher SC Köln noch vor der Winterpause die Wende zu schaffen.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort