Handball-Oberligist SG SV 64/VT Zweibrücken Adam Soos zieht geschickt die Fäden

Zweibrücken · Die Heimserie der SG SV 64/VT Zweibrücken hält. Mit dem 31:25 (12:11)-Erfolg gegen den TV Nieder-Olm feierten die Oberliga-Handballer zudem ihren dritten Sieg in Serie. Der alles überragende Mann auf SG-Seite war Rückraumspieler Adam Soos, der nicht nur mit seinen neun Toren überzeugte.

 Zweibrückens Rückraumspieler Adam Soos (beim Wurf) zeigte am Samstag beim Heimsieg gegen den TV Nieder-Olm einen starken Auftritt.

Zweibrückens Rückraumspieler Adam Soos (beim Wurf) zeigte am Samstag beim Heimsieg gegen den TV Nieder-Olm einen starken Auftritt.

Foto: Martin Wittenmeier

Bei den Gästen war es vor allem Torhüter Lukas Strüder, der die Zweibrücker vor Probleme stellte.

„Wir haben uns vorgenommen, jedes Heimspiel zu gewinnen. Deswegen bin ich sehr zufrieden“, erklärt SG-Coach Klaus Peter Weinert nach der Partie. Dass seine Jungs dieses Ziel sehr ernst nehmen, haben sie in den 60 Minuten vorher auf dem Feld gezeigt. Wenn auch nicht in jeder Aktion alles rund lief, zeigten die Hausherren doch, dass sie diese zwei Zähler um jeden Preis behalten wollten. Von der Kampfbereitschaft und der Leidenschaft, die die Zweibrücker an den Tag legten, war das für die eigenen Fans eine klasse Vorstellung. Spielerisch, vor allem mit Blick auf die Chancenverwertung, ließen die Zweibrücker jedoch noch Luft nach oben. Die individuelle Klasse war letztlich entscheidend für den Erfolg. „Heute hat man wieder gesehen, dass wir das vielleicht beste Torhütergespann der Liga haben. Nicht viele können es sich erlauben, nach einer guten ersten Halbzeit den Torhüter zu wechseln“, sagt Weinert, der den starken Norman Dentzer nach den ersten 30 Minuten vom Feld nahm und dafür Damian Zajac brachte, der ebenfalls überzeugte. Der entscheidende Mann, gerade in der zweiten Hälfte, war allerdings Adam Soos. Der Löwenspielmacher überzeugte nicht nur als Ballverteiler, sondern übernahm auch das Torewerfen und war mit seinen neun Treffern bester Schütze.

Nach ausgeglichenen Anfangsminuten wurden die Gastgeber in Angriff wie Abwehr besser. Sie erspielten sich bis zur zehnten Minute eine komfortable 6:2-Führung. Bis zum 7:4 (14. Minute) lief aus Sicht der SG alles nach Plan. In der Folge aber zeigte sie sich vor dem gegnerischen Kasten allerdings zu nachlässig. Zwei Gegenstöße und diverse freie Bälle konnten nicht im Tor untergebracht werden. Insgesamt 15 Fehlwürfe sammelte Zweibrücken alleine in der ersten Halbzeit. Immer wieder scheiterten sie an Lukas Strüder im Gästetor, der in den ersten 30 Minuten bereits zwölf Paraden zeigte. Mit insgesamt 18 an der Zahl war er letztlich der herausragende Akteur bei den Gästen. Die SG vepasste es, sich einen beruhigenden Vorsprung zu erarbeiten, die Gäste blieben in Schlagdistanz und konnten bis zur Halbzeit auf 11:12 verkürzen.

Auch den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gäste. Nieder-Olm glich schnell aus und in der 38. Minute gingen sie nach einem Treffer durch Lukas Nagel sogar mit 15:14 in Führung. Unmittelbar davor musste Zweibrückens Rückraumspieler Nils Wöschler vom Feld, nachdem er sich im Zweikampf eine Platzwunde über dem rechten Auge zugezogen hatte. Noch in der Halle wurde er ärztlich versorgt, konnte aber fortan nicht mehr mitwirken. Seine Mitspieler zeigten aber auf dem Feld die richtige Reaktion. Die Abwehr wurde wieder besser und von Minute zu Minute stärker. Im Angriff zog Soos geschickt die Fäden. Sechs seiner neun Treffer erzielte er in der zweiten Hälfte. So kam es, dass die Hausherren bis zu 45. Minute die Partie gedreht hatten. Auf 20:18 waren sie wieder vorbeigezogen. Mit einer Auszeit versuchten die Rheinhessen, das Blatt erneut zu wenden. Doch die Zweibrücker ließen sich nicht mehr beirren. Sie setzen sich über 22:18 (47.) auf 25:19 (53.) vorentscheidend ab. „Wir wussten, dass die Nieder-Olmer Bank nicht die größte ist. So ging es uns vor wenigen Wochen selbst“, sagt Weinert. Während die Zweibrücker das Tempo und die Intensität hochhalten konnten, waren die Gäste mit zunehmender Spieldauer dazu nicht mehr in der Lage. Am Ende freuten sich die Hausherren über einen verdienten Heimerfolg. Den dritten im dritten Spiel vor eigenem Publikum. Dadurch arbeitete sich die SG immerhin um einen Platz nach oben auf Rang acht. Am kommenden Sonntag soll der gute Lauf nun bei der mHSG Friesenheim/Hochdorf III fortgesetzt werden.