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Handball-Saarlandliga: TV Homburg festigt Spitzeplatz, TV Niederwürzbach mit Remis

Handball-Saarlandliga : Der SV 64-Zweiten gehen erst in Schlussphase die Kräfte aus

Handball-Saarlandliga: Knappe 28:30-Niederlage gegen Topteam der SGH St. Ingbert. TV Homburg festigt seinen Spitzenplatz.

(mh) Den Spitzenplatz hat der TV Homburg mit einem klaren Erfolg bei der HSG Dudweiler-Fischbach gefestigt. Der TV Niederwürzbach konnte nach 60 Minuten am Samstag in der Würzbachhalle froh sein, dass er beim 28:28 gegen den TV Merchweiler noch einen Punkt gesichert hat. Die zweite Mannschaft des SV 64 Zweibrücken hielt gegen das Spitzenteam der SHG St. Ingbert lange Zeit die Partie offen, unterlag dann aber doch.

SV 64 Zweibrücken II - SGH St. Ingbert 28:30 (14:14) Auch wenn am Ende die Gäste aus St. Ingbert die Punkte mit nach Hause nahmen, konnte SV 64-Trainer Klaus Peter Weinert mit dem Auftreten und der Leistung seiner Spieler mehr als zufrieden sein. Am Ende unterlagen die Zweibrücker durchaus etwas unglücklich. Bis in die Schlussminuten hatte man gegen das Spitzenteam aus St. Ingbert sehr gut mitgehalten. Kleinigkeiten entschieden die Partie zugunsten des Tabellenzweiten. In der ersten Hälfte lieferten sich beide Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Über 4:4 und 6:6 stand es nach 15 Minuten 7:7. Nur fünf Minuten später hatte sich die SGH St. Ingbert dann mit 11:8 einen kleinen Vorsprung erspiel. Dank des mit zehn Treffern überragenden Tomas Schlegel fanden die Zweibrücker noch vor der Pause zurück ins Spiel. 14:14 stand es zum Seitenwechsel. Offen verliefen auch die zweiten 30 Minuten. St. Ingbert führte meistens mit einem Treffer. Beim Stand von 25:24 für St. Ingbert (52.) gelangen den Gästen durch Michael Bauer (2) und Hannadi Kucher drei Treffer in Folge zum 28:24. Damit war die Vorentscheidung knapp fünf Minuten vor dem Ende gefallen. Mit 30:28 entführte der Favorit schließlich die Zähler von der bravourös auftretenden Mannschaft des SV 64 Zweibrücken II, die bereits am Dienstagabend, 20 Uhr, in der Ignatz-Roth-Halle in einem Nachholspiel gegen die HSV Merzig-Hinbringen erneut im Einsatz ist.

HSG Dudweiler-Fischbach - TV Homburg 16:28 (6:12) Homburgs Trainer Mirko Schwarz sprach nach diesem klaren Auswärtssieg von einer grundsoliden Leistung über die 60 Minuten. „Besonders beeindruckend war erneut die starke Abwehrleistung meiner Mannschaft.“ An die tolle und überragende Defensivarbeit aus dem jüngsten Heimspiel gegen die HSV Merzig-Hilbringen (nur sieben Gegentore im ersten Abschnitt) knüpfte der Tabellenerste damit auch bei der HSG Dudweiler-Fischbach an. Nur sechs Tore ließ der TVH im ersten Durchgang zu. Mit zehn Gegentoren in den zweiten 30 Minuten war diese Bilanz kaum schlechter. Konzentriert gingen die Homburger die Partie an, führten nach neun Minuten mit 4:1, zogen im Anschluss auf 10:5 (15.) weg. Weil der TVH den einen oder anderen freien Ball vergab (Schwarz) war die HSG mit einem Pausenrückstand von 6:12 noch gut bedient.

Den deutlichen Vorsprung zum Seitenwechsel baute das Schwarz-Team in der Folge stetig aus. Über 13:7, 16:8 stand es 14 Minuten vor dem Ende 20:10 für die Gäste aus Homburg. Durch einen 5:1-Lauf in der Schlussphase entführte der Spitzenreiter die zwei Punkte durch einen klaren 28:16-Sieg. Mirko Schwarz sah dennoch noch Steigerungspotenzial: „Ich wünschte mir, dass wir noch mehr Konstanz über die 60 Minuten zeigen. Unter anderem in Sachen Aggressivität.“ Diese sei auch angesagt, wenn der TV Homburg im letzten Spiel in diesem Jahr am kommenden Samstag beim aktuell Tabellenzweiten SGH St. Ingbert gefordert wird.

TV Niederwürzbach - TV Merchweiler 28:28 (16:16) Wie schon einige Male in dieser Saison musste sich TVN-Trainer Christian Schöller über den total verschlafenen Start seiner Mannschaft ärgern. „Irgendwann müssen wir doch mal schon von Anpfiff an wach sein“, sah Schöller seine Mannschaft in den ersten neun Minuten im Tiefschlaf. 6:0 stand es da bereits für die Gäste aus Merchweiler. Die Auszeit von Schöller mit mehr als deutlichen Worten zeigte dann Wirkung. Tor um Tor holten die Niederwürzbacher auf. Nach 18 Minuten stand es nur noch 8:7 für den TVM. Nach jeweils Treffern von Ralf Wilhelm und Nils Lauter zogen die Niederwürzbacher dann sogar auf 12.12 vorbei. Nun war der Gastgeber leistungsmäßig auf der Höhe. 16:16 hieß es nach den ersten 30 Minuten. Spannung pur war auch in der zweiten Halbzeit angesagt. Der TV Merchweiler lange Zeit knapp vorne. Niederwürzbach kam aber immer wieder zurück. Vier Minuten vor dem Ende stand es 28:27 für Merchweiler. Yannick Pressmann glich zum 28:28 (57.) aus. Danach vergaben beide Teams mehrfach den möglichen Siegtreffer. Christian Schöller fand, dass da alles drin war für seine Mannschaft. Den Fehlstart zu korrigieren, habe dann aber doch vielleicht doch einige Körner für die letzten Minuten gekostet. Vor dem Weihnachtsurlaub steht nun noch der Auftakt der Rückrunde auf dem Spielplan. Der TVN muss am kommenden Samstag beim SV 64 Zweibrücken II Ran.

SV 64-Tore: Tomas Schlegel 10/1, Giona Dobrani 5, Nico Müller 4, Philipp Baus 4, Maximilian Sema 2, Alexander Eusterholz 1, Nico Gräber 1, Jonas Haupenthal 1 Tor.
TVH-Tore: Edvinas Vorobjovas 6, Hendrik Schmidt 5/3, Sebastian Mathieu 4, David Szilagy 4, Lukas Majbik 4, Lukas Glück 3, Philip Rauchschwalbe 2.
TVN-Tore: Nils Lauter 9, Ralf Wilhelm 9, Maximilan Junius 3, Yannick Pressmann 3/1, David Leffer 3/1, Philipp Leffer 1 Tor.