Handball-Oberliga : Drei Teams wollen wohl in die 3. Liga

Neben dem TV Homburg haben sich nach aktuellem Stand auch die SG Saulheim und die SF Budenheim für den Aufstieg beworben. Der TVH hat derweil mit Jonas Guther den ersten Neuzugang für die kommende Runde verpflichtet.

Ohne ein einziges Spiel in der RPS-Oberliga in der inzwischen abgebrochenen Saison absolviert zu haben, könnte Aufsteiger TV Homburg in der kommenden Handball-Saison den nächsten Aufstieg schaffen. Der Weg in die 3. Handball-Bundesliga ist offen, wie TVH-Abteilungsleiter Jörg Ecker erklärt: „Vereine aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar der Gruppe Süd und Nord können sich um den Aufstieg in die 3. Bundesliga bewerben.“ Gemäß den Vorgaben des Deutschen Handballbundes einige Vorgaben erfüllt. Neben einer Bürgschaft in Höhe von 10 000 Euro muss auch eine entsprechende Spielstätte vorliegen ,um sich für Aufstiegsspiele zur dritten Liga zu qualifzieren (wir berichteten). Das hat der TV Homburg, wie angekündigt, jetzt getan. Laut Ecker erfülle man alle Kriterien, die für die Aufstiegsspiele nötig sind. Nach aktuellem Stand haben sich aber noch mehr Kandidaten für den Drittliga-Aufstieg beworben: Auch die Sportfreunde Budenheim und die SG Saulheim wollen in der kommenden Saison eine Spielklasse höher an den Start gehen. Beim TV Homburg geht man davon aus, dass es bei diesen beiden Mitstreitern bleibt. Es könnten sich bis zum 1. März aber noch weitere Bewerber melden.

Die Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz hatten sich im Hinblick auf einen möglichen Aufstieg skeptischer gezeigt. „Die Tendenz ist, dass wir das eher nicht machen wollen“, sagte VTZ-Vorstand Klaus Biehl zuletzt. Er hält ein solches Vorhaben für „kühn“, immerhin habe die VTZ eine neu zusammengestellte Mannschaft, die ebenso wie der TVH in dieser Saison noch kein Spiel bestritten hat. Die VTZ wisse nicht, wo sie geade steht. Außerdem glaubt Biehl, dass auch die nächste Saison coronabedingt chaotisch werden könnte.

Wie und wann eine Aufstiegsrunde zur 3. Liga mit den drei oder mehr Mannschaften ablaufen soll, wissen die drei Bewerber noch nicht. „Momentan ist ja noch nicht einmal ein Training in der Halle möglich“, betont Ecker. Nach vielen Wochen Pause werde sich der Kader des TV Homburg in dieser Woche zweimal im Freien treffen. Dazu lassen sich die Spieler vorab mit Schnelltests auf eine Corona-Infektion testen. Dann geht es zu ein paar gemeinsamen Laufeinheiten an den Jägersburger Weiher.

 Unabhängig von der Ligazugehörigkeit laufen unterdessen die Personalplanungen beim TV Homburg: Mit dem 26-jährigen Linkshänder Jonas Guther von den Handballfreunden Illtal habe man sich einen Wunschspieler gesichert, wie Jörg Ecker berichtet. „Jonas wollten wir schon für die nun abgebrochene Saison verpflichten. Wir freuen uns ,dass er jetzt zu uns kommt“, postete er auf der Facebookseite der Handballabteilung des TV Homburg.

Der Einöder Guther spielte einst in der Jugend der HG Völklingen in der Junioren-Bundesliga. „Ich hoffe, dass Jonas unsere Abwehr noch besser stabilisiert und uns mit seiner Schnelligkeit zu vielen Toren verhilft“, sagt Trainer Mirko Schwarz, der ebenfalls große Stücke auf den Neuzugang hält. Zuvor hatte der TVH bereits viel dafür getan, dass der bisherige Kader zusammenbleibt. Die Homburger verlängerten die Verträge mit ihren Stammspielern Benni Berz, Sebastian Mathieu, Roman Kolepp, Patrick Bach Marvin Mebus und David Szilagyi.