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Handball-Oberliga: VT Zweibrücken schlägt die HSG Kastellaun nach hartem Kampf.

Handball-Oberliga : Mühsamer Kampf um die zwei Zähler

Handball-Oberligist VT Zweibrücken-Saarpfalz schlägt die HSG Kastellaun/Simmern nach engem Spiel vor heimischem Publikum mit 30:26.

Bis zum Schluss war zittern angesagt. Nach 60 kampfbetonten Minuten jubelten die Oberliga-Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz dann aber über einen 30:26-Heimsieg gegen die abstiegsbedrohte HSG Kastellaun/Simmern. Die Gäste boten einen sehr couragierte Leistung und zeigten phasenweisen, dass sie vom Potenzial her ein gutes Stück weiter oben in der Tabelle stehen könnten. Die Zweibrücker hatten in Tom Paetow und Richard Wilga ihre besten Werfer. Beide steuerten jeweils sieben Treffer zum Erfolg bei.

„Wir wussten, dass es schwer werden würde. Sie sind eine unangenehme Mannschaft. Jetzt sind wir glücklich mit den zwei Punkten“, sagte VTZ-Coach Philip Wiese. Er bemängelte allerdings, dass es seine Mannschaft versäumt hat, sich früher entscheidend abzusetzen. Zunächst standen die eigenen technischen Fehler im Weg, später dann war der ehemalige Kapitän nicht mehr mit der Abwehrarbeit zufrieden. Gästetrainer Dejan Dobardzijev sah in den vielen technischen Fehlern seiner Mannschaft den ausschlaggebenden Grund für die spätere Niederlage. Dennoch ist er mit dem Kampf und dem Einsatz seiner Truppe zufrieden und hofft, dass nach einer guten Trainingswoche und der Rückkehr einiger Spieler schon bald die Punkte für den Klassenerhalt eingefahren werden können.

In dem Duell zweier personell arg gebeutelten Mannschaften fand die VTZ bedeutend besser in die Partie. Die 5:1-Deckung der Gastgeber stand sehr sicher und ließ kaum etwas zu. Nach etwas mehr als fünf Minuten führten die Hausherren bereits mit 4:1 und sollten auch in der Folge zunächst alles im Griff behalten. Als Dobardzijev seine erste Auszeitnahm (15.), führten die Rosenstädter bereist mit 8:4. Als der starke Zweibrücker Linksaußen Richard Wilga in der 20. Minute auf 11:5 erhöhte, konnten die Zuschauer glauben, die Zweibrücker würden auf einen sicheren Start-Ziel-Sieg hinsteuern. Doch weit gefehlt. Die Gäste kämpften sich wieder heran und fanden vor allem im Angriff immer besser rein. Vor allem die beiden Außenspieler Patrick Hess und Abdelaziz Helaoui bereitetem dem VTZ-Trainerteam einiges Kopfzerbrechen. Das Duo steuerte am Ende 16 Kastellauner Treffer bei. Bis zur Halbzeit verkürzten die Gäste den Rückstand auf 12:15.

In der zweiten Hälfte entwickelte sich dann eine Partie auf Augenhöhe. Die VTZ hielt den Drei-Tore-Vorsprung, konnte sich aber nicht weiter absetzen. Die Gäste kämpften verbissen um jeden Zentimeter und ließen sich nicht abschütteln. Nach Treffern von Hess und Helaoui verkürzten sie dann sogar 21:22. Da waren noch etwas mehr als 13 Minuten zu spielen. Philip Wiese und Kai Schumann reagierten mit einer Auszeit. Sie schworen ihre Mannschaft neu ein und wechselten im Tor. Alexander Dörr kam für Yannic Klöckner, der sich deutlich verbessert zeigte, aber trotz neun Paraden dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken konnte. Viel besser wurde es aber zunächst nicht. Beim Stand von 25:23 (52.) handelte sich der wurfgewaltige Rückraumspieler der Gäste, Daniel Zourek, seine dritte Zeitstrafe ein und war aus der Partie. Sein Fehlen machte sich bei den Gästen bemerkbar. Der gute Jacob Brauns, der von Rechtsaußen nichts anbrennen ließ und bei allen vier Versuchen erfolgreich war, erhöhte wenig später auf 26:23. Die VTZ, die jetzt ein höheres Risiko ging und auf den siebten Feldspieler umgestellt hatte, zog auf 28:24 (57.) davon. Die Gäste zogen nochmals den letzten Pfeil aus dem Köcher und nahmen eine Auszeit. Doch als dann wenig später Wilga auf 29:24 erhöhte, war die Partie entschieden. Kreisläufer Erik Zilincik setzte mit seinem dritten Treffer den Schlusspunkt zum 30:26.

Am kommenden Sonntag, 17 Uhr, geht es für die Zweibrücker erstmals in diesem Jahr auswärts um Punkte. Der Achte HSG Rhein-Nahe Bingen ist den Saarpfälzern mit nur zwei Punkten Rückstand dicht auf den Fersen.