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Handball-Oberliga: VT Zweibrücken empfängt Topteam SF Budenheim

Handball-Oberliga : VTZ-Saarpfalz erwartet harte Aufgabe

Die Oberliga-Handballer empfangen an diesem Sonntag das Spitzenteam SF Budenheim in der Westpfalzhalle. Und das womöglich mit weiter ausgedünntem Kader.

 Das Lachen ist – zumindest für den Moment – zurück bei den Handballern der VT Zweibrücken-Saarpfalz. Gegen die HSG Worms konnte der erste doppelte Punktgewinn nach vier sieglosen Partien gefeiert werden. Nun steht für das Team um das neue Trainerduo Philip Wiese und Kai Schumann eine große Herausforderung an. Im zweiten Spiel nach der Ära Grgic empfängt die VTZ mit den SF Budenheim ein absolutes Top-Team der Oberliga-RPS. Ein großer Gegner, der das Hinspiel klar mit 35:29 zu seinen Gunsten entschieden hatte. Deswegen müssen die Zweibrücker am Sonntag ab 18 Uhr ihren besten Handball zeigen, wenn sie die Punkte in der Westpfalzhalle behalten wollen.

Wenn das Spiel der VTZ gegen Worms auch noch nicht das Gelbe vom Ei war, zeigte sich Philip Wiese nach der Partie sehr zufrieden. Dass von seinen Jungs für den Moment nicht der spektakuläre Handball vergangener Tage erwartet werden kann, liege in Anbetracht der vielen Veränderungen in der Winterpause auf der Hand. Der Einsatz hat aber gestimmt und der Mannschaft war anzumerken, dass sie sich mit allen Kräften wehrt, um dem ernüchternden Lauf zum Jahreswechsel ein Ende zu bereiten. Mit Erfolg.

Der kommende Gegner hingegen befindet sich tabellarisch da, wo man sie erwartet hat und wo sie auch wegen ihrer Qualität hingehören. Derzeit liegen die Sportfreunde auf dem dritten Rang, einen Punkt hinter dem zweiten aus Saulheim. Vor der Saison zogen sich großen Namen der Budenheimer wie Philipp Becker oder auch Lukas Scherr vom aktiven Handball zurück. Gespannt schaute die Konkurrenz zu Beginn der Saison nach Budenheim. Wie sollten zwei Handballer dieser Qualität ersetzt werden? Doch das gelang ohne Leistungsabfall. Jüngere Spieler übernahmen Verantwortung, sodass sich die SFB auch weiterhin in gewohnten Tabellenregionen bewegt. Mit 522 Toren belegen sie, was die Angriffsleistung angeht, den zweiten Platz hinter Spitzenreiter SV 64 Zweibrücken. Zudem sind die Budenheimer bislang die einzige Mannschaft, die den Ligaprimus in dieser Runde schlagen konnte. Sie sind aus allen Positionen brandgefährlich und in er Abwehr können sie sich auf zwei sehr starke Torhüter verlassen. Mit Christian Kosel und Karim Ketelear verfügen sie über Torhüter-Duo, nach dem sich wohl die ganze Liga die Finger leckt. „Sie haben viel Durchschlagskraft im Rückraum, spielen meiner Meinung nach eine gute Abwehr und haben gute Torhüter dahinter. Sie spielen insgesamt Handball auf einem sehr hohen Oberliga-Niveau“, beschreibt VTZ-Coach Philip Wiese die Qualitäten des Gegners.

Von seiner Mannschaft fordert und erwartet der ehemalige Leistungsträger der Rosenstädter die gleiche Einstellung, die sie auch im letzten Spiel gezeigt hat. Seine Jungs sollen mit viel Leidenschaft und Einsatz verteidigen. Im Angriff hofft Wiese auf ein etwas flüssigeres Spiel, was auch ein wichtiger Bestandteil des Trainings dieser Woche war.

Doch die Vorzeichen sind schon früh in der Rückrunde wenig optimal. Der ohnehin schon schmale Kader der Zweibrücker wird durch Ausfälle von Erik Zilincik und Tom Paetow nochmals etwas verkleinert. Zilincik kämpft mit einer Erkältung und Paetow mit einer Verletzung, die er sich im vergangenen Spiel zugezogen hat. Bei beiden hofft Wiese auf eine Rückkehr zum Ende der Woche.

Unterdessen wurde bekannt gegeben, dass VTZ-Linksaußen Richard Wilga die Saarpfälzer in Richtung Homburg nach der Saison verlassen wird.

Die zweite Mannschaft der VT Zweibrücken hofft auf den vierten Sieg in Serie. Derzeit eilt das Team in der Bezirksliga Ost von Erfolg zu Erfolg. Dem Sieg gegen Ligaprimus TV Merchweiler II (29:22) vor zwei Wochen ließ die Mannschaft von Marek Galla ein 29:19 gegen den TV Birkenfeld/Nohfelden folgen. Durch das gleichzeitige Unentschieden des TVM II ist der Rückstand auf die Spitze auf einen Punkt zusammengeschrumpft. Damit kann die VTZ-Zweite vom großen Wurf träumen. Am Sonntag empfangen sie die zweite Mannschaft der SGH St. Ingbert. Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften unentschieden. Ein Punktverlust, der mit Blick auf den Spielverlauf, enttäuschend war Über große Teile der Partie führte die VTZ II, sah wie der sichere Sieger aus. Doch das Team brach zusammen und schenkte noch einen Punkt her. Das soll im Heimspiel am Sonntag, 16 Uhr, in der Westpfalzhalle nicht noch einmal passieren.