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Handball-Oberliga RPS: VT Zweibrücken unterliegt den HF Illtal knapp

Handball-Oberligist VT Zweibrücken : VTZ nicht gerade vom Glück verfolgt

Die Zweibrücker Oberliga-Handballer verlieren auch das Derby gegen die HF Illtal knapp mit 24:25 – und warten nach sieben Spielen immer noch auf den ersten Saisonsieg.

Es hat wieder nicht sollen sein. Die Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz haben das Derby der Oberliga-Rheinland-Pfalz/Saar gegen die HF Illtal denkbar knapp mit 24:25 (14:15) verloren. Damit bleiben die Zweibrücker auch nach sieben Spieltagen ohne Sieg. Bei den Gästen überragte am Sonntagabend Max Mees, der von allen Positionen für viel Torgefahr sorgte und mit elf Treffern maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte. Bester Zweibrücker Werfer war Kreisläufer Julian Kreis mit sechs Toren. „Wir werden im Moment nicht mit Glück überhäuft“, sagte ein enttäuschter VTZ-Coach Philip Wiese nach der Partie. Nach der vierten Niederlage im siebten Spiel belegen die Saarpfälzer weiterhin den 13. Rang. Auch die HF Illtal haben ihre Position gehalten und bleiben Fünfter.

Der Sieg der Gäste gehe in Ordnung, die Mannschaft von HFI-Trainer Marcus Simowski lag zu keiner Zeit in Rückstand und verstand es immer dann nachzulegen, wenn die VTZ ihnen die Chance bot. In einer sehr umkämpften aber wenig hochklassigen Partie waren es die Gäste, die die Schwächen des Gegenübers besser zu nutzen wussten. „Wir sind sehr froh über diesen Sieg. Es war eine enge und heiße Kiste. Wir waren uns der Qualität der VTZ bewusst“, sagte Simowski und gestand, dass das nicht unbedingt der beste Handball an diesem Abend war.

Den besseren Start erwischten die Illtaer. Sie führten schnell mit 2:0. Doch die VTZ glich durch Treffer von Julian Kreis und Kevin Hauck zum 2:2 (4.) aus. Als HFI-Rückraum Christoph Holz, der in den zurückliegenden Partien im Schnitt elf Tore beisteurte, beim 3:2 bereits zum zweiten Mal traf, reagierte das Zweibrücker Trainerduo Kai Schumann und Philip Wiese. Sie brachten Moritz Baumgart, der sich jetzt vorgezogen um Holz kümmern sollte. Diesem gelang in der ersten Halbzeit auch kein weiterer Treffer aus dem Feld, doch dafür brachten sich seine Nebenleute nun besser ins Spiel. In der zwölften Minute führten die Gäste bereits mit 7:4. Den Drei-Tore-Vorsprung hielten sie bis zur 17. Minute (9:6). Bei den Zweibrückern gab es dann einen Wechsel im Tor, der sich direkt bemerkbar machte. Für den glücklosen Norman Dentzer kam Yannic Klöckner. Dieser entschärfte unter anderem gleich einen Siebenmeter von Holz. Im VTZ-Angriff war es jetzt vor allem die Achse Tomas Kraucevicius und Kreisläufer Julian Kreis, die für viel Gefahr sorgten. Den Hausherren kam entgegen, dass die Gäste gegen die beiden Halbspieler Kraucevicius und von Lauppert offensiver rausgingen, was wiederrum zu Räumen für Kreis führte. Er wurde jetzt viel gesucht – und gefunden. Seine Chancen verwandelte er fast alle eiskalt und konnte auch nur durch Fouls gestoppt werden. Nachdem zwischenzeitlichen 12:12 (24.) hatten die Gastgeber die Chance, erstmals selbst in Führung zu gehen. Vergaben diese aber. Immer wieder gerieten sie in Rückstand, immer wieder kämpften sie sich zurück. Mit dem Pausenpfiff erzielte Illtals Max Mees das 15:14.

Mit Beginn der zweiten Hälfte häuften sich die Fehler auf beiden Seiten. Die HFI legte aber weiter vor, die VTZ zog nach. Immer dann, wenn sie wieder die Chance hatten, selbst vorzulegen, verließ die Zweibrücker das Glück. Beim Stand von 18:18 (43.) nahm Gästetrainer Simowski die Auszeit. Seine Jungs erzielten in der Folge zwei Tore hintereinander und retteten diesen Vorsprung bis in die Schlussphase. Nach dem 25:23 durch Christoph Holz wurde es richtig hektisch. Beide Trainer erhielten eine Zeitstrafe. Die VTZ, die bereits eine Zeitstrafe erhalten hatte, nahm den Torhüter raus und brachte einen zusätzlichen Feldspieler. Tomas Kraucevicius verkürzte von Außen auf 24:25. Die VTZ war jetzt nur mit vier Feldspielern auf dem Feld, während die Gäste in Überzahl mit fünf agieren konnten, sich dann aber einen einfachen Ballverlust erlaubten. Die VTZ versuchte nochmal alles, doch der letzte Wurf der Partie wurde vom guten Robin Näckel im Gästetor entschärft.

„Wir habe es einfach nicht geschafft, in Führung zu gehen. Vielleicht hätten wir die Gäste damit ins Grübeln gebracht. Am Ende waren es vielleicht auch ein paar technische Fehler zu viel. Wir werden jetzt den Kopf aber nicht in den Sand stecken“, gibt sich Philip Wiese kämpferisch.