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Pferdesport: Guter Sport und ein Steißbeinbruch

Pferdesport : Guter Sport und ein Steißbeinbruch

Bundenbacher Reiterfest wird von Verletzung von Anika Fichter überschattet.

(cvw) „Wir sind sehr zufrieden. Trotz der Hitze waren die Startfelder gut besetzt und wir haben guten Sport gesehen“, sagte die Vereinsvorsitzende, Heike Pieper, am Ende des Bundenbacher Reiterfestes am Sonntagnachmittag.

In einem spannenden Finale zeigte sich in der Springprüfung Klasse L und der Punktespringprüfung mit Joker auch die Kondition von Pferden und Reitern. Ganz Gentleman, sprangen Pferdewirtschaftsmeister Ingo Linn vom Bliesbergerhof und sein Wallach Don Pedro in beiden Prüfungen auf den Silberrang und überließen zwei Amazonen die goldene Schleife. Das erste Springen gewann Saskia Oberer vom Pfälzer Pony RFV Thaleischweiler-Fröschen. „Im Punktespringen war dann die Luft raus“, kommentierte sie Condors Verweigerung in der zweiten Prüfung. Er sei nach einer Pause erst seit kurzem wieder im Training.

Dafür pilotierte Vereinskameradin Carolin Schwuchow ihre Stute Julchen am schnellsten fehlerfrei über den von Parcourschef Michael Bommer pferdefreundlich gestalteten Kurs. In beiden Prüfungen gab es bei zehn und elf Startern nur je zwei Nullrunden. Auch Dirk Pieper vom gastgebenden Verein wurde mit Fleetwood Mac in einer weiteren Punktespringprüfung Klasse L bereits mit Fehlerpunkten Zweiter. Silber eritt sich das Paar auch im Stechen des Zwei-Sterne-A-Springens als Qualifikation zum Senioren-Cup.

Im A**-Springen mit steigenden Anforderungen bis auf L-Niveau brauchte Malte Lehmann vom RFV Zweibrücken als einer von drei Reitern ohne Abwurf die meiste Zeit und gewann Bronze, ebenso wie im Punkte-L. Enger war es in den gut besetzten A-Springen. Beide Prüfungen auf Zwei-Sterne-Niveau gewann Sabine Leffer vom RFV Limbach mit Anjelli vor der Rheinland-Pfalz-Meisterin Children, Charlotte Stuppi. Die zwölfjährige Homburgerin punktete auch mit ihrem zweiten Pony Concord für den RSV Käshofen, der mit hohen Platzierungen unter anderem von Stefanie Schäfer, Isabella Juckenhöfel und Angelique Germann den Preis für den erfolgreichsten Verein gewann.

 Pech im Glück hatte hingegen Vereinskameradin Anika Fichter. Als ihr siegreiches Nachwuchspferd, der vierjährige Oldenburger Jasper de Jeux, sich bei der Siegerrunde erschreckte, kam die Amazone aus dem Sattel und brach sich das Steißbein. Am meisten schmerzt sie die Reitpause mit ihrem Erfolgspferd Dodici Danze, mit dem sie die S-Dressur hatte reiten wollen. „Er ist gerade so gut drauf“, hofft sie, schnell wieder fit zu sein.