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Großer Kampf der ersatzgeschwächten Truppe belohnt

Großer Kampf der ersatzgeschwächten Truppe belohnt

Einen wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg aus der 3. Handball-Liga Süd hat der SV 64 Zweibrücken im Heimspiel gegen die TSG Haßloch gelandet. Und das trotz zahlreicher Ausfälle.

Ein tolles Spiel haben sich der SV 64 Zweibrücken und die TSG Haßloch einmal mehr geliefert. Beide zeigten puren Kampf gegen den Abstieg. Die Punkte in der Partie der 3. Handball-Liga Süd sicherten die 64er beim 34:29 (16:14)-Heimsieg.

Die Gäste aus der Vorderpfalz waren in Bestbesetzung angetreten - und trafen auf eine Truppe, die stark von Verletzungspech gebeutelt war. "Wir haben eine leidenschaftlich kämpfende Mannschaft mit zwei überragenden A-Jugendlichen gesehen", sagte SV-Trainer Stefan Bullacher zufrieden.

Gästetrainer Admir Kalabic hatte seinen Torjäger Kevin Seelos zunächst auf der Bank gelassen, begann mit Marco Widmann auf der Spielmacherposition, mit Kai Zimmermann und seinem besten Spieler Peter Masica auf den Halbpositionen - brachte Seelos sowie den lettischen Nationalspieler Elvijs Borodowskis erst im Laufe des Spiels. Bullacher hingegen war gezwungen, mit Robin Egelhof, Nils Wöschler und Patrick Bach drei A-Jugendliche in der Startformation aufzubieten. Die SVler waren dennoch von Anfang an in der Lage, das Spiel offen zu gestalten. Allerdings zogen die Gäste auf 13:10 weg. In Unterzahl gelang Nils Wöschler allerdings das elfte Zweibrücker Tor - und damit die Initialzündung zu einer Aufholjagd, die kaum jemand erwartet hatte: Überragend dabei: Robin Egelhof, der gleich drei der vier ersten SV-Treffer erzielt hatte, der auch von der Siebenmeterlinie dieses Mal keine Nerven zeigte und am Ende 15 Treffer beigesteuert hatte.Bullacher hatte für dieses Spiel mit Derby-Charakter alles zusammengekratzt, was in der ersten Mannschaft noch übrig. So war mit Thomas Zellmer auch der Spielertrainer der SV-Zweiten am Start, zu den drei A-Junioren aus der Anfangsformation gesellten sich mit Benedikt Berz, Niklas Bayer und Tom Grieser drei weitere. Zudem gab David Gromer nach fast einjähriger Verletzungspause sein Debüt im SV-Trikot. Dennoch gelang eine außergewöhnliche Leistung in der Schlussphase der ersten Hälfte. Da nämlich bog der SV die Partie um. Ladi Kovacin parierte fünf Sekunden vor der Pause noch einen Siebenmeter von Seelos. So ging es mit 16:14 in die Halbzeit.

Im zweiten Durchgang knüpften die 64er an diese Leistung an, zogen durch je zwei Treffer von Egelhof und Nils Wöschler auf 20:15 weg. Die Vorentscheidung war das allerdings nicht. Die Gäste fingen sich nach dem 17:22 wieder. Während einer Zeitstrafe gegen Aris Wöschler kam die TSG wieder auf 21:22 heran. "Da müssen wir eigentlich etwas geduldiger spielen." Das wichtigste Tor aus Zweibrücker Sicht war dann das zum 23:21. Thomas Zellmer kam über den Rückraum, überwand Daniel Schlingmann im Haßlocher Tor und beendete damit eine vierminütige Flaute. 13 Minuten vor Spielende und der ersten Sechs-Tore-Führung fiel dann die Vorentscheidung. Und so war es wie immer, wenn die Haßlocher in Zweibrücken antreten. Es jubelten die Gastgeber.

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Auf einen BlickSV 64-Tore: Egelhof 15/4, N. Wöschler 8, A. Wöschler 3/1 - Abel, B. Zellmer 2 - Patrick Bach 1 - T. Zellmer 3, Enders 1, Bayer 1. cg