Fußball-Verbandspokal Südwest TSC scheitert an schlechter Chancenverwertung

Zweibrücken · Fußball-Verbandspokal: Zweibrücker verpassen durch das 1:4 gegen Gau-Odernheim den erstmaligen Sprung ins Achtelfinale.

Landesligist TSC Zweibrücken um Jonathan Kauf (grau), hier im Duell mit Gau-Odernheims Fabio Moreno Fell, musste sich den klassenhöheren Gästen im Verbandspokal mit 1:4 geschlagen geben.

Landesligist TSC Zweibrücken um Jonathan Kauf (grau), hier im Duell mit Gau-Odernheims Fabio Moreno Fell, musste sich den klassenhöheren Gästen im Verbandspokal mit 1:4 geschlagen geben.

Foto: Martin Wittenmeier

Es sollte nicht sein: Der Fußball-Landesligist TSC Zweibrücken ist am Mittwochabend vor 210 Zuschauern in der fünften Runde des Verbandspokals Südwest ausgeschieden. Gegner am Wattweiler Berg war der Verbandsligist TSV Gau-Odernheim, der sich mit 4:1 (1:0) durchsetzte. „Wir hatten eigentlich sehr gut ins Spiel hineingefunden. Wir waren auch bis zum Führungstreffer der Gäste die klar bessere Mannschaft“, erklärt TSC-Spielertrainer Dennis Hirt. „Leider konnten wir in der Offensive unsere guten Chancen nicht nutzen.“ Dies sollte sich in der 36. Minute rächen, als Paul Galle den TSV mit 1:0 in Front brachte. „Bis zu diesem Zeitpunkt wäre durchaus eine 3:0-Führung für uns möglich gewesen“, ärgert sich der 30-Jährige. In der Pause wurden die Spieler des TSC Zweibrücken für ihren couragierten Auftritt gelobt. Das weitere Vorhaben lautete, sich nun aber auch endlich für den Einsatz in Form von Toren zu belohnen.

Zunächst jedoch musste der Landesligist nach dem Seitenwechsel eine weitere bittere Pille schlucken: Fabio Moreno Fell baute die Führung der Gäste auf 2:0 aus (50.). Diesem Treffer vorausgegangen war ein misslungener Rückpass von Jan Tüllner auf Schlussmann Nico Eitel. Fell roch den Braten und traf. Allerdings gingen beim TSC, der weiterhin ein gutes Spiel machte, auch da nicht die Köpfe nach unten. Bereits in der 52. Minute konnte Alex Styben verkürzen. Er verwandelte in dieser Situation einen an Erik Bischof begangenen Foulelfmeter zum 1:2. Kurz darauf hatte Bischof auf Vorarbeit von Styben eine laut Hirt „tausendprozentige Chance“ – doch der TSC-Akteur schoss den Ball am verwaisten Gästetor aus sieben Metern zum Entsetzen der Zweibrücker Anhänger und Mitspieler vorbei (54.). „In dieser Phase waren wir drückend überlegen. Da wussten die Gäste gar nicht, was passiert. Wir waren nah am 2:2 dran. Und wer weiß, wie dann das Spiel ausgegangen wäre. Ich denke mal, das wäre dann anders gelaufen“, mutmaßt Hirt.

Deutlich effektiver präsentierte sich der Verbandsligist. Erneut war es Fell vorbehalten, für seine Mannschaft den alten Zwei-Tore-Vorsprung herauszuholen (63.). „Man muss anerkennen, dass es der TSV nach vorne richtig gut gespielt hat“, meint Hirt. Der TSC vergab in dieser Phase zwei weitere Einschussmöglichkeiten zum möglichen 2:3 und musste aufgrund des Spielstands gegen Ende hin immer mehr die Defensive lockern. Dies nutzten die extrem kaltschnäuzig agierenden Gäste im Anschluss an einen Konter auch noch zu einem vierten Treffer aus, dieses Mal trug sich Tim Zimmermann in die Torschützenliste ein(82.). „Letztlich sind wir an unserer schlechten Chancenverwertung gescheitert“, meint der TSC-Spielertrainer. Das Ergebnis von 4:1 sei deutlich zu hoch ausgefallen und spiegele den Spielverlauf in keiner Weise wider. „Meiner Meinung nach hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die etwas effizientere. Wir müssen das Ausscheiden einfach positiv sehen und können nun unter der Woche wieder effektiver im Training arbeiten und uns auf die Liga konzentrieren“, sagt Dennis Hirt. Und sein gleichberechtigter Trainerkollege Özal Acar ergänzt: „Wir hatten es in der ersten Halbzeit bis auf die Chancenverwertung richtig gut gemacht. Die Gäste konnten vier ihrer insgesamt gerade einmal sechs Chancen verwerten. Der TSC hat es noch nie ins Achtelfinale hinein gepackt. Schade, das wäre nun durchaus möglich gewesen.“ Die schlechte Torausbeute sei allerdings „menschlich – wir sind alle keine Profis. Von daher gibt es auch keinerlei Vorwürfe“, betont Acar.

In der Landesliga West geht es für den aktuellen Fünften am Samstag um 15 Uhr auf dem Rasenplatz in Desloch mit der Partie beim Zwölften SG Meisenheim-Desloch-Lauschied weiter.