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Fußball-Verbandspokal: SC Hauenstein wirft Rieschweiler raus

SGR fliegt raus : Erster Treffer erst acht Minuten vor Schluss

Fußball: Der SC Hauenstein wirft die SG Rieschweiler mit einem glanzlosen 3:0 aus dem Verbandspokal.

Der SC Hauenstein steht im Achtelfinale des Fußball-Verbandspokals. Die Mannschaft bezwang am Mittwochabend Verbandsligaschlusslicht SG Rieschweiler in einem schwachen Spiel mit 3:0 (0:0). In der nächsten Runde kommt jetzt der FK Pirmasens.

„Es war ein verdienter Sieg des SCH, auch wenn es am Ende zu deutlich war. Das 1:0 war spielentscheidend, da haben wir einfach zu harmlos verteidigt“, erklärte Rieschweilers Spielleiter Tobias Weis. „Derbysieger, Derbysieger, Derbysieger“-Sprechchöre auf dem Platz und „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“-Gesänge aus der Kabine waren zu hören und spiegelten neben der Erleichterung auch die Freude des SC Hauenstein wider. Und das, obwohl der SCH das Pokalduell erst sehr spät für sich entschied. Ein glückliches Händchen zeigte Hauensteins Co-Trainer Philipp Weishaar, der mit seiner Einwechslung in der 68. Minute den Erfolg einleitete. Thorsten Riggers kam für den glücklosen Kevin Rose und der Angreifer dankte es mit dem Führungstreffer. Es lief bereits die 82. Spielminute. Die SGR versuchte danach alles, vernachlässigte die Abwehr und wurde von Kai Schacker doppelt bestraft. Dieser zog in den Strafraum, tanzte SGR-Torwart Jan Ohle aus und sorgte mit seinem 2:0 für die endgültige Entscheidung (87.). Keine 60 Sekunden später kam der Ball wieder zu Schacker, der aus 18 Metern abzog. Sein Schuss wurde unhaltbar für Ohle abgefälscht.

Bevor das erste Tor für die Hausherren gefallen ist, sahen die 300 Zuschauer ein sehr schwaches und schleppendes Spiel, in dem der SC Hauenstein mehr vom Spiel und die besseren Chancen hatte. In der 12. Minute erkämpfte sich Kevin Rose nach einem Missverständnis in der Rieschweilerer Hintermannschaft den Ball, zog aus spitzem Winkel ab, traf aber nur den Pfosten. Die nächste gefährliche Situation ließ bis zur 28. Minute auf sich warten. Timo Helfrich köpfte einen Eckball knapp über die Latte. Zehn Minuten vor der Pause waren die Hausherren erneut im Pech. Tim Scherer nahm einen diagonal gepassten Ball mit Tempo an, zog Richtung Tor, scheiterte mit seinem Schuss aber, wie zuvor Rose, am Pfosten.

Auch im zweiten Durchgang war das Aluminium-Glück auf der Seite der Gäste. Kai Schacker steckte an der Strafraumgrenze den Ball auf Niklas Kupper durch, der kurz abstoppte, Maß nahm, den Ball aber ebenfalls an den Pfosten setzte.

Auch wenn Rieschweiler im zweiten Durchgang mutiger wurde und mehr nach vorne machte, sprangen nicht mehr als zwei harmlose Schüsse von Silas Brödel heraus. Eine absolute Tiefphase hatte die Partie zwischen der 60. und 70. Minute, als keine der beiden Mannschaften in der Vorwärtsbewegung drei Pässe hintereinander zum Mann brachte.

Drittligist 1. FC Kaiserslautern setzte sich bei Landesliga-Spitzenreiter Phönix Schifferstadt mit 6:0 (2:0) durch. Die Treffer für den Verbandspokal-Titelverteidiger erzielten: Lucas Röser (32., 51.), Hendrick Zuck (37.), Jonas Singer (63.), Gino Fechner (66.) sowie Mohamed Morabet (79.). Im Achtelfinale darf sich nun Oberligist SV Gonsenheim auf die Roten Teufel freuen.