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Fußball-Verbandsligist DJK Ballweiler-Wecklingen: Vorbereitung und Saisonstart

Fußball-Verbandsliga : Mehr Lust als Druck bei Bohr und Co.

Der Verbandsligist DJK Ballweiler-Wecklingen will wie in der vergangenen Saison oben mitspielen. Dabei setzen die Verantwortlichen mit Florian Bohr nicht nur auf einen neuen und jüngeren Trainer, sondern auch auf einen verkleinerten Kader. Das Auftaktprogramm hat es in sich.

Aller Anfang ist immer ein wenig schwer. So auch sicherlich für Florian Bohr, dem neuen Cheftrainer des Verbandsligisten DJK Ballweiler-Wecklingen. Deshalb hat der Übungsleiter bereits am 19. Juni seine Spieler zum Vorbereitungsstart gebeten. Zum Aufgalopp. „Auf dem Grün müssen wir uns noch aufeinander einstellen, deshalb haben wir die Vorbereitung etwas verlängert“, sagt Bohr. Der 32-jährige Spielertrainer ist Nachfolger von Peter Rubeck, der sich dem pfälzischen Landesligisten TSC Zweibrücken angeschlossen hat.

Sein Konzept? In der Anfangsphase habe der Schwerpunkt auf individuellem Training gelegen, sagt der neue Chef auf dem Platz. Nun stünde das Spiel mit dem Ball im Fokus. Hohe Umfänge, geringe Intensität, lautet hier Bohls Marschroute. Damit wolle er die richtigen Grundlagen legen; das Team technisch, taktisch sowie fußballerisch voranbringen. Für die Saison, die am Sonntag, 8. August, mit einem Heimspiel gegen den SV Merchweiler startet.

Im Kader stehen dann wohl auch einige Neuzugänge. Dazu zählt neben Rückkehrer Mirco Schwalbach – der sowohl offensiv als auch defensiv seine Qualitäten besitzt –, Marvin Kempf, Sayfedine El Khadem und Nico Horn. Spieler, die laut Bohr technisch versiert und im Offensivbereich vielseitig einsetzbar sind. Da sich mit Tim Rottmann ein Spieler eine Auszeit genommen hat, sei noch ein Platz im Kader frei geworden, der noch besetzt werden kann.

Bohr bezeichnet die Kaderqualität, zu der auch noch die Neuzugänge Tim Ethell und Florian Bachmann gehören, aber bereits jetzt als gut. Das gelte auch für die Stimmung im Team. Es sei Zug in der Mannschaft, stellt Bohr fest, der von Co-Trainer Frederic Stark und dem Routinier Urban Collmann unterstützt wird.

Man habe auch bewusst daraufhin gearbeitet, den Kader zu verkleinern, dadurch jedem Spieler das Gefühl zu geben, dass er gebraucht werde und ein Teil des Ganzen zu sein. Auch deshalb, weil nach dem Ausscheiden des SV Wolfersheim aus der Spielgemeinschaft keine Reservemannschaft an der Ligasaison teilnehme. Wenn es gelinge, eine spielerische Einheit zu formen, werde man sicherlich unter den ersten Fünf der Liga mitspielen, sagt DJK-Sportwart Dieter Rebmann.

Klar ist: Auch Bohr will in seiner ersten Saison mit der Mannschaft direkt eine gute Rolle spielen – und damit an die Jahre zuvor anknüpfen. Einfach sei das aber sicherlich nicht. Im Gegenteil. Bohr rechnet etwa damit, dass die Neuzugänge noch ein wenig Zeit bräuchten, bis sie sich endgültig akklimatisiert haben. Der 32-Jährige fügt hinzu, dass der Druck des unbedingten Aufstieges sowieso nicht gegeben sei.

Eine erste Antwort, wo es in der Saison hingehen wird, könnte schon der Saisonstart geben. Denn es wartet ein anspruchsvolles Auftaktprogramm: Neben Merchweiller treffen die Jungs von Bohr auf die von Bohr als Meisterschaftsfavoriten genannte SG Lebach-Landsweiler, Palatia Limbach und SC Blieskastel-Lautzkirchen.

Doch bereits schon vor der Saison hat Bohr Eindruck bei den Verantwortlichen hinterlassen. Er passe menschlich, fußballerisch und spielerisch zur Mannschaft, spreche außerdem die Sprache der Spieler, konstatiert Sportwart Rebmann.

So schwer war der Anfang also dann doch nicht. Die Eingewöhnung ging schnell. Doch wie heißt es schön: Die Wahrheit liegt am Ende immer auf dem Platz.