Fußball-Regionalligist FC Homburg Vom Topspiel gleich zum Pokalkracher

Homburg · Die Vorfreude beim FC Homburg auf das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den FC St. Pauli am Dienstag ist groß. Doch zunächst sollen am Samstag im Verfolgerduell der Fußball-Regionalliga Südwest bei der TSG Hoffenheim II die drei Punkte her.

 Wie einst Nationalspieler Miro Klose, der zum Beginn seiner Karriere beim FC Homburg kickte, feiert FCH-Torjäger Phil Harres seinen Treffer zum 2:0 gegen Eintracht Frankfurt II mit einem Salto. Schon 14 Mal traf der 21-Jährige für den Tabellenzweiten der Regionalliga Südwest.

Wie einst Nationalspieler Miro Klose, der zum Beginn seiner Karriere beim FC Homburg kickte, feiert FCH-Torjäger Phil Harres seinen Treffer zum 2:0 gegen Eintracht Frankfurt II mit einem Salto. Schon 14 Mal traf der 21-Jährige für den Tabellenzweiten der Regionalliga Südwest.

Foto: Markus Hagen

Zwei Topspiele innerhalb von nur drei Tagen hat der FC Homburg vor der Brust. Vor dem Pokalkracher im DFB-Pokal-Achtelfinale am Dienstag (20.45 Uhr) gegen den Zweitligisten FC St. Pauli steht am Samstag ab 14 Uhr zunächst noch auswärts das Verfolgerduell der Regionalliga Südwest bei der TSG Hoffenheim II an. Dort möchte das seit neun Ligaspielen ungeschlagene Team von Trainer Danny Schwarz seine gute Serie ausbauen, um sich weiter in der Spitzengruppe festzusetzen. Mit nur einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Stuttgarter Kickers, aber auch nur einem Zähler mehr als die Kraichgauer liegen die Homburger zwei Spieltage vor der Winterpause als Zweiter sehr gut im Titelrennen.

„Wir befinden uns in der gleichen Ausgangssituation wie vor dem jüngsten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt II“, sagt Schwarz: „Zum einen erwartet uns mit der TSG Hoffenheim II eine brutal spielstarke Mannschaft, zum anderen wollen wir die Niederlage aus der Hinrunde mit einem Sieg korrigieren.“ Am 19. August unterlagen die Homburger am dritten Spieltag im Waldstadion der TSG-Zweiten mit 1:2. Nach dieser Partie lagen die Grün-Weißen mit erst einem Punkt auf dem 16. Platz.

Über drei Monate später könnte der FC Homburg mit einem Auswärtserfolg zumindest über Nacht die Tabellenführung der Regionalliga Südwest übernehmen. Damit wäre Stuttgart erneut unter Druck, wenn er am Sonntag zuhause gegen den KSV Hessen Kassel antritt. Danny Schwarz ist es augenblicklich aber egal, ob seine Mannschaft Tabellenführer ist oder sich in der Verfolgerrolle befindet. „Es zählen die Punkte. Für den Spitzenreiter zur Pause gibt es keinen Pokal für die Wintermeisterschaft“, betont der 48-Jährige, der mit Hoffenheim „ein ganz schweres Spiel“ auf sein Team zukommen sieht. „Das haben wir bei der Niederlage im Waldstadion vor einigen Monaten schon gesehen.“ Schwarz gibt sich aber optimistisch: „Inzwischen hat sich bei uns sehr viel getan. Wir stehen stabil in der Defensive, sind immer in der Lage, Tore zu schießen und fahren mit viel Selbstbewusstsein nach Hoffenheim.“ Die Grundtugenden seiner Spieler – Einsatz, Disziplin und Kampfeswille – gelte es auch am Samstag abzurufen.

„Ein Sieg – und somit die Revanche – ist angesagt, um uns die drei Punkte aus dem Hinspiel zurückzuholen“, betont auch Tim Steinmetz. Zwar stelle die TSG mit erst 17 Gegentreffern die zweitbeste Abwehr der Liga, dennoch zeigt sich der FCH-Defensivspieler zuversichtlich: „Hinten möglichst ohne Gegentreffer bleiben, vorne treffen und dann ist alles möglich.“ Und hat dabei auch den Homburger Top-Torjäger im Hinterkopf. Der junge Phil Harres hat bereits 14 Saisontreffer in der Liga erzielt. Der 21-jährige Neuzugang von Dynamo Dresden scheint derzeit kaum zu bremsen. Auch im DFB-Pokal hat er bereits zweimal getroffen. Ein Grund, weshalb ihn die grün-weißen Fans derzeit so euphorisch feiern. Mit einem Salto zum Jubel zeigte er zuletzt auch seine turnerischen Künste. „Das kommt ganz spontan, dieser Salto sowie diese besondere Art und Weise meine Treffer zu feiern“, erklärt er. Den ersten Salto von Harres sahen die Fans und Mitspieler der Grün-Weißen bei seinem Treffer zum 3:0 im Pokalspiel gegen den SV Darmstadt 98. Zuletzt bei seinem Tor zum 2:0-Endstand gegen Frankfurt II. Angst, dass er sich bei dieser Aktion verletzen könnte, habe er nicht.

Wird der nächste Salto von Phil Harres in Hoffenheim folgen? „Wir müssen schon eine Topleistung bringen, um das Spiel zu gewinnen“, betont er. Der Fokus liege erst einmal darauf, hinten kompakt zu stehen. „Klar läuft es aktuell wirklich gut bei mir, aber auch in der Mannschaft. Und so ist mir dann auch egal, wer die Tore macht. Wichtig ist das Ergebnis.“

Und Danny Schwarz freut sich, dass seine Mannschaft trotz einiger Langzeitverletzten so gut in Schwung gekommen ist. „Der Kader ist qualitativ sehr breit und gut aufgestellt. Wir haben alle Ausfälle daher immer wieder gut kompensieren können.“ Maximilian Jansen und Patrick Weihrauch, die wegen muskulärer Probleme in der vergangenen Woche nicht fit waren, stehen für das Spiel beim Dritten in Hoffenheim wieder zur Verfügung. Dies gilt auch für Stammkeeper Tom Kretzschmar, der gegen Frankfurt nach überstandener Grippe nur auf der Bank saß und Jakob Mayer den Vortritt lassen musste. Schwarz wollte am Donnerstag noch nicht verraten, ob Kretzschmar auf seinen Stammplatz zwischen den Pfosten zurückkehren wird.

Schwarz zeigte sich zuversichtlich, dass seine „Jungs erst einmal die Aufgabe Hoffenheim mit vollster Konzentration angehen werden und nicht schon mit den Gedanken beim Pokalspiel am Dienstag gegen den FC St. Pauli sind“. Auch in den Runden zuvor gegen Darmstadt und die Spielvereinigung Greuther Fürth sei deutlich geworden, dass die Homburger den Spagat zwischen Liga und Pokal erfolgreich gemeistert haben.

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