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Fußball-Saarlandpokal: FC Homburg im Viertelfinale, FSV Jägersburg raus

FC Homburg im Saarlandpokal weiter, FSV raus : Jägersburg „verkauft sich gut“ gegen FCS

Die Saarbrücker ziehen aber durch ein 4:0 ins Saarlandpokal-Viertelfinale ein. Homburg durch 5:2-Sieg in Diefflen weiter.

Die Underdogs haben sich gewehrt. Am Ende aber setzten sich die Favoriten im Achtelfinale des Fußball-Saarlandpokals durch. Regionalligist FC Homburg gewann beim Oberligisten FV Diefflen mit 5:2 (4:0), Drittligist 1. FC Saarbrücken setzte sich vor 600 Zuschauern beim Oberligisten FSV Jägersburg mit 4:0 (3:0) durch.

Der Sieg der Homburger am Mittwochabend auf dem Dieffler Babelsberg war am Ende vor allem aufgrund der ersten Halbzeit verdient. Doch die ersten 20 Minuten nach dem Seitenwechsel sollten dem Team von Trainer Timo Wenzel doch etwas zu Denken geben. Diefflen hatte zwischenzeitlich auf 2:4 verkürzt und sogar die Möglichkeit zum 3:4.

Doch dank der effektiven Chancenverwertung hatten die Homburger sich bereits in der ersten Halbzeit einen klaren Vorsprung gesichert. Nachdem ein Schuss von Markus Mendler (12.) noch gerade zur Ecke abgeblockt wurde, klappte es zwei Minuten später besser. Nach Zuspiel von Tim Stegerer erzielte Mendler, mit neun Treffern zur Zeit bester Torjäger der Grün-Weißen in der Regionalliga, das 1:0. Den dritten FCH-Torschuss nutzte Mart Ristl zum 2:0 (22.) Möglichkeit Nummer vier landete durch Marco Hingerl zum 3:0 in den Maschen (26.). Nach Zuspiel von Loris Weiß hatte Mendler (39.) keine Mühe, den Ball ins leere Tor zum 4:0-Pausenstand zu schieben. Der FV Diefflen bemühte sich zwar, aber außer einem harmlosen Torschuss war in der mit vielen Ausfällen belasteten Heimelf von Trainer Thomas Hofer zunächst in der Offensive nichts zu sehen.

Dies sollte sich aber zum Anpfiff der zweiten Hälfte gewaltig ändern. Wenzel hatte mit Seonhoon Cheon, Philipp Schuck, Damjan Marceta und Abdul Sankoh für Doppeltorschütze Markus Mendler, Patrick Dulleck, Luca Plattenhardt und Serkan Göcer gleich vier Neue aufs Feld gebracht. Angesicht des klaren Vorsprungs schaltete der FCH gleich mehrere Gänge zurück. Diefflen dominierte und wurde belohnt: Lukas Feka (48.) verkürzte vor 300 Zuschauern auf 1:4. Nur 15 Minuten später traf er noch einmal zum 2:4. Diefflen spielte weiter nicht nur munter mit, sondern bestimmte die Begegnung. Und nur zwei Minuten nach dem zweiten Treffer des FVD hätte die Hofer-Elf sogar fast noch einmal jubeln können. Gück für den FC Homburg: Fabian Poß traf nur den Pfosten (69.). Mit dem möglichen 3:4-Anschlusstreffer wäre das Nervenflatten auch auf der Homburg Bank wohl noch größer geworden. So aber landete ein Ball bei Damjan Marceta, der alleine auf das von Jonas Teixeira da Costa gehütete Tor zulief und die Lederkugel zum 5:2 (73.) versenkte. Zudem traf Cheon (82.) noch den Pfosten. „Eigentlich war das Spiel zur Pause längst durch für uns. Wir haben dann viermal gewechselt. Vielleicht kam dann etwas Unruhe rein und Diefflen hat das ganz gut genutzt“, sagt Wenzel. Letzten Endes sei sein Team aber doch sicher ins Viertelfinale eingezogen. „Allein das zählt dann.“ In der Nachspielzeit kam es dann noch zu einer Rudelbildung, nachdem der Dieffler Fatih Günes nach einem Foul gegen Jannis Reuss an der Seitenlinie Rot sah.

Recht deutlich hat sich Drittligist 1. FC Saarbrücken mit 4:0 (3:0) beim FSV Jägersburg durchgesetzt. Doch der Oberligist konnte in einigen Szenen die Blau-Schwarzen vor 600 Zuschauern schon ärgern. „Zumindest in den ersten 25 Minuten war die Partie offen“, sagt FSV-Trainer Tim Harenberg. Sein Team habe dem Favoriten einiges abverlangt. Saarbrücken hatte zwar die eine oder andere Möglichkeit, aber nach 15 Minuten hätte sogar der Außenseiter aus Jägersburg in Führung gehen können. So wurde ein Schuss von Tom Koblenz gerade noch abgeblockt, den Nachschuss setzte Matthias Manderscheid aus 16 Metern knapp über das Gehäuse. Marius Köhl (22.) brachte die Saabrücker dann in Führung. Nur wenige Minuten später erhöhte Sebastian Jacob (28.) auf 2:0 und Tobias Jännicke (40.) sorgte noch vor der Pause für die Entscheidung. Harenberg: „Schade, dass wir nach dem Rückstand schnell noch den zweiten und dritten Gegentreffer hinnehmen mussten.“ Jägersburgs Ziel zur zweiten Halbzeit: Ein Tor gegen die Saarbrücker erzielen. Diesen Treffer hätte dann auch fast Kristof Scherpf erzielt, als er nach einem Alleingang am glänzend reagierenden FCS-Keeper Daniel Batz scheiterte. Wenig später höhte der FCS durch Julian Günther-Schmidt (53.) zum 4:0-Endstand. „Wir haben uns sehr ordentlich verkauft“, lautet Harenbergs Fazit.