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Fußball-Regionalligist FC Homburg zur Pause auf Rang sieben

FC Homburg : Jahresauftakt mit Hammerwochen

Fußball-Regionalligist FC Homburg startet nach einem turbulenten Jahr und einer kurzen Weihnachtspause am Samstag wieder ins Training. Ihre bisherige Punktebilanz wollen die Grün-Weißen, die derzeit Rang sieben belegen, in den zahlreichen englischen Wochen polieren, um oben mitmischen zu können.

Vieles ist auch beim FC Homburg im vergangenen Jahr unerwartet verlaufen. Nach Rang vier in der abgebrochenen Vorsaison der Fußball-Regionalliga Südwest, dem überraschenden Trainerwechsel von Jürgen Luginger zu Matthias Mink zum Auftakt im Sommer, dem verspäteten Saisonbeginn, dem zweiten Lockdown – verbunden mit der Unterbrechung sowie der Diskussion um den Profistatus der Liga – und dem Rücktritt des langjährigen Vorsitzenden Herbert Eder machte Corona dem Club einen weiteren Strich durch die Rechnung. Zum erneuten Re-Start war der FC Homburg aufgrund eines Coronafalls im Team aus der Quarantäne zunächst zum erneuten Pausieren verdammt. Mitte Dezember durften die Grün-Weißen dann nochmal um Punkte spielen. So richtig zufrieden sind die Homburger, die an diesem Samstag nach der kurzen Pause schon wieder ins Training einsteigen, mit der bisherigen Ausbeute allerdings nicht

14 von 42 Spieltagen in der Mammut-Liga hat der FCH absolviert. Mit fünf Punkten Rückstand auf die beiden Spitzenteams SC Freiburg II und TSV Steinbach-Haiger ist für den derzeit Siebten aber noch alles drin. „Der Tabellenplatz ist für mich uninteressant. Ich schaue auf die Punkte.“ Und da stehen die Grün-Weißen bei 25 Zählern. Der FCH-Trainer hätte sich den ein oder anderen mehr gewünscht. „Da fehlen schon einige Punkte“, bekennt Mink – vor allem gegen Teams aus dem unteren Drittel hat der FCH Zählbares liegen lassen. So auch kurz vor Weihnachten beim 2:2 gegen den FC Bayern Alzenau. Mit 2:0 lag der FCH schon in Führung, ehe er durch fahrlässige Fehler den Gegner zurück ins Spiel kommen ließ. Schwach spielte Homburg bei Schott Mainz auf. Die Mainzer, die tief im Abstiegskeller stecken, zogen dem FC Homburg mit 3:0 den Zahn.

Der Punkteschnitt von Mink liegt bisher bei 1,78 Zählern. In der vergangenen, aufgrund von Corona abgebrochenen Saison hatte sein Vorgänger Jürgen Luginger in 23 Spielen 46 Zähler auf dem Konto und damit einen Schnitt von 2,0 Punkten. Bei seinem Amtsantritt betonte Mink, dass dieser Punkteschnitt, an dem er sich werde messen müssen, „schon ganz beachtlich“ war.

Erheblich gesteigert hat sich die Offensive des FCH in der bisherigen Saison. Immerhin 31 Tore stehen auf dem Konto. In der zurückliegenden Runde standen in 23 Spielen 42 erzielte Treffer in der Bilanz. Steigerungsfähig ist aber weiterhin die von Mink häufig bemängelte Chancenverwertung. Ein besseres Punkteverhältnis versemmelte aber auch die bisherige Defensivarbeit. Daher liege in der nur einwöchigen Vorbereitung darauf auch der Fokus Die Abgänge mit Innenverteidiger Kevin Maek und Außenverteidiger Maurice Neubauer sind – durch Ivan Sachanenko, Jannis Reuss (Innenverteidigung) und Philipp Schuck (Außenverteidiger) – nur schwer zu ersetzen. Serkan Göcer, der Tim Stegerer auf der rechten Abwehrseite teilweise vertrat, fällt nach einem Kreuzbandriss aus. So stehen beim FCH aus 14 Partien 19 Gegentreffer zu Buche, Nur drei Mal blieben die Grün-Weißen ohne Gegentor (3:0 gegen VfB Stuttgart, 1:0 beim KSV Hessen Kassel, 4:0 beim TuS Rot-Weiß Koblenz). Seit sechs Spielen warten die Homburger darauf, die Null stehen zu haben. Nachdem Christian Telch für das defensive Mittelfeld nicht mehr zur Verfügung steht, weil er aus beruflichen Gründen seinen Vertrag Ende Oktober aufgelöst hatte, ist Mathias Mink noch auf der Suche nach einem Spieler für den Defensivbereich.

 Im offensiven Mittelfeld konnten Mart Ristl, Philipp Hoffmann (bisher sechs Treffer) und auch Marco Hingerl über weite Strecken überzeugen. Im Angriff fehlte es den Stürmern Damjan Marceta, Patrick Dulleck (fünf Treffer) und Marcel Carl an Konstanz.

„Es gibt keine überragende Mannschaft in dieser Saison, wie in den vergangenen beiden Jahren mit dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Saarbrücken, die mit großem Vorsprung die Tabelle anführten.“ Da auch Spitzenteams wie Kickers Offenbach (zuletzt zwei Pleiten in Folge), der SC Freiburg II (nur ein Punkt aus den letzten beiden Heimspielen), die SV Elversberg und der TSV Steinbach-Haiger immer wieder Punkte liegen lassen, kann der FC Homburg mit seinem Rückstand noch nach oben schauen. Allerdings wäre es für den FC Homburg wichtig, gut in das neue Jahr zu starten.

Denn gleich im Januar geht es mit einem straffen Programm in die Schlussphase der Hinrunde. Die für den FCH entscheidend werden kann. In den Heimspielen gegen den SC Freiburg II, Kickers Offenbach und SSV Ulm könnte die Mink-Elf mit Siegen Boden auf diese Teams gut machen. Zudem folgen noch Heimpartien gegen die Mittelfeldteams Bahlinger SC, mit dem der FCH schon am 9. Januar starten wird, und die TSG Balingen. Hier sind jeweils drei Punkte Pflicht, ehe der FC Homburg die Vorrunde beim Spitzenteam TSV Steinbach-Haiger am 2. Februar beenden wird. Spätestens nach diesen sieben Partien innerhalb von vier Wochen wird der FC Homburg sehen, wohin die Reise in der Restsaison gehen kann.