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Fußball-Regionalligist FC Homburg startet bei Rot-Weiß Koblenz

Fußball-Regionalligist FC Homburg : Ristl geht mit viel Zuversicht in die Saison

Der neue Kapitän des FC Homburg steigt am Samstag mit seinem Team bei Rot-Weiß Koblenz in die Saison der Fußball-Regionalliga Südwest ein. Mit großen Ambitionen.

Die Laune ist gut beim FC Homburg. Nach sechs erfolgreichen Vorbereitungswochen ist die Vorfreude groß auf den Saisonstart. Bei diesem wird sich am Samstag ab 14 Uhr im Stadion Oberwerth beim FC Rot-Weiß Koblenz zeigen, ob der neu formierte Kader des Fußball-Regionalligisten als spielerische Einheit so gut funktioniert, dass auch tatsächlich ein besserer Start gelingt als in der Vorsaison. Um damit auch den Grundstein für die erhofften Ziele zu legen. Die hoch sind.

Mit dazu beitragen, dass der FC Homburg dieses Mal ganz oben in der Liga mitmischen kann, will Mart Ristl, der in eine neue Rolle geschlüpft ist. Als Mannschaftskapitän soll Ristl, der seit zwei Jahren für die Grün-Weißen aufläuft, das Team auf dem Feld führen. „Für mich ist es schon eine Herausforderung, auch als Teamleader Verantwortung zu übernehmen“, sagt der 26-Jährige, der meist auf der Sechser-Positon zu finden ist. Er habe sich schon gefreut, dass das Trainerteam ihn zum neuen Spielführer bestimmt hat. Stellvertreter von Ristl ist Markus Mendler. Neben diesen beiden Säulen gehören die Neuzugänge Lukas Hoffmann, Jose Matuwila und Fanol Perdedaj zum Spielerrat.

Ristl sieht die Mannschaft vor dem Auftakt gut vorbereitet. „Sicherlich wird sich nun erst in Koblenz zeigen, wie weit wir unsere neue Mannschaft schon eingespielt haben.“ Die neun Siege in den neun Vorbereitungspartien – ausschließlich gegen Teams unter Regionalliga-Niveau – haben für den Mittelfeldspieler allerdings keine all zu große Aussagekraft. „Es wurde viel probiert und getestet. Nun gilt es in der Regionalliga zu zeigen, dass wir in der Lage sind, ein ernstes Wort um den Titel mitzusprechen. Ich glaube fest daran, dass wir ganz oben mitspielen können.“ Ein guter Start in die Saison wäre dabei schon wichtig, erinnert sich Ristl nur ungern an die vergangene Saison, als der FC Homburg mit nur zwei Punkten aus den ersten fünf Spielen sehr schwach gestartet war.

Doch auch Trainer Timo Wenzel ist guter Dinge, dass das in diesem Jahr anders laufen wird. „Wir sehen optimistisch auf das erste Punktspiel“, erklärt der 44-Jährige, der den Testspielerfolgen ebenfalls keine große Bedeutung beimisst: „Ernst wird es erst in Koblenz.“ In welcher Spielform der FC Homburg im Stadion Oberwerth antreten wird, wollte der Coach nicht verraten. „Wir sind flexibler aufgestellt, können mit 4-4-2 oder 4-3-3 auflaufen. Dafür habe ich im Kader auch entsprechend Spieler, die auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden können“. In den letzten Vorbereitungsspielen fiel auf, dass Wenzel mit einer Vierer-Abwehrkette, einem Vierer-Mittelfeld und zwei Stürmern scheinbar offensiver auftreten lässt als in der Vorsaison. „Es kommt auch darauf an, wie der Gegner aufgestellt ist. Dementsprechend werden wir formationsmäßig reagieren“, ist Wenzel froh über die größere Flexibilität.

Fabian Eisele, der im letzten Test gegen Haguenau wegen einer Schulterblessur pausierte, scheint wieder fit zu sein. Wenzel: „Er hat zwar noch etwas Schmerzen, kann aber auflaufen.“ Eisele und der weitere Neuzugang David Hummel sollten in Koblenz als Doppelspitze für Torgefahr der Grün-Weißen sorgen. Im Mittelfeld sind Markus Mendler, Mart Ristl, Joel Gerezgiher und Fanol Perdedaj wohl gesetzt. Ein kleines Fragezeichen steht aber noch hinter dem Einsatz von Perdedaj, der am Mittwoch im Training einen Schlag auf die Wade erhielt. Wenzel zeigte sich am Donnerstag bei der Spieltags-Pressekonferenz jedoch zuversichtlich, dass er den 31-jährigen Mittelfeldspieler, der von den Würzburger Kickers zum FCH kam, einsetzen kann. In der Abwehr werden Lukas Hoffmann oder Michael Heilig sowie Jose Matuwila in der Innenverteidigung erwartet. Die Außen dürften Tim Steinmetz und Tim Stegerer bilden. Im Tor wird David Salfeld als Nummer eins stehen. Auch wenn Wenzel vor dem Auftakt beim FC RW Koblenz diese Formation nicht bestätigen wollte. „Meine erste Elf steht fest“, sagte er, mehr wollte er aber nicht verraten.

An das Auswärtsspiel in Koblenz aus der Vorsaison erinnern sich die Grün-Weißen nur ungern zurück. Am dritten Spieltag kassierte der FCH eine 0:4-Klatsche. „Wir haben hier was gut zu machen und werden die Koblenzer mit Sicherheit nicht unterschätzen.“ Wie beim FC Homburg gab es auch bei dem Gegner einen gewaltigen Umbruch im Kader. 19 Abgängen standen 17 Neuzugänge gegenüber. Neu ist mit Oliver Reck, dem einstigen Bundesliga-Torwart von Werder Bremen und FC Schalke 04, auch der Trainer. „Wir werden sehen, wie Koblenz gegen uns auftritt“, sieht sich Wenzel für alle Fälle „gut gerüstet“ für das erste Punktspiel der neuen Saison. In dem ein Sieg her soll – durch den die Laune auch weiter gut bleiben würde.