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Fußball-Regionalligist FC Homburg mit Lucky Punch gegen Bahlinger SC

Fußball-Regionalligist FC Homburg : „Wir werden jetzt nicht abheben“

Der Fußball-Regionalligist FC Homburg feiert mit dem späten 1:0 gegen den Bahlinger SC den fünfen Sieg in Serie. Daniel Di Gregorio erlöste sein Team vor heimischer Kulisse in der Nachspielzeit. Rot für Dulleck.

Dienstagabend, Homburger Waldstadion: Es lief bereits die dritte Minute der Nachspielzeit beim Stand von 0:0 zwischen dem FC Homburg und dem Bahlinger SC, als Loris Weiß für den Gastgeber einen Eckball vor das Tor bringt. FCH-Innenverteidiger Daniel Di Gregorio, der am Vortag 30 Jahre alt wurde, köpfte zum späten 1:0-Sieg ein. Dieser kaum mehr zu erwartende Treffer ließ die Dämme auf den Rängen bei den 1100 Zuschauern und auf dem Rasen brechen. Torschütze Daniel Di Gregorio lag nach seinem Treffer auf dem Feld, von einer Spielertraube fast erdrückt. Durch diesen fünften Sieg in Folge für das Team von Trainer Timo Wenzel haben sich die Grüne-Weißen nach dem schwachen Saisonstart auf Rang sechs vorgearbeitet.

 „Es war ein tolles, ein sehr gutes Spiel, das die Zuschauer gegen einen sehr starken Bahlinger SC gesehen haben. Meine Mannschaft hat alles gegeben, bis zur letzten Sekunde um den Siegtreffer gekämpft – und schließlich wurde sie auch für ihren bedingungslosen Einsatz belohnt“, freute sich der Homburger Trainer über diesen Dreier. Die schlechte Startphase mit nur zwei Punkten aus fünf Spielen und der Roten Laterne sind fast vergessen. „Wir waren zu diesem Zeitpunkt auch nicht so schlecht, wie es der Tabellenstand aussagte. Umgekehrt, werden wir nun auch nicht abheben, auf Wolke Sieben schweben, denn es ist auch nicht alles gut – trotz der fünf Siege in Folge.“ Mahnende Worte des Trainers und ein Appell an seine Jungs, weiter täglich in den Einheiten zu arbeiten, um sich weiter zu verbessern.

Bahlingen hielt die Partie zuvor auch offen. Die Gäste hatten in der ersten Halbzeit durch Hasan Pepic (Latte, 17. Minute) die beste Möglichkeit, während der FC Homburg – bei dem für den angeschlagenen Jonas Scholz Loris Weiß in die Startelf rückte - durch Patrick Dulleck zwei gute Möglichkeiten besaß. So musste Gästetorwart Marvin Geng bei einem Seitfallzieher von Dulleck aus wenigen Metern (20.) auf der Hut sein. In der zweiten Hälfte hielt David Salfeld gegen Hasan Pepic (54.) die Null für die Homburger.

In der 67. Minute wurde es vogelwild auf dem Rasen. Bahlingens Yiber Lokaj streckte im Mittelfeld Dulleck mit einem rüden Foul nieder. Dulleck, der festgehalten wurde, riss sich barsch los. Danach spielten sich tumultartige Szenen ab, bei denen alle Spieler – auch von der Bank – an einer Rudelbildung beteiligt waren. Homburgs Dulleck und Bahlingens Lokaj sahen im Anschluss die Rote Karte. „Ich konnte diese Szene, die zum Platzverweis führte, nicht sehen, weil viel zu viele Spieler dazwischen standen“, erklärte Wenzel. Danach ging es Zehn gegen Zehn weiter.

In der 74. Minute hatte der FC Homburg Glück, dass ein Freistoß von Pepic auf die Latte fiel. Drei Minuten später hatte der FCH seine erste und beste Möglichkeit in der zweiten Halbzeit, selbst in Führung zu gehen. Weiß lief alleine auf das Bahlinger Tor zu. Aber dann versprang ihm der Ball – die Chance zur 1:0-Führung war vertan. Während kaum mehr einer auf den Rängen daran glaubte, fiel dann doch noch der Siegtreffer in der dritten Nachspielminute. Daniel Di Gregorio machte sich mit seinem Kopfballtor zum 1:0-Sieg selbst nachträglich das schönste Geburtstagsgeschenk. „Es war klar, dass die starke Mannschaft des Bahlinger SC sehr gut in der Abwehr stehen wird. Es war Geduld angesagt. Es war ein offenes Spiel, bei dem wir auch Glück hatten“, gibt der Torschütze des Abends zu. Auch FCH-Trainer Timo Wenzel sprach von einem glücklichen Erfolg für sein Team gegen eine Topmannschaft. „Es ging Schlag auf Schlag, mit einigen Torchancen auf beiden Seiten.“ Die Partie sei vollkommen ausgeglichen gewesen.

Nun geht es für den FC Homburg am Samstag um 14 Uhr bei der TSG Balingen weiter. Gelingt dem FCH hier der sechste Sieg in Folge, kann er sich erst einmal im oberen Tabellendrittel festbeißen.