Fußball-Regionalligist FC Homburg Über die Defensive zum ersten Heimerfolg?

Homburg · Fußball-Regionalligist FC Homburg will den Schwung aus dem ersten Saisonsieg in Bahlingen mitnehmen und am Freitagabend gegen den FSV Frankfurt nachlegen.

 Patrick Weihrauch, der neue offensive Mittelfeldmann des FC Homburg, will bei seinem neuen Club viel Spielpraxis sammeln.

Patrick Weihrauch, der neue offensive Mittelfeldmann des FC Homburg, will bei seinem neuen Club viel Spielpraxis sammeln.

Foto: Markus Hagen

Nach dem Befreiungsschlag durch den ersten Saisonsieg beim Bahlinger SC (1:0) peilt der FC Homburg nun den ersten Heimsieg der Runde an. Gegen den FSV Frankfurt soll seine Mannschaft am Freitagabend (19 Uhr) im Waldstadion an die Leistung der Vorwoche, als sie im sechsten Punktspiel der Runde erstmals ohne Gegentor blieb, anknüpfen, betont Coach Danny Schwarz.: „Mit der Leidenschaft, mit der wir dort in der Defensive arbeiteten, soll dies nun im eigenen Stadion weitergehen.“ Nach der mageren Bilanz in den bisherigen drei Heimpartien mit zwei Unentschieden und einer Niederlage sollen nun gegen den Tabellennachbarn drei Punkte her, damit sich der derzeit 13. weiter nach oben arbeiten kann.

„Der FSV ist trotz der Niederlagen zuletzt zu beachten“, sagt der FCH-Cheftrainer. Der Gegner habe aktuell ein sehr großes Verletzungslager zu beklagen, sei also von der Aufstellung her schwer einzuschätzen. Kein Unbekannter für die Grün-Weißen ist José Matuwila, der in der vergangenen Saison noch für Homburg spielte. Schwarz: „Ich will mich aber nicht zu sehr mit dem Gegner beschäftigen, sondern auf uns schauen. Auf der Defensive liegt unsere ganze Konzentration. Wir wollen nicht wieder einem Rückstand hinterherlaufen, wie in den bisherigen Heimspielen.“ Und im Angriff sei sein Team immer für ein Tor gut, so Schwarz.

Personell gibt es keine großen Veränderungen. Teamkapitän Felix Weber, der in Bahlingen wegen muskulärer Probleme vorzeitig den Platz verlassen musste, sei wieder voll im Training. Dafür wird Angelos Stavridis wegen einer Oberschenkelzerrung neben den Langzeitverletzten Tim Stegerer, Lukas Hoffmann, Mart Ristl und Jakob Mayer nicht zur Verfügung stehen.

„Drei Punkte gegen Frankfurt würden unser Selbstvertrauen steigern“, ist sich Schwarz sicher. Spielerisch, so ist es auch dem Homburger Trainer klar, müsse sich seine Elf steigern, um mehr Punkte einzufahren. So sieht es auch der jüngste Neuzugang der Grün-Weißen: Patrick Weihrauch wurde kurz vor Transferschluss für ein Jahr verpflichtet, nachdem er bei seinem letzten Verein Dynamo Dresden keinen Vertrag mehr erhalten hatte. 94 Zweitligaspiele unter anderem für Arminia Bielefeld, 33 Partien in der 3. Liga und über 100 in der Regionalliga Bayern stehen in der Bilanz des offensiven Mittelfeldspielers. In Dresden absolvierte der 29-Jährige in der vergangenen Saison alle Hinrundenspiele. In der Winterpause erhielt er die für ihn überraschende Nachricht von Dynamo-Sportchef Ralf Becker, dass er den Verein sofort verlassen könnte. „Ich sollte kaum noch Einsatzzeiten bekommen, auch weil man für meine Positionen andere Spieler vorziehen würde“, erzählt Weihrauch. Ein neuer Verein fand sich nicht. So blieb er in Dresden, bekam aber zehn Monate lang keine Spielpraxis. Weihrauch bekam weder bei Dynamo noch bei einem anderen Verein einen neuen Kontrakt, bis sich Danny Schwarz bei ihm meldete. Nachdem Mart Ristl wegen seiner Adduktorenverletzung noch einmal operiert werden musste und noch länger ausfällt, brauchten die Saarländer Verstärkung. Schwarz erinnerte sich an Weihrauch, den er aus seiner Trainertätigkeit in der Jugend des FC Bayern kannte.

„Patrick ist ein sehr starker Offensivspieler. Er kann auf der 8er- und 10er-Position spielen. Wenn er genügend Spielpraxis sammelt, kann er sehr wichtig für uns werden“, erklärt Schwarz. Nach einem Kurzeinsatz gegen Schott Mainz, wurde Weihrauch in Bahlingen schon für 22 Minuten eingewechselt. Fast hätte er zum 1:0 eingeschossen, traf aber aus günstigster Position (70.) den Ball nicht richtig. „Für mich geht es darum, möglichst viel Einsatzzeit zu bekommen, um wieder in den Spielrhythmus zu kommen“, sagt der 29-Jährige. Die genaue Position im Mittelfeld sei ihm dabei egal. „Ich spiele dort, wo mich der Trainer hinstellt!“

„Wie viele Minuten Patrick Weihrauch am Freitagabend gegen den FSV Frankfurt bekommen wird, ist offen. „Wichtig ist, dass wir den nächsten Sieg landen, um uns weiter nach oben orientieren zu können.“ Danny Schwarz erhofft sich mit einer spielerischen Steigerung den ersten Heimsieg der Saison. ,,Der wäre wichtig, auch mit Blick auf das folgende Spiel.“ Da wartet auf die Homburger beim Tabellenführer VfB Stuttgart II kommende Woche eine richtige schwere Aufgabe. „Es gibt aber keine einfachen Aufgaben oder Gegner in der Regionalliga Südwest“, betont Weihrauch vor dem Duell gegen den FSV Frankfurt.