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Fußball-Regionalliga Südwest: FC Homburg zu Gast beim VfB Stuttart II

Fußball-Regionalliga Südwest : FCH braucht mehr Konstanz und etwas Glück

Am Sonntag geht’s für die Grün-Weißen bei der U21 des VfB Stuttgart um die Rückkehr in die Erfolgsspur.

Schnee, Frost und Corona wirbeln den Spielplan der Fußball-Regionalliga Südwest gehörig durcheinander. Sieben der insgesamt elf angesetzten Partien des 23. Spieltages wurden bereits am Donnerstagnachmittag abgesetzt. Während die Partie FC Bayern Alzenau gegen den FSV Frankfurt wegen mehrerer Corona-Fälle beim FSV nicht stattfinden kann, sind bei den anderen betroffenen Clubs zurzeit die Plätze unbespielbar. Die Begegnung des FC Homburg am Sonntag, 14 Uhr, im Robert-Schlienz-Stadion bei der U21 des VfB Stuttgart soll dagegen angepfiffen werden. Eine Rasenheizung sorgt hier für eine bespielbare Fläche.

Nachdem die Homburger am Mittwoch ihr Heimspiel gegen Kickers Offenbach wegen schneeweißen Rasens im Waldstadion erneut nicht austragen konnten, musste Trainer Matthias Mink in der Vorbereitung auf das Sonntagsspiel improvisieren. So mussten seine Spieler am Mittwoch auf der Haupttribüne „Treppenlaufen“. Am Donnerstag ging es in die Soccerhalle nach Kaiserslautern. Schwierige äußere Umstände, mit denen aber nicht nur der FC Homburg klar kommen muss, der nach nur neun Punkten aus den letzten neun Spielen als Neunter im Mittelfeld feststeckt. So zählt für das Mink-Team am Sonntag bei der U21 des VfB, die der FCH im Hinspiel klar mit 3:0 geschlagen hatte, nur ein Sieg.

„Inzwischen ist aber viel passiert. Die U21 des VfB Stuttgart ist nicht mit der Elf von damals zu vergleichen“, verweist der FCH-Trainer auf viele personelle Veränderungen im Team des Gegners. Die Schwaben haben sich inzwischen auf Platz acht vorgearbeitet. So spielen einige Talente der U19 inzwischen im Regionalligateam, wie der erst 17-jährige Stürmer Mohamed Sankoh, der in den vergangenen Wochen mit vier Treffern auf sich aufmerksam machte. In der Abwehr mit Ex-Bundesligaprofi Holger Badstuber haben sich die Stuttgarter stabilisiert. Und im Angriff zeigte sich der VfB mit einem 8:1 gegen Schott Mainz, einem 5:1 bei Schlusslicht Eintracht Stadtallendorf und zuletzt einem klaren 4:0 bei Hessen Kassel in Torlaune. „Diese Zahlen zeigen auf, was uns am Sonntag erwartet“, betont Mink. Um aus dem Stuttgarter Robert-Schlienz-Stadion nicht mit leeren Händen zurückzukehren, bedürfe es einer hochkonzentrierten Leistung über 90 Minuten, sowohl in der Defensivarbeit als auch in der Offensive.

 Mink hält sich zur angedachten Startformation bedeckt. „Möglich ist, dass wir mit der gleichen Elf beginnen, mit der wir gegen Gießen spielten.“ Serkan Göcer (Kreuzbandriss), Janis Reuss (Muskelzerrung), Tim Stegerer (muskuläre Probleme), Ivan Sachanenko (Kapselriss Sprunggelenk) und Maurice Springfeld (Schulter) fallen aus.

Luca Plattenhardt wird am Sonntag mit Sicherheit wieder auf der rechten Außenverteidiger-Position für die Grün-Weißen in Stuttgart auflaufen. Er gehört zum Stammpersonal des Tabellenneunten. In 19 von 20 Spielen stand der 23-Jährige für den FCH auf dem Platz. Auch Plattenhardt ist mit dem bisherigen Abschneiden der Grün-Weißen nicht einverstanden: „Wir haben uns sicherlich viel mehr ausgerechnet. Mit der Punktausbeute und dem derzeitigen Platz liegen wir schon um einiges hinter den gesteckten Zielen zurück“, sagt der Außenverteidiger, der seit Juni 2018 bei den Homburgern unter Vertrag steht.

„Leider versäumen wir es immer wieder, aus unserem Potenzial Kapital zu schlagen und die Spiele zu unseren Gunsten zu entscheiden. Wir beherrschen die Gegner oder sind zumindest gleichwertig, belohnen uns aber dann nicht mit den entsprechen Punktgewinnen.“ Jüngste Beispiele: „Beim TSV Steinbach Haiger waren wir gleichwertig, haben die ganz wenigen Angriffe des TSV aber nicht sauber verteidigt. Gegen den FC Gießen hätten wir höher als 1:0 führen müssen, stattdessen kassieren wir aus dem Nichts den Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand.“ Es fehle die Konstanz in seiner Mannschaft über 90 Minuten. „Eine gute Halbzeit gegen den FC Gießen oder 20 Minuten in Herborn gegen Steinbach reichen halt nicht, um Spiele positiv zu entscheiden.“ Allerdings fehle seiner Mannschaft durchaus auch mal das Spielglück, wie bei dem nicht gegebenen klaren Handelfmeter im jüngsten Heimspiel gegen Gießen. Gegen Stuttgart II hofft Plattenhardt auf einen Dreier. Doch auch er verweist auf die aufsteigende Form des kommenden Gegners: „Die Stuttgarter sind inzwischen längst gefestigt und haben in den vergangenen Wochen mit starken Resultaten aufhorchen lassen. Es bedarf schon einer starken Gesamtleistung über 90 Minuten von uns, wenn wir hier was holen wollen.“