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Fußball-Regionalliga Südwest: FC Homburg empfängt FSV Mainz 05 II

Fußball-Regionalliga Südwest : Wenzel fordert „ganz andere Einstellung“

Der Trainer des FC Homburg möchte mit einem Sieg gegen den FSV Mainz II makellose Heimbilanz wahren.

Während Timo Wenzel weiter auf den ersten Auswärtssieg mit dem FC Homburg warten muss, soll zumindest die Heimbilanz unter seiner Trainerregie makellos bleiben. Die nächste Hürde heißt hier FSV Mainz 05 II. Den Tabellenelften der Fußball-Regionalliga Südwest empfangen die Grün-Weißen am Dienstagabend, 18 Uhr, im Homburger Waldstadion.

„Wir müssen uns allerdings in allen Bereichen erheblich steigern, wenn wir gegen eine mit vielen jungen Talenten und erfahrenen Spielern gut besetzte U21 aus Mainz die drei Punkte behalten wollen“, blickt Wenzel auf die jüngsten beiden Partien seiner Mannschaft zurück. Trotz eines 3:1-Sieges gegen den FC Astoria Walldorf und einem glücklichen 1:1 beim VfR Aalen in der Ostalb, zeigt sich der 43-Jährige mit den Auftritten seiner Elf alles andere als einverstanden. „Wir können viel mehr. Von der taktischen Einstellung bis hin zum spielerischen Vermögen stimmte in den beiden letzten Partien nicht viel.“ Mehr oder weniger glücklich habe sein Team gegen Walldorf gewonnen und in Aalen einen schmeichelhaften Zähler mit nach Hause genommen. „Wir müssen 100 Prozent zeigen, um gegen die Mainzer zu gewinnen.“ Den FSV, der nur vier Punkte weniger auf dem Konto hat als der FCH, erwartet Wenzel mit einem ähnlichen Spielsystem wie es zuletzt auch Aalen zeigte. Aus diesem Spiel müssten die Homburger die entsprechenden Lehren ziehen.

Für Verwunderung sorgte am Samstag die Personalie Patrick Dulleck. Nicht, weil er auf dem Spielfeld positiv auffiel, sondern, weil er in der Ostalb-Arena in Aalen nicht einmal im Kader stand. Nach einem Gespräch zwischen Coach Timo Wenzel und dem Stürmer war dieser für die letzte Partie nicht berücksichtigt worden. „Wir haben über 20 Spieler im Kader. Er ist halt nicht dabei gewesen“, sagt der Trainer. Ob Dulleck, der auch mit früheren FCH-Trainern bereits Meinungsverschiedenheiten hatte, nun gegen den FSV Mainz 05 zumindest in den Kader zurückkehren wird, ließ der Coach offen.

Für das anstehende Heimspiel am Dienstagabend wird Timo Wenzel seine Startelf gegenüber der Partie in Aalen aber auf alle Fälle erneut verändern. Zum einen weil einige Spieler aus der Startformation am Wochenende nicht überzeugten, zum anderen fallen Spieler aus. Mannschaftskapitän Patrick Lienhard ist gesperrt. Der Mittelfeldspieler sah in Aalen seine zehnte gelbe Karte. Ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Philipp Schuck. Der Außenverteidiger klagte über Probleme mit der Achillessehne und dem Sprunggelenk. „Wir müssen sehen, wie weit er am Dienstag ist“, erklärt Wenzel. Sollte Schuck ausfallen, wäre wohl Loris Weiß die erste Option für diese Position, weil Jonas Scholz aufgrund seiner Corona-Quarantäne weiter nicht zur Verfügung steht. Maurice Springfeld (Schulter) und Serkan Göcer (Kreuzbandriss) fallen weiterhin aus. Sie befinden sich im Trainingsaufbau. Mart Ristl hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen. Nach langer Verletzungspause wegen eines Adduktorenabrisses ist Außenverteidiger Tim Stegerer zwar seit zehn Tagen wieder voll im Mannschaftstraining dabei. Für eine Berücksichtigung ins Spieltagsaufgebot sei es zuletzt aber noch zu früh gewesen, so der Homburger Trainer.

Trotz der Ausfälle gehe es für den FC Homburg gegen die Mainzer darum, möglichst an ihr Leistungsoptimum heranzukommen. „Die drei Punkte wollen wir natürlich im Waldstadion behalten. Aber wir müssen mit einer ganz anderen Einstellung in die 90 Minuten gehen, als zuletzt“, fordert der Trainer. Das Hinspiel im alten Mainzer Bruchwegstadion endete übrigens 1:1. Nach zehn Minuten lief der FC Homburg einem 0:1-Rückstand hinterher. Das soll dem Wenzel-Team am Dienstagabend nicht passieren.