Fußball-Regionalliga Homburg erwartet mitspielende Offenbacher

Homburg · Nach dem Sieg gegen Kassel erwartet FCH-Trainer Wenzel durch spielstarke Offenbacher eine bessere Leistung seines Teams.

FCH-Kapitän Mart Ristl (vorne) fordert von seiner Mannschaft zwei starke und konstante Halbzeiten, um bei den Offenbacher Kickers drei Punkte holen zu können.

FCH-Kapitän Mart Ristl (vorne) fordert von seiner Mannschaft zwei starke und konstante Halbzeiten, um bei den Offenbacher Kickers drei Punkte holen zu können.

Foto: Markus Hagen

Fußball-Regionalligist FC Homburg ist gegen Schlusslicht Hessen Kassel unter der Woche noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Durch eine starke zweite Halbzeit haben die Saarpfälzer sich selbst vor einer Blamage bewahrt und den 0:2-Rückstand zur Pause in einen 3:2-Heimsieg gedreht. Nun reist die Wenzel-Elf am Samstag zum Spitzenspiel der Regionalliga nach Hessen zu den Kickers Offenbach (14 Uhr). Die Hessen sind als Titelanwärter in die Saison gegangen, doch bisher konnten die Kickers diese Erwartungen nicht erfüllen.

Für uns ist es mal gut, dass jetzt ein Gegner kommt, der auch Fußball spielen, der mitspielen will“, blickt FCH-Trainer Timo Wenzel auf die Partie am legendären Bieberer Berg. Dass seine Elf gegen Kassel gute Moral bewiesen hat, würdigt Wenzel auch zwei Tage später als bemerkenswerte Leistung. Schwache bis ganz schwache Halbzeiten, wie im Heimspiel gegen Aalen, in Freiberg (0:2-Niederlage) oder nun am Dienstag gegen Kassel blendet er aus. „Ich nehme nur das Positive aus dieser Partie mit. Fakt ist, dass wir das Spiel mit einer starken Leistung in der zweiten Halbzeit gedreht haben“, sagte der Übungsleiter bei der Pressekonferenz vor dem Offenbach-Spiel. Die Frage, weshalb seine Mannschaft erst nach einem „Donnerwetter“ in der Halbzeitpause aufwacht, ließ Wenzel unbeantwortet.

Viel Unruhe ist bei den Kickers Offenbach sichtbar. OFC-Trainer Alexander Schmidt steht bei den Fans massiv in der Kritik. Kein Wunder liegt doch der Titelaspirant Offenbach bereits acht Punkte hinter Spitzenreiter Ulm. Drei Heimsiegen gegen Hoffenheim II, FSV Frankfurt und Aalen, stehen bei den Kickers einer mageren Auswärtsbilanz gegenüber: Aus vier Spielen holten die Hessen nur zwei Punkte. Auch OFC-Trainer Schmidt redet den bisherigen Saisonverlauf schön: „In allen Spielen waren wir klar besser, haben aber zu wenig getroffen.“ Bei einer Heimniederlage gegen den FCH dürften die Tage von Schmidt als Trainer am Bieberer Berg gezählt sein.

Timo Wenzel freut sich auf das Spiel in Offenbach. „Wir brauchen schon einen guten Tag, um hier was zu holen“, sagt der FCH-Cheftrainer. Dafür muss allerdings die Leistung seiner Elf über die gesamte Spielzeit stimmen. So sieht es auch FCH-Kapitän Mart Ristl: „So eine desolate erste Halbzeit, wie gegen Kassel, darf uns in Offenbach nicht passieren. Sonst ist die Begegnung für uns verloren.“ Soll heißen: 90 Minuten Homburger-Vollgas, um mit drei Punkten den Anschluss an Ulm zu halten. Wenzel: „Ich war am Mittwoch beim 1:0-Sieg der Ulmer beim FSV Frankfurt im Stadion, so souverän war das auch nicht.“ Auch Schmidt sah sich den mühsamen Erfolg des Spitzenreiters live in Frankfurt vor Ort an. „Ich bin mir sicher, dass Ulm keinen Durchmarsch macht. Auch sie werden Punkte lassen“, sagte er in der OFC-Pressekonferenz. Das Prinzip Hoffnung beim OFC, doch noch in den Titelkampf eingreifen zu können.

Personell wird Wenzel seine Stammelf mindestens auf einer Position verändern müssen. Luca Plattenhardt sah nach seiner Auswechslung am Dienstag bei einem Gerangel die Gelb-Rote Karte und ist gesperrt. Ob Thomas Gösweiner, der gegen Fulda und gegen Kassel nach seiner Einwechslung für Impulse in der Offensive sorgte, nun eine Chance von Beginn erhält, ließ Wenzel offen. „Ich stelle nach meinen Eindrücken im Training auf“, so Wenzels Antwort auf die Frage, weshalb Gösweiner am Dienstag nicht von Beginn an spielte.