Fußball-Regionalliga Homburg vergibt Sieg in der letzten Minute

Frankfurt · Fußball-Regionalligist FC Homburg kommt in der Partie gegen den FSV Frankfurt nicht über ein Remis hinaus. Das Team von Trainer Wenzel kassiert in Frankfurt den Ausgleich in der Nachspielzeit.

Torschütze Markus Mendler (links) und Kollegen feiern die glückliche 1:0-Führung des FC Homburg beim FSV Frankfurt. Am Ende reichte es aber mit einem 1:1 nur zu einem Punkt für die Grün-Weißen.

Torschütze Markus Mendler (links) und Kollegen feiern die glückliche 1:0-Führung des FC Homburg beim FSV Frankfurt. Am Ende reichte es aber mit einem 1:1 nur zu einem Punkt für die Grün-Weißen.

Foto: Markus Hagen

Bitteres Remis auf der Zielgeraden: So lässt sich das magere 1:1 (0:0) des FC Homburg in seinem letzten Auswärtsspiel vor der Winterpause in der Regionalliga Südwest zusammenfassen. Vor 1200 Zuschauern lagen die Homburger am Samstagnachmittag beim FSV Frankfurt bis zur 91. Minute durch einen Treffer von Markus Mendler (68.) in Führung. Doch dann gelang den Hausherren in einem schwachen Spiel durch Tim Weissmann in der Nachspielzeit doch noch der Ausgleich. Mit dieser Punkteteilung verpasste der FCH die große Möglichkeit, den Abstand auf den Spitzenreiter SSV Ulm (nur 0:0 beim Bahlinger SC) zu verkürzen. Bei einem Sieg in Frankfurt und möglichen zwei Heimsiegen vor der Winterpause (Samstag, 10. Dezember, 14 Uhr gegen die SGV Freiberg und Mittwoch, 14. Dezember, 17 Uhr gegen die TSG Hoffenheim II) wäre Homburg an Ulm bis auf vier Punkte herangerückt.

Homburgs Trainer Timo Wenzel ärgerte sich: „So ein glückliches Tor für Frankfurt in der Nachspielzeit. Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft.“ Der FCH-Cheftrainer sprach von einer guten Leistung seiner Spieler, die den Sieg verdient gehabt hätten. Dieser Meinung ihres Trainers schlossen sich aber nicht alle seine Spieler an an. FCH-Torhüter David Salfeld: „Klar, ist es ärgerlich, wenn man so kurz vor dem Abpfiff noch den Ausgleich kassiert und damit zwei wichtige Zähler abgeben muss, aber ehrlich gesagt, das Unentschieden ging nach den 90 Minuten irgendwie doch in Ordnung.“ Während Wenzel davon sprach, wie wichtig diese drei Punkte mit Blick auf die Tabellenspitze gewesen wären, erklärte Außenverteidiger Tim Steinmetz: „Wenn man die gesamten Spielzeit berücksichtigt, ist es ein gerechtes Remis, wenn wir auch gerne die drei Punkte mit nach Hause genommen hätten.“

Die Zuschauer in der Frankfurter PSD Bank Arena sahen ein ganz schwaches Regionalligaspiel auf schwer bespielbarem und sehr rutschigen Rasen. Torraumszenen blieben über 90 Minuten Mangelware. Fehler im Spielaufbau und viele Fehlpässe prägten das Geschehen, das über weite Strecken als langweiliger Kick zu klassifizieren war. Erste Aufregung im Strafraum der Frankfurter erst in der 23. Minute. Manuel Reutter hatte den Homburger David Hummel leicht getroffen. Doch der Elfmeterpfiff blieb aus. Auf der Gegenseite prüfte Jihad Boutakhrit aus 20 Metern David Salfeld. Das war auch die einzige nennenswerte Offensivaktion der Gastgeber in der ersten Hälfte, während Wenzel sich fünf Minuten vor dem Pausenpfiff gleich zweimal ärgerte. Gleich zwei dicke Chancen, die einzigen im ersten Spielabschnitt ließen seine Spieler aus. Zunächst scheiterte David Hummel (40.) aus zwölf Metern am Frankfurter Torhüter Omer Hanin und den Abpraller vergab Markus Mendler zur möglichen Pausenführung des FCH.

Einfallslos im Spielaufbau präsentierten sich auch nach dem Seitenwechsel sowohl Frankfurt, als auch Homburg, der gegenüber dem  2:0-Heimsieg über den FC Rotweiß Koblenz in unveränderter Aufstellung auftrat. Eher zufällig und auch nach dem Spielverlauf vollkommen überraschend ging Homburg in der 68. Minute aus dem Nichts plötzlich in Führung. Eine Hereingabe von Joel Gerezgiher sprang Markus Mendler ans Knie und von hier ins Frankfurter Tor. 1:0 für die Gäste aus Homburg, die aber dann noch weniger nach vorne spielten, um den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Frankfurt bemühte sich zwar um den Ausgleich, aber es gelang ihn kaum für Gefahr vor dem Homburger Kasten zu sorgen. Timo Wenzel wechselte in den letzten zehn Minuten ganze vier Mal aus. Brachte er damit nicht seine Mannschaft etwas in Unordnung? Wenzel: „Ganz klar nein. Fanol Perdedaj hatte Schmerzen mit einer Rippe und auch Hummel war angeschlagen.“ Unterm Strich bleibt jedenfalls der Eindruck, das Homburg zwei Punkte auf der Zielgeraden verschenkt hat. Glück nur das Ulm beim Bahlinger SC ebenfalls Punkte abgegeben hat.

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