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Fußball-Regionalliga: FC Homburg im letzten Saison-Heimspiel gegen Bayern Alzenau

Fußball-Regionalligist FC Homburg : Marceta will „noch effektiver“ werden

Fußball-Regionalliga Südwest: Der FC Homburg empfängt im letzten Saison-Heimspiel Absteiger Bayern Alzenau. Kommt Mendler vom 1. FC Saarbrücken?

Elf Treffer hat Damjan Marceta in der laufenden Runde für den FC Homburg bereits erzielt. Gerade in den letzten Spielen stand der Stürmer häufig im Blickpunkt und in der gesamten Saison auch für spektakuläre Treffer. So knallte der 27-jährige Serbe beim 3:1-Heimsieg gegen den TSV Steinbach-Haiger in der Nachspielzeit die Lederkugel aus 20 Metern in den Torwinkel. Mit seinem elften Saisontreffer schoss er den FCH zum jüngsten 1:0-Sieg in Freiburg. Marceta ist dennoch mit seiner Trefferausbeute nicht ganz zufrieden. „16, 17 Tore könnten es schon sein“, sagt er selbstkritisch. Er habe einfach zu viele Torchancen gebraucht, um den Ball erfolgreich im Netz unterzubringen. Allein gegen Freiburg vergab er fünf klare Gelegenheiten. „Da muss ich schon effektiver werden.“ Womöglich gelingt ihm das bereits am Samstag, 14 Uhr, im letzten Heimspiel der Saison gegen den Tabellenvorletzten der Fußball-Regionalliga Südwest und längst feststehenden Absteiger FC Bayern Alzenau.

Sieben Tore hatte Marceta, Ex-Spieler des FC Gießen, in der ersten Saison für die Homburger erzielt. Nun sind es zwei Spieltage vor Schluss in dieser Runde elf Tore. „Vielleicht kommt ja noch der eine oder andere Treffer in den letzten beiden Spielen gegen Alzenau und beim SSV Ulm dazu. Aber es geht nicht um meine Anzahl der Tore, sondern um den Gesamterfolg mit der Mannschaft. Es ist dann auch egal, wer trifft. Es zählt der Sieg.“ Und diesen will Marceta, verheiratet und Vater eines acht Monate alten Sohnes, nun auch am Samstag gegen Alzenau einfahren. „Nach dem mageren 2:2 im Hinspiel müssen wir schon was gut machen“, betont Marceta und fügt an: „Aber ein Sieg auch gegen den Tabellenvorletzten wird kein Selbstläufer.“ Eine Aussage, die auch seinem Trainer Timo Wenzel gefallen dürfte. „Gut, dass er selbstkritisch seine Leistungen auf dem Rasen einschätzt. Nur so kann man sich verbessern und weiter kommen“, sagt der 43-jährige Übungsleiter, der die Partie gegen Alzenau „klar zu Gunsten des FC Homburg entscheiden“ will. Dabei fordert er von seinem Team, an die Leistungen der Vorwochen anzuknüpfen. „Ansonsten könnten wir überrascht werden.“

Geht es um solch böse Überrachungen, so denken die Homburger durchaus auch an das Hinspiel in Mörfelden zurück, als der Tabellensiebte beim FC Bayern Alzenau nicht über ein 2:2 hinauskam. Damjan Marceta und Stefano Maier trafen zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung des FC Homburg unter der damaligen Trainerregie von Matthias Mink. Doch dann kassierten die Saarländer noch die Gegentore zum Ausgleich. Auch zum Spiel bei der TSG Balingen fuhren die Grün-Weißen am 15. Mai als klarer Sieganwärter, doch man verlor mit 0:1 nach schwacher Leistung. Timo Wenzel: „Ich hoffe und denke auch, dass man aus diesem Spiel die Lehren gezogen hat und mit einer ganz anderen Einstellung und Leistungsbereitschaft in das Spiel gegen den Vorletzten aus Alzenau geht.“ Möglichst das Gezeigte aus den Spielen gegen Steinbach-Haiger (3:1-Heimsieg) und zuletzt beim Tabellenführer SC Freiburg II (1:0- Auswärtssieg) gilt es nun gegen den FC Bayern Alzenau, der seit 27 Spielen in Folge ohne Sieg ist, im eigenen Waldstadion unter Beweis zu stellen. „Wir müssen auch gegen die Kellerkinder möglichst optimal spielen und punkten.“ Viel zu viele Zähler hatte der FC Homburg in dieser Runde gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte abgegeben. 30 Zähler fehlen dem FCH aus den Spielen gegen die Teams ab Platz elf.

Wenzel muss am Samstag wohl erneut auf Innenverteidiger Stefano Maier verzichten. Er trainiert zwar mit, hat aber noch Schmerzen an einer Risswunde, die er sich gegen Hoffenheim II zugezogen hatte. „Über seinen möglichen Einsatz kann erst kurzfristig entschieden werden.“ Philipp Schuck fehlt gelbgesperrt. Die personellen Planungen für die kommende Saison laufen beim FC Homburg indes weiter. Nachdem alle Wunschspieler Wenzels, darunter auch Damjan Marceta, ihre Verträge verlängert haben, geht es nun darum, mit drei bis vier Neuzugängen die Abgänge zu kompensieren. Nicht mehr dabei sind: Torhüter Mrac Redl, Jannik Sommer, Maurice Springfeld, Marcel Carl und Max Bell-Bell. Sommer hat inzwischen mit dem Ligakontrahenten FSV Frankfurt einen neuen Verein gefunden. In Sachen Verstärkung denkt Wenzel an einen Torhüter, einen Stürmer und zwei offensiven Außenbahnspieler. Für die letztere Position ist Gerüchten zufolge auch Markus Mendler im Gespräch. Wenzel dementiert das Interesse und den Kontakt zu dem 28-Jährigen – zurzeit noch in Diensten des Drittligisten 1. FC Saarbrücken – nicht. Wollte diesen aber auch nicht bestätigen. „Ein Problem könnte die Ablöse sein“, sagt der FCH-Trainer. Die Zukunft Mendlers bei den Blau-Schwarzen, der noch einen Kontrakt bis Juni 2022 hat, gilt als ungeklärt.