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Fußball: Pascal Wallad zeigt beim SC Stambach seinen Torriecher

Torjäger des SC Stambach : Pascal Wallad trifft und trifft und trifft

In der Jugend galt der heute 30-Jährige als großes Talent. Eine Verletzung bremste ihn mit 18 Jahren jäh aus. Mittlerweile kickt er für den SC Stambach. In der derzeit unterbrochenen Saison erzielte der Offensivmann bereits 18 Tore in acht Spielen der Fußball-B-Klasse.

Es war so ein Tag, den sich ein Stürmer dick in seinem Kalender anstreichen könnte. Am 3. Oktober traf Pascal Wallad, Spieler des aktuell Tabellenzweiten der Fußball-B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken (Gruppe A), beim 10:0-Auswärtssieg seines SC Stambach beim TuS Wattweiler ganze sieben Mal ins gegnerische Gehäuse. Nach acht Spieltagen der derzeit unterbrochenen Runde führt der 30-Jährige mit 18 Treffern die Torschützenliste der Liga an.

„Ja, das läuft wie geschmiert bisher“, sagt Wallad mit einem Grinsen. „Schade, dass die Saison schon so früh Ende Oktober wegen der Corona-Pandemie unterbrochen wurde und wir schon in der Winterpause sind“, bedauert der hauptberuflich als Gerüstbauer tätige Hobbyfußballer, dass er seinen Lauf nicht fortführen konnte.

Doch es ist nicht die erste Saison, in der der Offensivmann durch seinen guten Torriecher beim SCS auffällt. Bereits in den vergangenen beiden Spielzeiten verhalf er seinem Team zu zahlreichen Treffern. Erst im Januar 2019 kam Wallad vom FC Höhfröschen nach Stambach. In der Restsaison 2019/20 trug er sich in den verbleibenden 13 Partien nach der Winterpause nicht weniger als 19 Mal als Torschütze in die Liste ein. Dazu kamen fünf Vorlagen. In der folgenden Runde, die dann Ende März aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgebrochen wurde, standen in 15 Begegnungen 22 Treffer und neun Vorlagen auf dem Konto von Wallad. In der aktuellen Runde glänzte er neben seinen 18 Treffern auch schon sechs mal als Vorlagengeber.

 Vor allem als treffsicherer und abgezockter Elfmeterschütze ist Pascal Wallad bekannt. „Die Strafstöße sind meine Sache“, erklärt er. In der aktuellen Runde konnte er viermal im Strafraum nur durch ein Foul regelwidrig gestoppt werden. Eigentlich halten es viele Fußballer mit der Regel, dass der gefoulte Spieler nicht selbst zum Elfer antreten sollte. Für den Stambacher Kicker aber gilt diese „Fußballweisheit“ nicht. Selbstbewusst tritt er zur „Vollstreckung“ am Punkt an und verwandelte auch die in dieser Runde bisher vier Elfer sicher.

 Schon im Alter von vier Jahren begann Pascal Wallad bei den Bambinis des TuS Hoppstädten mit seiner Leidenschaft Fußball. Bis zur E-Jugend blieb er seinem Heimatverein treu, ehe es auf den Betzenberg zum Nachwuchs des 1. FC Kaiserslautern ging. Wallad galt als großes Talent und hatte eine ganz große Karriere vor sich, bis er sich als Jugendlicher schwer am Knie verletzte. Wallad erinnert sich noch sehr gut daran. „Ausgerechnet an meinem 18. Geburtstag zog ich mir eine ganz schwere Menikusverletzung zu“, erzählt er. Ein Jahr Pause war nach der notwendigen Operation angesagt. Inzwischen hatte sich der Fußabller der U19 seines Heimatclubs TuS Hoppstätten angeschlosssen. Im Sommer 2012 wechselte er, inzwischen hauptberuflich als Maler- und Lackierer tätig, zum FC Immenstadt. 2015 folgte er dem Ruf des SSV Höhmühlbach, für den er bis Januar 2016 aktiv war. Danach lief er ein Jahr lang für den PSV Pirmasens auf, ehe er bis Januar 2018 für den SV Obersimten kickte. Anschließend folgte im Sommer der Wechsel zum FC Höhfröschen, den er im Januar 2019 aber dann verließ, um sich dem SC Stambach anzuschließen. „Das waren schon einige Wechsel in den vergangenen Jahren“, gibt Wallad zu. Es habe einige Gründe dafür gegeben. Näher auf diese eingehen wollte er nicht. „Auf jeden Fall stimmt beim SC Stambach alles. Kameradschaft, Zusammenhalt, Trainer und Umfeld.“ Das sei nicht immer bei allen Clubs zuvor so gewesen.

Doch zurzeit muss der 30-Jährige auch beim SCS auf das gemeinsame Fußballspielen mit seinen Teamkollegen verzichten. „Die Gesundheit aller Menschen geht einfach vor und das Hobby Fußball muss sich nach den Gegebenheiten richten“, hat Wallad Verständnis für das Herunterfahren des Amateursports. Mit Laufen hält er sich derzeit individuell weiter fit. „Ansonsten bin ich ja körperlich als Gerüstbauer jeden Tag voll belastet“, sagt er schmunzelnd. Ansonsten bleibe ihm nichts übrig, als geduldig abzuwarten, bis er wieder mit seinen Jungs vom SC Stambach in Training und Spiel dem Ball hinterher jagen und diesen im gegnerischen Kasten unterbringen kann.