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Fußball-Oberliga: Kompletter Fehlstart des FSV Jägersburg

Fußball-Oberligist FSV Jägersburg : „Psychologische Aufbauarbeit“ nötig

FSV Jägersburg verliert auch zweites Saisonspiel klar: 0:6-Pleite beim FV Diefflen.

(mh/ski) Krasser hätte der Fehlstart für den FSV Jägersburg kaum sein können. Eine Woche nach der 2:6-Heimpleite gegen den TuS Mechtersheim erlebte der Fußball-Oberligist beim 0:6 (0:3) im Saar-Derby beim FV Diefflen das nächste Debakel. „Wenn man schon gegen eine klar bessere Mannschaft wie den FVD verliert, dann schon mit mehr Einsatz und Gegenwehr“, ärgerte sich Neu-Trainer Christian Frank über den Auftritt. „Die Leistung und die Einstellung meiner Spieler besonders in der zweiten Halbzeit war indiskutabel. Es war eine Kopie der zweiten Hälfte der Partie zu Hause gegen Mechtersheim.“ In Diefflen war den Jägersburgern kurzfristig Innenverteidiger Julian Fricker ausgefallen, der genauso fehlte, wie der immer noch verletzte Sven Sellentin und Spielmacher Frederic Ehrmann.

Die erste gute Möglichkeit hatten dabei am Samstag sogar die Gäste. Nur wenige Minuten nach dem Anpfiff auf dem Babelsberg zog Tim Schäfer den Ball aus acht Metern knapp am Dieffler Tor vorbei. Dann aber zeigte sich der FVD extrem effektiv. Innerhalb von nur vier Minuten trafen Chris Haase (5.) und Fabian Poß (9.) zum 2:0 für die Hausherren. Gerade einmal neun Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt. Fast schon in trockenen Tüchern war der Sieg für das Gastgeberteam um Spielertrainer Thomas Hofer, nachdem Poß in der 44. Minute einen Foulelfmeter zum 3:0 verwandelte. „Ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld führte zum Strafstoß, den Sven Schreiber an Lukas Feka verursacht haben soll“, erzählte Frank. Ob er berechtigt gewesen ist, könne der FSV-Trainer nicht sagen. „Auf diese Szene hatte ich keine gute Sicht“, meinte der Coach, der dann vor allem sauer auf die Reaktion seiner Spieler im zweiten Abschnitt war.

„Wie schon gegen Mechtersheim ließen wir uns gehen, überließen Diefflen das Spielen und kassierten einen Gegentreffer nach dem andern. So kann man sich in der Oberliga nicht zeigen. Darüber müssen wir reden“, betonte Christian Frank, der zusehen musste, wie Chris Haase (51.), Shakil Diallo (77.) und Lukas Feka (78.) das Ergebnis weiter hochschraubten. „Vor dem nächsten Spiel werden wir psychologische Aufbauarbeit leisten müssen“, sagte Jägersburgs sportlicher Leiter Marco Emich und ergänzte: „Die beiden hohen Niederlagen müssen aus den Köpfen. Wir können es viel besser, wie wir in den Vorbereitungsspielen, etwa gegen den FC Homburg, ja gezeigt haben.“ Mut macht auch Diefflens Trainer Thomas Hofer dem Gegner. „Wir waren nicht sechs Tore besser als der FSV. Natürlich haben wir verdient gewonnen, aber wir waren dieses Mal einfach auch sehr effektiv“, sagt der 39-Jährige, der die Gefühlslage der Jägersburger nachempfinden kann. Im Vorjahr stand seine Mannschaft nach zwei Spieltagen ohne Punkt da – schaffte es am Ende aber sogar noch in die Aufstiegsrunde. „Der FSV hat die Qualität. Die Mannschaft muss es nun nur schaffen, den Schalter umzulegen.“

Ganz wichtig sei es, „die Ruhe zu bewahren“, weiß auch Marco Emich. Er fügte an: „Gegen den Aufsteiger SV Auersmacher am nächsten Freitag (19.00 Uhr) muss vieles besser werden, um den ersten Saisonsieg zu holen.“