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Fußball-Oberliga: Kampf um Relegationsplatz und gegen Abstieg mit Jägersburg

Spannender Endspurt : Ein kleines Fünkchen Hoffnung glimmt noch

Fußball-Oberliga: Der FSV Jägersburg muss am letzten Spieltag heute Abend nach Ludwigshafen und will noch einen Platz nach oben.

Schon vor Wochen schien der Kampf aussichtslos. Doch der FSV Jägersburg hat in Sachen Verbleib in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar noch nicht aufgegeben. Denn der Drittletzte hat vor dem letzten Saisonspiel am Mittwochabend um 19.30 Uhr beim FC Arminia Ludwigshafen immer noch eine – wenn auch minimale – Chance. Der FSV müsste zunächst einmal in Ludwigshafen gewinnen. Gleichzeitig müsste der drei Punkte vor den Jägersburgern liegende TSV Emmelshausen gegen die TuS Koblenz verlieren, um damit den viertletzten Tabellenrang in der Abschlusstabelle zu erreichen. Und dann müsste dem Oberliga-Vizemeister auch noch der Aufstieg in die Regionalliga gelingen, wodurch nur drei Teams absteigen würden.

„Wir müssen zu allererst einmal auf uns selbst schauen und das Spiel in Ludwigshafen gewinnen“, sagt FSV-Trainer Alexander Ogorodnik vor seinem letzten Spiel als Coach der Lila-Weißen. Ogorodnik, der vor wenigen Wochen das Amt von Thorsten Lahm übernommen hatte, wird nach dieser Runde den FSV nach einem halben Jahr verlassen und dem bisherigen Zweitmannschaftstrainer Tim Harenberg Platz machen. „Meine Jungs zeigen Moral und geben nicht auf, wie man in den zurückliegenden Wochen sehen konnte.“ Nach dem 2:0-Überraschungserfolg beim FV Engers folgte am Samstag ein verdientes 2:2 gegen den Meister Rot-Weiß Koblenz. „Wir waren die bessere Mannschaft mit klarem Chancenplus“, blickt Ogorodnik auf das jüngste Spiel zurück. „Ein Sieg wäre verdient gewesen.“

Für die Abschlusspartie hofft er, dass seine Elf an diese Leistung anknüpfen kann. „Das Spiel wird zur Kopfsache. Meine Jungs sollten nicht so viel nachdenken, sich nicht selbst unter Druck setzen.“ Der Trainer erwartet aber, dass die Torchancen effektiver genutzt werden. „Ein bisschen Glück gehört dazu.“

Und davon war der FSV wahrlich in dieser Saison nicht verfolgt. Viele verletzte und kranke Spieler, musste der Drittletzte verkraften. Auch vor dem Endspiel um den Klassenerhalt sieht es nicht so gut aus. Sven Labisch fehlt nach seinem Platzverweis am Samstag gegen Koblenz. Fraglich ist der Einsatz des erkrankten Carlos Borger. Immerhin werden mehr als ein oder zwei Spieler auf der Bank Platz nehmen, denn Ogorodnik bekommt Verstärkung aus dem Verbandsligakader. „Für uns gilt es konzentriert aufzutreten, um das Spiel zu gewinnen.“ Gelinge dies, dann schaut er nach Emmelshausen.

Nicht nur im Abstiegskampf ist für Spannung gesorgt, sondern auch oben an der Tabellenspitze. Der zweite beziehungsweise dritte Platz ist heiß umkämpft, der zu zwei Aufstiegsspielen zur Regionalliga Südwest berechtigt. Der aktuell Tabellenzweite TSG Pfeddersheim hat auf die Möglichkeit des Aufstiegs aus finanziellen Gründen verzichtet. Daher würde der Dritte der Schlusstabelle in die Aufstiegsspiele gehen. Theoretisch können noch fünf Mannschaften Platz drei erreichen. Die besten Chancen hat der derzeitige Ligadritte Röchling Völklingen, im Heimspiel gegen den Vorletzten SC Idar-Oberstein alles klar machen kann. Patzt Völklingen könnte die TuS Koblenz mit einem Sieg beim TSV Emmelshausen die Saarländer noch überholen. Und auch Engers, Trier sowie Schott Mainz können sich noch Hoffnung machen.