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Fußball-Oberliga: FSV Jägersburg drückt Völklingen die Daumen

Jägersburg hofft : „Wir haben tolle Moral gezeigt“

Der FSV Jägersburg darf noch hoffen. Durch den 3:2-Sieg am letzten Spieltag der Fußball-Oberliga in Ludwigshafen bleibt die Chance auf den Klassenverbleib bestehen. Er liegt aber nicht mehr in der eigenen Hand.

Das Zittern um den Klassenverbleib kann weitergehen. Auch nach Saisonende. Mit einem enormen Schlussspurt hat sich der FSV Jägersburg überhaupt noch die Chance bewahrt, den Abstieg zu verhindern. In den letzten fünf Partien blieb die Mannschaft von Alexander Ogorodnik ungeschlagen, hat aus fünf Spielen elf Punkt gesammelt. Am Mittwochabend schafften es die Jägersburger sich durch das 3:2 in Ludwigshafen nochmal am TSV Emmelshausen vorbei auf Platz 15 zu schieben (wir berichteten). Zum direkten Klassenverbleib reicht das aber noch nicht. Nun drückt der FSV Röchling Völklingen die Daumen. Nur bei einem Aufstieg des Vizemeisters in die Regionalliga Südwest darf Jägersburg eine weitere – und damit fünfte Saison – in der fünfthöchsten Fußballklasse in Deutschland auflaufen.

„Wir haben Moral gezeigt und uns nach dem Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen lassen. Unser Sieg zum Abschluss war verdient, weil wir mehr und auch die besseren Torchancen hatten“, erklärte Ogorodnik. Für seine Elf begann die Partie ideal. Luis Kiefer, der den FSV in Richtung FK Pirmasens verlassen wird, brachte per Abstauber schon nach vier Minuten die Gäste in Führung. Danach wurde die Arminia stärker und glich durch Yigzwaw Tesfagaber zum 1:1 aus. Torchancen gab es auf beiden Seiten. FSV-Keeper Mirko Gerlinger, der von Ogorodnik ein Sonderlob erhielt, hielt sein Team im Spiel. Durch einen Kopfballtreffer kurz vor Halbzeit (38.) von Arman Ardestani lag der FSV vorne. Mit dem 3:1 (53.) durch einen prachtvollen 25-Meter-Schuss von Tim Schäfer schien die Partie zugunsten des FSV entschieden zu sein. Doch nach dem Anschlusstreffer von Suraphael Mangstu (69:) zum 2:3 begann das große Zittern sowohl auf der Bank, als auch bei den gut 40 Anhängern des FSV. Gelingt der Sieg und kann der TuS Koblenz seine 2:1-Führung in Emmelshausen halten? Beides gelang. Jägersburg gewann und überholte Emmelshausen. „Den viertletzten Platz haben wir uns verdient. Wir haben tolle Moral gezeigt und uns nicht hängen lassen. Wir haben wirklich fleißig in den letzten fünf Spielen gepunktet“, freute sich FSV-Kapitän Steven Simon. „Nun liegt es aber nicht mehr in unserer Hand. Wir drücken nun Völklingen die Daumen.“ Diese steigen kommende Woche in die Relegation ein.

Indessen laufen die Planungen für die nächste Saison in der Saarlandliga oder doch noch in der Oberliga beim FSV-Vorstand auf Hochtouren. „Bis auf Sergej Littau, Luis Kiefer und Arman Ardestani bleibt der Kader zusammen“, beton der FSV-Vorsitzende Martin Gehrmann. Auch Neuzugänge seien bereits klar. Doch Namen wollte Gehrmann nach dem Abpfiff noch keine nennen. „Am Freitag haben wir Mitgliederversammlung. Vielleicht gibt’s hier schon mehr zu den Neuverpflichtungen zu sagen.“