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Fußball: FSV Jägersburg verlängert mit Trainern der Aktiventeams

Amateurfußball : FSV verlängert mit Harenberg und Jurisic

Die Saison der Amateurfußballer ruht weiterhin. Wenigstens auf den Trainerpositionen haben die Jägersburer nun Planungssicherheit. Stürmer Alexander Schmieden hingegen wechselt zu Oberliga-Kontrahent Völklingen.

Für die Amateurfußballer ist weiter vieles ungewiss. Noch ist nicht entschieden, ob der FSV Jägersburg in der zurzeit unterbrochenen Saison mit der ersten Mannschaft in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar sowie mit der Zweiten in der Landesliga Ost noch einmal antreten wird, um die Runde zu Ende zu spielen. Sicherheit haben die Lila-Weißen hingegen, was die Besetzung der Trainerpositionen für die kommende Spielzeit betrifft: Tim Harenberg wird weiterhin das Oberligateam, Goran Jurisic auch künftig die Landesligatruppe coachen. Beide haben ihre zum Saisonende auslaufenden Verträge verlängert, wie der FSV-Vorsitzende Martin Germann erklärte.

„Wir sind mit der Arbeit von Tim Harenberg und Goran Jurisic sehr zufrieden. Es stand nie in Frage, ihre Verträge nicht zu verlängern.“ Harenberg ist seit 2017 beim FSV Jägersburg als Coach tätig. Zunächst war er Übungsleiter der zweiten Mannschaft. Im Juni 2019 übernahm er das Amt bei der Ersten von seinem Vorgänger Thorsten Lahm, der heute die U19 des FK Pirmasens trainiert. Germann: „Für die nächste Saison haben wir fast alle Spieler aus dem derzeitigen Aufgebot wieder verpflichtet.“ Nicht mehr dabei ist allerdings Alexander Schmieden. Der 27-jährige Stürmer wechselt nach drei Jahren beim FSV Jägersburg zum Oberligakontrahenten SV Röchling Völklingen. In der zurzeit unterbrochenen Saison traf Schmieden in acht Spielen immerhin viermal für den Aufsteiger. Einen Neuzugang haben die Jägersburger für die kommende Runde bereits unter Vertrag genommen: Vom Oberligateam der SV Elversberg wechselt der 22-jährige Jannick Geißler zu den Lila-Weißen. Der Linksverteidiger kam im Sommer 2017 von der U19 des 1. FC Kaiserslautern an die Kaiserlinde nach Elversberg. In der aktuellen Runde kam er dort auf sechs Einsätze. „Im Wesentlichen steht damit schon unser Oberligaaufgebot für 2021/22. Nach dem Abgang von Alexander Schmieden wollen wir aber noch einen Stürmer zu uns holen“, sagte Martin Germann.

Der wie die vielen anderen Vereinsvorsitzenden und Amateurfuballer darauf wartet, wie es mit der derzeit ruhenden Spielzeit in Ober- und Landesliga weitergeht. „Das Virus und die Politik bestimmen, ob überhaupt bald der Fußballbetrieb auch bei den Amateuren wieder aufgenommen wird“, sagte Germann, der allerdings keinen Sinn darin sehen würde, in dieser Saison nochmal um Punkte zu spielen. „Zurzeit steigen die Zahlen der Infektionen. Da ist eher an einen erneuten Lockdown zu denken, als an ein Training unter Normalbedingungen.“ Kontaktloses Gruppentraining sei derzeit zwar erlaubt, aber sowohl Tim Harenberg, als auch Goran Jurisic verzichten darauf, schon wieder auf den Platz zu gehen. „Unsere Oberligaspieler halten sich individuell fit.“ Germann spricht davon, dass ein erlaubtes Fußballtraining unter den gegebenen Vorgaben von Verband und Behörden nicht viel bringen würde. „Ich gehe davon aus, dass die Saison nicht nur in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, sondern auch in den unteren Ligen nicht mehr fortgesetzt wird“, verweist der FSV-Vorsitzende auch darauf, dass sich in der vergangenen Woche 19 der 24 Oberliga-Clubs bei einer Abfrage des zuständigen Fußball-Regionalverbands Südwest für einen Abbruch entschieden haben (wir berichteten). Noch ist es jedoch unklar, wie die Verantwortlichen entscheiden werden. Der Verband legte auch ein Alternativ-Modell auf den Tisch, nach dem nur noch die Hinserie zu Ende gespielt werden soll. Alle Teams hätten dann elf Partien. Anschließend würde eine Auf- und Abstiegsrunde über Kreuz ausgetragen. Somit würden für die meisten Teams noch acht bis neun Begegnungen anstehen. Als mögliche Starttermine wurden der 18. und 25. April genannt. Germann: „Ich rechne mit einem Abbruch – gerechterweise ohne Auf- und Absteiger. Was nützt es uns, wenn man die jetzige Saison einfach irgendwann fortsetzt, dann die Inzidenzzahlen so hoch sind, dass man wieder abbrechen muss. Man sollte klare Fakten schaffen und nicht irgendwie, irgendetwas planen, was sehr wahrscheinlich gar nicht mehr durchführbar sein wird.“ Germann ist der Ansicht, dass erst dann wieder an einen regulären Spielbetrieb zu denken ist, „wenn man mit den Impfungen so weit ist, dass die Teams wieder unter normalen Bedingungen trainieren können. Bis September könnten die Impfungen soweit für alle Bürger und auch Fußballer sein, um dann im Oktober wieder in gewohntem Rahmen einsteigen zu können.

Und zu diesem würden auch die Fans gehören. Oberligafußball unter Zuschauerausschluss sei nicht finanzierbar. „Nicht nur die Eintrittsgelder, sondern auch die Einnahmen aus dem Verkauf von Essen und Getränken fehlen und können von den Vereinen nicht kompensiert werden“, betont der FSV-Vorsitzende, der aber wie alle anderen Amateurfußballer in Rheinland-Pfalz und Saarland die nächsten Präsidiumssitzungen der Verbände Ende des Montas abwarten muss, um dann – womöglich – endlich Planungssicherheit zu bekommen.