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Fußball: FC Homburg will mit Sieg in Stuttgart an Ulm dranbleiben

Fußball-Regionalligist FC Homburg : Gösweiner meldet sich in starker Form zurück

Nach einem verletzungsbedingten Seuchenjahr zeigt sich der Stürmer des FC Homburg derzeit treffsicher. Am Samstag soll beim VfB Stuttgart II der nächste Sieg für den Zweiten der Fußball-Regionalliga Südwest her.

Der FC Homburg steht vor einem vollgepackten Oktober. Dabei jagt bei dem Tabellenzweiten der Fußball-Regionalliga Südwest ein Spitzenspiel das nächste. In denen sich die Grün-Weißen beweisen wollen. Zunächst sollen am Samstag ab 14 Uhr im Robert-Schlienz-Stadion beim Sechsten VfB Stuttgart II die drei Punkte her. Am 9. Oktober steht dann im Waldstadion das Topspiel gegen den Spitzenreiter SSV Ulm an. Nach der Partie beim TSV Steinbach-Haiger (15. Oktober) geht es am 21. Oktober gegen den derzeit Dritten FSV Mainz 05 II. Dazwischen steigen die Homburger zudem in den Saarlandpokal ein.

Mit dazu beitragen, dass diese Top-Begegnungen erfolgreich für sein Team verlaufen, will der zuletzt so treffsichere Thomas Gösweiner. Nach einem Seuchenjahr kommt der 27-jährige Österreicher beim FC Homburg immer besser in Fahrt. Sein Torkonto hat er in dieser Runde mittlerweile auf sechs Treffer aufgestockt. Eine Erleichterung nach der schweren vergangenen Runde. Im Winter 2021 war Gösweiner von der SV Elversberg nach Homburg gekommen, im Juni vergangenen Jahres musste er sich am Knie operieren lassen. Im August folgte eine zweite OP am Kreuzband. Die Saison war gelaufen. Langsam kam er wieder auf die Beine, aber bis zum ersten Punktspiel in der Regionalliga dauerte es viele Monate.

Erst in dieser Saison kam Gösweiner beim Auftaktspiel in Koblenz wieder zum Einsatz. Eingewechselt erzielte er im Stadion Oberwerth in der Nachspielzeit den Treffer zum 3:1. Als Joker schlug der 27-Jährige dann auch gegen den KSV Hessen Kassel zu. Mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 drehte der FCH noch die Partie zum 3:2-Heimsieg. Im Auswärtsspiel bei Kickers Offenbach stand Gösweiner endlich wieder in der Startelf. In der 83. Minute markierte er den 2:1-Siegtreffer. Eine Woche später sorgte er mit seinem Kopfballtreffer zum 1:0 in der 14. Minute für den idealen Start seines FC Homburg gegen Walldorf, der am Ende mit 4:0 das Spiel für sich entschied.

„Sicherlich war Thomas Gösweiner unzufrieden, dass er immer wieder auf der Bank Platz nehmen musste. Aber wir haben ihm das erklärt und er hat sich mit der Situation abgefunden“, erklärt FC-Trainer Timo Wenzel. Er habe sich ganz in den Dienst der Mannschaft gestellt – und seine Einsätze mit Toren gekrönt. „Es läuft nun super für mich“, freut sich der Stürmer, dass er seine lange verletzungsbedingte Durststrecke überwunden hat. „Insgesamt sind wir richtig gut in die Saison gekommen. Nun wollen wir auch in Stuttgart drei Punkte holen, um an Ulm dran zu bleiben“, betont Gösweiner.

Bei der Frage danach, ob der FC Homburg schon so weit ist, die Meisterschaft anzustreben beziehungsweise ein ernstes Wort um den Aufstieg mitzusprechen, zeigt sich der Österreicher zurückhaltend: „Unser Kader hat sich mit vielen neuen Spielern stark verändert.“ Er sei zwar stärker als im vergangenen Jahr, doch die Mannschaft habe in einigen Bereichen noch Luft nach oben. „Während der Spiele müssen wir noch konstanter auftreten.“ Die Torchancenverwertung könnte, so Thomas Gösweiner, noch effektiver sein. Und dies, obwohl der FCH mit 25 Treffern die bisher beste Bilanz aller 18 Mannschaften aufweist. „Auch in der Defensive können wir uns noch steigern und nicht dem Gegner aus ganz wenigen Gelegenheiten immer wieder Tore zulassen.“ Die Null in der Abwehr könnte öfter stehen. Am liebsten würde Gösweiner das schon am Samstag in Stuttgart sehen, um den vierten Sieg in Folge einfahren zu können.

Timo Wenzel sieht beim VfB Stuttgart allerdings eine schwere Aufgabe auf seine Mannschaft zukommen. „Der VfB hat mit der U21 eine junge und dynamische Mannschaft mit vielen Talenten, aber auch gespickt mit einigen erfahrenen Spielern.“ Bisher haben die Schwaben erst ein Spiel von neun Partien verloren. „Diese Bilanz zeigt auf, dass wir schon an unsere Höchstleistungen herankommen müssen, um die möglichen drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.“

Personell hat Wenzel alle Spieler seines Kaders zur Verfügung. Großartige Änderungen gegenüber der Formation beim 4:0-Heimsieg zuletzt gegen den FC Astoria Walldorf seien nicht zu erwarten. Der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrte Mannschaftskapitän Mart Ristl wird für Nico Theisinger wieder ins Mittelfeld zurückkehren. Im Tor wird erneut Krystian Wozniak stehen. David Salfeld kehrte zwar Mitte dieser Woche nach überstandener Corona-Infektion wieder auf den Trainingsplatz zurück, doch laut Wenzel käme ein Einsatz am Samstag in Stuttgart noch zu früh. „Mal sehen, ob er überhaupt die Anreise mitmachen wird“, so der 44-jährige Trainer bei der Spieltagspressekonferenz.