Fußball-Regionalligist FC Homburg Nach harter Trainingswoche mit Ausfällen

Kempten · Fußball-Regionalligist FC Homburg verliert Finale des Brauhaus-Cups in Kempten gegen den Zweitliga-Aufsteiger SSV Ulm mit 1:2. Fünf Spieler fehlten angeschlagen.

Homburgs Jermain Nischalke (re.) zeigte sich gegen den FC Memmingen erneut treffsicher. Eine Woche zuvor steuerte er bereits ein Tor gegen den FV Illertissen bei.

Homburgs Jermain Nischalke (re.) zeigte sich gegen den FC Memmingen erneut treffsicher. Eine Woche zuvor steuerte er bereits ein Tor gegen den FV Illertissen bei.

Foto: Markus Hagen

Auf vollen Touren laufen die Saisonvorbereitungen beim Fußball-Regionalligisten FC Homburg. Zum Abschluss seines siebentägigen Trainingslagers in Hirschegg/Österreich absolvierten die Grün-Weißen am Samstagnachmittag auf dem Weg zurück nach Homburg weitere Vorbereitungsspiele im Rahmen des „Brauhaus-Cups“ beim FC Kempten. Den Titel verteidigen konnte die Mannschaft von Trainer Danny Schwarz nach den Siegen in den beiden vergangenen Auflagen dieses Mal allerdings nicht. Zunächst setzte sich der FCH durch einen Treffer von Neuzugang Jermain Nischalke zwar mit 1:0 gegen den FC Memmingen (Bayernliga) nach zwei Mal 30 Minuten durch. Im Finale mussten sich die Saarländer dann aber Zweitliga-Aufsteiger SSV Ulm vor 300 Zuschauern im Illerstadion mit 1:2 geschlagen geben.

„Es waren gute Tests nach einer harten Trainingswoche in Hirschegg“, zeigte sich Danny Schwarz nicht unzufrieden und ergänzte: „Wichtig war, dass in den beiden Spielen am Samstag nicht noch weitere Verletzte dazukamen.“ Denn die Ausfallliste beim FC Homburg ist schon jetzt lang. So musste das Team am Samstag auf fünf angeschlagene Spieler verzichten. Mit Tom Kretzschmar (Bänderdehnung im Sprunggelenk) und Lukas Hoffmann (Sprunggelenk) fehlten beide Torhüter, sodass mit Neuzugang Ian Werner nur noch ein Schlussmann für die beiden Partien in Kempten zur Verfügung stand. Mart Ristl (muskuläre Probleme) und Daniels Ontuzans (Sehne/Sprunggelenk) saßen ebenso auf der Tribüne wie Maximilian Jansen, der sich am Freitagmorgen am Sprunggelenk verletzte. Schwarz: „Es ist aber nicht so schlimm, wie es zunächst aussah.“ Eine genaue Diagnose stehe noch aus.

Gegen den FC Memmingen tauchte in der Startformation Raphael Akoto auf, der am Freitagabend nach vergeblichem Probetraining bei einem anderen Verein, noch nach Österreich nachreiste. Neben Akoto plant der FCH auch nicht mehr mit Ivan Knezevic, obwohl beide Spieler noch einen Vertrag bis Juni 2025 haben. Knezevic wurde ebenfalls nicht mit ins Trainingslager genommen. Er wird mit einem Wechsel zum Bayern-Regionalligisten SpVgg Bayreuth in Verbindung gebracht. Gegen Memmingen ließ Schwarz neben Akoto Neuzugang Ramzi Ferjani mit Björn Kichhoff in der Innenverteidigung spielen. Tim Steinmetz lief außen in der Viererabwehrkette. Auf den Sechserpositionen und im Mittelfeld kamen Dominic Schmidt, Lukas Quirin, Nicolas Jörg und Neuzugang Leon Petö zum Einsatz. In der Offensive tauchten als neue Stürmer Jermain Nischalke und Amar Suljic auf. In der ersten Halbzeit tat sich der FC Homburg gegen den FC Memmingen, der gerade aus der Regionalliga Bayern abgestiegen war, schwer. Mit dem ersten Angriff (31.) in der zweiten Hälfte brachte Nischalke die Homburger mit 1:0 in Front. Wenig später vergab er seinen nächsten Treffer, wie auch zehn Minuten vor dem Abpfiff, als er freistehend am Memminger Torhüter Dominik Dewin scheiterte. Die FCH-Hintermannschaft hatte bis auf eine Szene – Leonis Vetter (47.) brachte aus guter Position den Ball nicht unter – keine Probleme.

Im Finale gegen Ulm hatte Schwarz eine neue Startformation auf den Rasen geschickt. Nun spielte der FCH mit Rechtsaußen Tim Littmann und Linksaußen Max Dombrowka sowie den Innenverteidigern Manuel Kober und Michael Heilig. Davor wurden Tim Steinmetz, Lukas Quirin, Patrick Weihrauch und Markus Mendler aufgeboten. Jacob Collmann und David Hummel bildeten den Angriff. Der SSV hatte zwar mehr Ballbesitz, der FC Homburg aber durch Tim Littmann nach einem Konter die erste gute Torchance (12.). Ulm traf durch Niklas Kolbe (21.) die Latte. In Führung ging aber der FCH durch den Ex-FCK-Spieler Jacob Collmann (23.), der einen weiteren Konter abschloss. Die Führung hielt aber nicht lange, denn Ulm glich nur zwei Minuten später durch Romario Rösch zum 1:1 aus. In der zweiten Halbzeit dominierte Ulm. Nach dem 2:1-Siegtreffer von Felix Higl (33.) hätte der Sieg für den SSV noch deutlicher ausfallen können. „Im zweiten Abschnitt zeigten sich die Qualitäten des Zweitligisten, gegen den wir nach einer harten Trainingswoche nicht mehr dagegen halten konnten“, erklärt Schwarz.

Am Sonntag und Montag wird sich sein Kader mit zwei freien Tagen erholen können, ehe es am Dienstag in der Vorbereitung weitergeht. Am Mittwochabend bestreitet der FC Homburg sein viertes Testspiel, wenn er um 19 Uhr in Ludweiler gegen den Oberligisten FV Diefflen antritt.