Fußball-Regionalliga Südwest FCH müht sich beim Schlusslicht zum Sieg

Mainz · Fußball-Regionalliga Südwest: Homburg-Trainer Danny Schwarz mit spielerischer Leistung beim 2:1 in Mainz unzufrieden.

Routinier Markus Mendler (rechts) bereitete das 1:1 für den FC Homburg vor und traf beim 2:1 mit einer scharf getretenen Ecke selbst.

Routinier Markus Mendler (rechts) bereitete das 1:1 für den FC Homburg vor und traf beim 2:1 mit einer scharf getretenen Ecke selbst.

Foto: Markus Hagen

Drei Punkte gesichert, aber dennoch nicht zufrieden. So das Stimmungsbild beim Regionalliga-Dritten FC Homburg nach der dürftigen Leistung beim hart erkämpften 2:1 (2:1)-Auswärtssieg bei Schlusslicht TSV Schott Mainz. FCH-Trainer Danny Schwarz hatte nach Abpfiff des ersten Pflichtspiels im neuen Jahr vor 350 Zuschauern auf dem Mainzer Kunstrasen doch einiges zu bemängeln: „Das war keine gute Leistung. Wie so oft mussten wir früh einem Rückstand hinterherlaufen und nach der Führung haben wir unsere Konter- und Tormöglichkeiten nicht konsequent genutzt. So mussten wir bis zum Schlusspfiff um den Sieg bangen.“ Spielerisch sei dies in den 90 Minuten viel zu wenig von seiner Mannschaft gewesen.

In der Startelf hatte Schwarz mit Jakob Mayer im Tor begonnen. Davor stand die Viererabwehrkette mit den Außen Dennis Lippert und Tim Steinmetz sowie in der Innenverteidigung mit Benjamin Kirchhoff und Michael Heilig. Die beiden Sechser-Positionen davor nahmen Dominic Schmidt und Maximilian Jansen ein. Das Dreier-Mittelfeld bildeten Markus Mendler, Patrick Weihrauch und Philipp Hoffmann. Einzige nominelle Spitze im 4-2-3-1-System des FC Homburg war Phil Harres.

Zum Ärger von Schwarz hatte seine Elf in dieser Formation die Startphase wieder einmal gründlich verschlafen. Im ersten Angriff des Tabellenletzten durch Nils Fischer (8.) parierte Mayer noch glänzend. Nur eine Minute später sah der FCH-Keeper bei einer Flanke allerdings nicht gut aus. Er konnte den Ball nicht entscheidend klären und so nutzte Nils Gans den Patzer zum 1:0 (10.). „Ständig einem schnellen Rückstand hinterherlaufen zu müssen, wollten wir nach der Winterpause eigentlich vermeiden. Doch wie in den fünf Testspielen in diesem Jahr gelingt uns das einfach nicht“, haderte Schwarz. In der 13. Minute hätte Harres früh ausgleichen können, aber er vergab. Dann verletzte sich Patrick Weihrauch (20.) und Schwarz stellte sein System um. Für Weihrauch kam mit David Hummel ein zweiter Stürmer. Im 4-4-2 versuchten die Grün-Weißen die Mainzer nun mehr unter Druck zu setzen. Aber Torchancen aus dem Spiel heraus konnten die Grün-Weißen keine entwickeln. Es bedurfte schon einer Standardsituation, um vor der Halbzeit noch zum Ausgleich zu kommen. Ein langer von Markus Mendler getretener Freistoß in den Strafraum erwischte Innenverteidiger Benjamin Kirchhoff (38.) mit dem Kopf: 1:1. Nur vier Minuten später gab es einen Eckball von Mendler, den TSV-Keeper Tim Hansen per Faust nicht richtig erwischte. Er lenkte die Lederkugel ins eigene Tor zur 2:1-Führung des FC Homburg. Kurz vor der Pause hätten David Hummel und Phil Harres mit einer Doppelchance auf 3:1 erhöhen können.

Weil der FC Homburg auch nach der Pause zunächst zu unkonzentriert agierte, hätte Mainz (48.) fast den Ausgleich erzielt. Glück für die Grün-Weißen, die dem Schlusslicht danach nicht mehr viel zuließen. Die Gäste vergaben nach einer Stunde durch Maximilian Jansen (knapp aus 30 Metern am Tor vorbei) und durch Hoffmann (aus halblinker Position freistehend knapp vorbei) die nächsten Möglichkeiten. Der an der Seitenlinie weiter unzufrieden wirkende Danny Schwarz wechselte in der 68. Minute gleich dreimal aus. Für Dominic Schmidt, Philipp Hoffmann und Dennis Lippert kam mit Lukas Quirin, Angelos Stavridis und Max Dombrowka neues Personal.

Doch auch sie vermochten den spielerischen Auftritt der Saarländer nicht zu verbessern. Mit zu wenig Laufarbeit, zu wenig Tempo beließ es der Tabellendritte im Wesentlichen dabei, den TSV Schott Mainz vom eigenen Tor fernzuhalten. Für einen Meisterschaftsanwärter bot der FCH gegen einen harmlosen Gegner zu wenig, um die Partie vorzeitig zu entscheiden. Harres (82.) und Hummel (87.) hätten noch erhöhen können, bis die Partie pünktlich abgepfiffen wurde. Doch dann konnten die Homburger aufatmen. „Leider mussten wir wieder früh einem Rückstand hinterrennen und haben uns auf dem ungewohnten Terrain schwer getan“, gab Torschütze Benjamin Kirchhoff zu: „Nach einer Viertelstunde sind wir aber besser ins Spiel gekommen – und heute zählen einfach nur die Punkte.“ Ähnlich äußerte sich Außenverteidiger Dennis Lippert: „Spielerisch müssen wir uns steigern, das war zu wenig. Daran gilt es weiter zu arbeiten für die kommenden Wochen.“

Und die zweifelsohne vorhandenen spielerischen Mittel besser in Szene zu setzen, gilt es bereits am Mittwoch, wenn der FC Homburg um 19 Uhr beim Oberligisten SV Auersmacher sein Achtelfinale im Saarlandpokal nachholen wird. In der Regionalliga geht es für die Grün-Weißen am Samstag weiter, wenn sie ab 14 Uhr im Waldstadion zum ersten Heimspiel des Jahres den Bahlinger SC empfangen.

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