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Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern empfängt am Mittwoch den MSV Duisburg

3. Fußball-Liga : Gegen den Tabellenführer in „einer guten Außenseiterposition“

3. Fußball-Liga: Der 1. FC Kaiserslautern will im nächsten Heimspiel am Mittwochabend dem MSV Duisburg Paroli bieten.

Mit einem komischen Gefühl blickt Boris Schommers im Innenraum des Fritz-Walter-Stadions dieser Tage Richtung Westtribüne. In dem Wissen, dass diese auch am Mittwochabend (20.30 Uhr) im Spiel der 3. Fußball-Liga gegen Spitzenreiter MSV Duisburg leer bleiben wird. Doch vor allem „punktuell haben wir die bisherigen drei Geisterspiele gut bestritten“, sagt der Trainer des 1. FC Kaiserslautern. Mit sieben Punkten sind die Roten Teufel aus der Corona-Pause gestartet. Mit der Leistung war der 41-Jährige allerdings nicht durchweg zufrieden.

Beim 2:1-Erfolg gegen Schlusslicht Jena am Sonntag haderte Schommers vor allem mit dem Auftritt in Hälfte zwei. „Es reicht nicht, in dieser Liga nur 80 Prozent zu bringen. Wir müssen in jeder Partie konstant über 90 Minuten zu 100 Prozent unsere Leistung abrufen“, betont der FCK-Coach am Dienstag. Er sehe allerdings auch, dass seine Mannschaft einen Schritt nach vorne gemacht hat: „Wenn wir führen und hinten raus die Leistung nicht konstant halten, diese Spiele trotzdem noch zu gewinnen.“ Das haben die Lautrer in dieser Saison allzu häufig schon anders erlebt. Daher hofft Schommers, dass sein Team aus den zweiten 45 Minuten gegen Jena gelernt hat. „Wir müssen gegen den MSV an unsere Grenze gehen, um hier etwas entgegenzusetzen und die Partie erfolgreich zu gestalten“, erklärt der 41-Jährige, wie er den Duisburgern Paroli bieten will.

Der Spitzenreiter zeichne sich durch seine sehr gute Offensive aus. „Sie haben die meisten Treffer und die beste Tordifferenz der Liga – ich denke, das sagt alles über ihre Stärken aus. Und die müssen wir mit unserer Taktik eindämmen.“ Dabei dürfe der Tabellenzwölfte allerdings nicht vergessen, auch auf sich zu schauen: „Wir müssen gegen den Tabellenführer über 90 Minuten plus x abliefern“, wiederholt Schommers gebetsmühlenartig.

Nicht nur deshalb wird der Coach personell rotieren. „Ich bin der Meinung, dass kein Spieler in der 3. Liga die Belastung von elf Partien in fünf Wochen durchhalten kann“, Schommers sieht sich in der Pflicht, auf die Gesundheit seiner Jungs Rücksicht zu nehmen. „Wir machen es von Spiel zu Spiel abhängig davon, wie die Spieler es verkraften, wie der Matchplan für die nächste Partie aussieht. Meine Aufgabe ist es, auch die Belastung der Spieler zu steuern. Warten wir mal ab, wie gegen Duisburg die Rotationsmaschine aussieht“, sagt Schommers mit einem Lächeln. Verzichten muss er weiter auf die verletzten Simon Skarlatidis und Andri Bjarnason.

Wenn Schommers auch noch nicht verrät, auf welchen Positionen er durchwechseln wird, ist ihm klar, „dass wir an den richtigen Stellschrauben drehen müssen, damit wir das Momentum gegen den Favoriten auf unserer Seite haben“. Verstecken will er sich gegen den MSV aber keinesfalls. Nach den letzten Ergebnissen hätte auch seine Mannschaft ausreichend Selbstvertrauen getankt: „Wir haben eine gute Außenseiterposition – und wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen, haben wir in jedem Spiel eine gute Chance.“ Auch gegen den Tabellenführer, auch im erneut leeren Fritz-Walter-Stadion.