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Fußball-Drittigist 1. FC Kaiserslautern unterliegt beim SV Meppen

Pleite für 1. FC Kaiserslautern : FCK reiht sich erstmal wieder hinten ein

Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern verliert beim SV Meppen mit 0:1 und wartet weiter auf den ersten Sieg – und das erste Tor – der Saison. Trainer Marco Antwerpen kritisiert die Einstellung seiner Spieler.

Zwei Spiele, ein Punkt, kein Tor. Die sportliche Bilanz des FC Kaiserslautern ist nach den ersten beiden Spieltagen in der 3. Fußball-Liga ernüchternd. Die positive Stimmung, die rund um den Betzenberg herrschte, hat schon früh in der Saison einen herben Dämpfer erhalten. Der FCK reiht sich sofort wieder dort ein, wo er die vergangene Runde beendete: Auf den hinteren Plätzen.

Mehr noch als die magere Ausbeute ärgerte Trainer Marco Antwerpen der Auftritt seiner Mannschaft bei der 0:1 (0:1)-Niederlage am Samstag beim SV Meppen. „In der zweiten Halbzeit muss sich der eine oder andere Spieler hinterfragen, ob es mit der Einstellung funktioniert. Da liegen wir 1:0 hinten, da musst du einfach mehr auf den Platz bringen“, grollte der 49-Jährige. Auch mit dem Personal, das er im Verlauf der zweiten 45 Minuten eingewechselt hatte – Kenny Redondo, Elias Huth, Neil Gibs, und Muhammed Kiprit - zeigte sich der Übungsleiter überhaupt nicht zufrieden. „Die haben den Anspruch zu spielen. Von denen musst du erwarten können, dass Aktionen kommen. Aber das war nach einer Stunde sehr dünn, einfach zu wenig.“

Dabei hatte die Partie vor 5813 Zuschauern – darunter rund 500 FCK-Fans – in der Meppener Hänsch-Arena für die Roten Teufel gar nicht schlecht begonnen. In der dritten Minute ging Lauterns Außenverteidiger Dominik Schad, der für den verletzten Philipp Hercher (Muskelfaserriss) spielte, auf dem rechten Flügel bis zur Grundlinie durch und flankte. Mike Wunderlich setzte seine Volleyabnahme im Zentrum aber deutlich zu hoch an. Einen weiteren starken Angriff über die rechte Seite schloss Nicolas Sessa zu ungenau ab (10. Minute). Der Ball landete in den Armen von SV-Torwart Erik Domaschke. In der 23. Minute wäre der Schlussmann der Emsländer chancenlos gewesen. Nach einem Freistoß von Lauterns René Klingenburg ließ Daniel Hanslik den Ball über den Scheitel rutschen. Doch das Leder klatschte nur an die Latte. Nach 37 Minuten setzte sich FCK-Kapitän Jean Zimmer rechtsaußen durch, servierte den Ball punktgenau an den Elfmeterpunkt, doch Wunderlich jagte das Spielgerät über den Querbalken. Der FCK hatte seine Chancen, stand hinten aber nicht so sattelfest wie zum Auftakt (0:0) gegen Braunschweig. Morgan Faßbender (14.) und Lars Bünning (28.) verzeichneten für die Gastgeber in der ersten halben Stunde ebenfalls zwei hochkarätige Gelegenheiten. Ihre dritte Chance nutzten die Emsländer dann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Nach einer Flanke vom rechten Flügel stand Max Dombrowka am zweiten Pfosten frei und köpfte den Ball links unten ins Netz. Lauterns Schlussmann Matheo Raab, der erneut den Vorzug vor Avdo Spahic erhalten hatte, war noch dran, doch das Spielgerät rollte über die Linie.

Die FCK-Anhänger, die ihr Team nach 17 Monaten wieder in einem gegnerischen Stadion anfeuern durften, wurden im zweiten Durchgang dann tief enttäuscht. Kaiserslautern begann zwar schwungvoll, ließ sich von den giftigen Meppenern aber zunehmend den Schneid abkaufen. Offensiv kam von den Pfälzern fast nichts mehr. Lediglich ein Schuss von Klingenburg nach einer Ecke sorgte in der 88. Minute nochmal für Gefahr. Davor hätte der SV Meppen die Partie längst zu seinen Gunsten entscheiden müssen. Zweimal bewahrte Raab seine Mannschaft vor dem zweiten Gegentreffer – einmal war es die Latte. In der Nachspielzeit stürmte dann René Guder allein auf das Lauterer Tor zu. FCK-Verteidiger Felix Götze rettete mit einer starken Grätsche. „Es wäre wichtig gewesen, 1:0 in Führung zu gehen. So läufst du hier dem Rückstand hinterher, die werfen ihre großen Spieler rein und dann wird es nicht einfach“, haderte Götze am Mikrofon von MagentaSport.

Antwerpen, der seine Spieler schon nach der Partie im Mittelkreis zusammengefaltet hatte, wiederholte bei der Pressekonferenz seine Kritik an der Einstellung. „Manche sind sich vom Anpfiff weg nicht bewusst gewesen, was für intensive Zweikämpfe hier auf dem Feld geführt werden. Obwohl wir darauf hingewiesen haben.“ Der 49-Jährige ergänzte: „Nach 20 Minuten haben wir zwar gezeigt, dass wir in der Lage sind, Chancen zu kreieren. Aber einen muss man dann eben auch mal machen. Nach 60., 65. Minuten gab es dann einen Bruch in unserem Spiel, da hat die Konterabsicherung überhaupt nicht mehr funktioniert.“

Vier Punkte aus den ersten beiden Spielen wären ein solider Start in die Saison, hatte der Übungsleiter vor der Partie gegen Meppen frohlockt. Nun bleibt es bei einem Zähler. Und am kommenden Wochenende werden keine weiteren dazukommen. Dann wird die erste Runde des DFB-Pokals ausgetragen. Der FCK empfängt erst am Montag (20.45 Uhr) Bundesligist Borussia Mönchengladbach im Fritz-Walter-Stadion. Um Punkte in der Liga geht es für die Roten Teufel wieder am Sonntag, 15. August (13 Uhr), auswärts bei Viktoria Berlin.