Fußball-2. Bundesliga Lautern: Gewinnen für den Kurzurlaub

Kaiserslautern · Vor der Partie gegen den 1. FC Heidenheim hat FCK-Coach Dirk Schuster sein Team auf ganz besondere Weise motiviert.

FCK-Abwehrspieler Philipp Hercher (rot), hier im Spiel gegen Darmstadt, fällt erneut aus. Seine Leistenverletzung ist erneut aufgebrochen.

FCK-Abwehrspieler Philipp Hercher (rot), hier im Spiel gegen Darmstadt, fällt erneut aus. Seine Leistenverletzung ist erneut aufgebrochen.

Foto: IMAGO/Thomas Frey/IMAGO/Frey-Pressebild/Deines

Cheftrainer Dirk Schuster vom 1. FC Kaiserslautern strahlt vor dem Auswärtsspiel der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Heidenheim eine gewisse Ruhe aus. In seiner gewohnt unaufgeregten Art stellte sich Schuster am Freitag den Fragen der Presse. Mit der Aussicht auf Entspannung hat der FCK-Übungsleiter vor der Partie gegen Heidenheim für eine zusätzliche Motivation seiner Mannschaft gesorgt. Wenn seine Profis eine gute Leistung vor der Länderspielpause bieten sollte, erhalten sie einige Tage frei. „Der Fahrplan ist, dass wir dann drei Tage frei machen und die Spieler mal kein Stadion sehen“, sagte Schuster. „Das hängt aber auch ein bisschen von dem Auftritt ab, den wir in Heidenheim zeigen.“

Die Baden-Württemberger sieht der 54 Jahre alte Coach aber in der Favoritenrolle. „Wir brauchen da nicht drum herum reden. Das ist eine gewachsene Mannschaft, die in den letzten Jahren teilweise schon um den Aufstieg mitgespielt hat“, betonte Schuster. „Es ist sehr schwer gegen sie Tore zu erzielen, denn sie haben erst fünf Gegentreffer kassiert. Wir werden aber mit breiter Brust dorthin fahren und versuchen, dort etwas mitzunehmen.“

Doch auch das Team der Pfälzer ist keine unerfahrene Truppe. Das weiß man auch beim Gegner, so rechnet Heidenheims Trainer Frank Schmidt mit „einer Aufgabe“ für seine Mannschaft gegen den FCK. „Kaiserslautern hat gezeigt, dass sie auch Comeback-Qualitäten haben“, sagt Schmidt mit Blick auf die Spiele der Roten Teufel gegen Magdeburg und Darmstadt. Daher rechnet Schmidt denn auch mit einem umkämpften Spiel, mit vielen leidenschaftlichen Zweikämpfen.

Gemessen am Stadion der Heidenheimer, in das 15 000 Zuschauer passen, ist das offizielle Kontingent der Pfälzer mit 1522 Tickets recht knapp bemessen. Allerdings rechnet man von Vereinsseite damit, dass sich zahlreiche Fans des FCK auch wieder auf anderen Wegen mit Karten eingedeckt haben.

Vor dem Spiel muss der FCK aber zwei personelle Hiobsbotschaften verkraften. Ob Philipp Hercher in Heidenheim mitwirken kann, ist sehr fraglich. „Bei ihm ist eine alte Leistenverletzung wieder aufgebrochen. Es steht ein großes Fragezeichen hinter seinem Einsatz“, teilte Schuster mit. Weiter gedulden muss sich der Coach auch bei der Rückkehr von Ben Zolinski, der sich Mitte Juli eine Knieverletzung zuzog. Er habe einen Rückschlag erlitten und sich erneut in ein zweiwöchiges Aufbautraining begeben.

In Heidenheim muss der FCK auch auf die verletzten Angelos Stavridis, Anas Bakhat, Muhammed Kiprit und Maximilian Hippe sowie auf den gesperrten Aaron Opoku verzichten.