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FSV Jägersburg unterliegt Ludwigshafen und muss in die Abstiegsrunde

Fußball-Oberliga : Jägersburg muss in die Abstiegsrunde

Der Fußball-Oberligist verliert sein Heimspiel gegen Ludwigshafen und kann Rang fünf auch rechnerisch nicht mehr erreichen.

Eine Überraschung ist es nicht. Die Chancen des FSV Jägersburg, in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar noch die Meisterrunde zu erreichen, für die sich die besten fünf Mannschaften qualifizieren, war ohnehin nur noch theoretischer Natur. Seit Samstag ist nun auch offiziell klar: Der FSV muss nach der Hauptrunde wie in der Vorsaison in die Abstiegsrunde. Jägersburg hat nach der 2:4 (0:1)-Heimniederlage gegen Arminia Ludwigshafen auch rechnerisch keine Chance mehr, in den verbleibenden Hauptrundenspielen noch auf Rang fünf zu klettern.

Den FSV-Spielern und den rund 100 Zuschauern im Alois-Omlor-Sportpark dürfte die Partie gegen die Arminia wie der berühmte Murmeltiertag vorgekommen sein. Wieder gut gespielt – wieder keine Punkte. „Das hätte auch anders laufen können“, meinte ein mitgereister Ludwigshafener Zuschauer nach dem Abpfiff erleichtert. Und Jägersburgs Trainer Christian Frank sagte spürbar gefrustet: „Wir waren in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft, aber wir bekommen das Ding einfach nicht über die Linie. Ludwigshafen war brutal effizient und hat es am Ende über die Bühne geschaukelt.“ Frank ergänzte: „So eine Partie, in der du mit leeren Händen dastehst, obwohl du mehr verdient hättest, ist auf Dauer für den Kopf viel schwerer zu verarbeiten als ein 0:5, bei dem du chancenlos bist.“

Nach vier Minuten hatte Moritz Doll die Führung für den FSV auf dem Fuß. Doch der 20-Jährige zögerte trotz freier Schussbahn zu lange und wurde von einem Arminia-Spieler gefoult. Den Freistoß zirkelte Frederic Ehrmann Richtung linker Winkel. Ein Gästespieler köpfte den Ball gerade noch von der Linie.

Der Drittletzte Jägersburg hielt gegen den Dritten auch im Anschluss mehr als nur mit. Nach einem starken Pass von Tom Koblenz in die Schnittstelle der Gäste-Abwehr hatte Tim Schäfer freie Bahn. Doch der Jägersburger schloss zu überhastet ab. Ludwigshafens Schlussmann Peter Klug konnte parieren (43.). Jägersburg hatte die Chancen, doch das Tor schossen kurz vor der Pause die Gäste, die zuvor offensiv kaum in Erscheinung getreten waren. Eine Hereingabe von Markus Schmitt köpfte in der Mitte Bastian Hommrich ins Netz (45.).

Nach rund einer Stunde erhöhte Ludwigshafen auf 2:0. Hommrich setzte gegen Doll energisch seinen Körper ein. Die Jägersburer reklamierten Foulspiel. Dem Arminia-Stürmer war das egal. Er brachte die Kugel aus zehn Metern im Tor unter – und der Treffer zählte (58.).

Entschieden war die Partie damit noch nicht. Nach einer Ecke von FSV-Spieler André Fomitschow köpfte Alexander Schmieden den Ball zum schnellen Anschluss ins Netz (61.). Nach einem Fehler von Gianluca Ruoff lag Jägersburg vier Minuten später aber wieder mit zwei Toren hinten. Ein Rückpass Ruoffs geriet zu kurz. Hommrich sagte danke und erzielte per Flachschuss (65.) seinen dritten Treffer. Doch erneut hatten die Lila-Weißen die richtige Antwort parat. Ehrmann schlenzte den Ball bei einem Freistoß aus halblinker Position gefühlvoll zum 2:3 ins linke Eck (74.).

Zehn Minuten vor dem Ende war die Jägersburger Niederlage dann aber besiegelt. Ludwigshafens Marcel Bormeth schlug im FSV-Strafraum Haken wie einst Jay-Jay Okocha gegen die Bayern. Und brachte den Ball tatsächlich im Tor unter. Danach ließen die Gäste nichts mehr anbrennen und entführten alle drei Punkte aus dem Alois-Omlor-Sportpark.

Am kommenden Sonntag um 15 Uhr gastiert Jägersburg in Friedrichsthal beim Schlusslicht SV Elversberg II, dem ehemaligen Verein von FSV-Trainer Frank und zahlreichen Spielern, die vor der Runde zum FSV gewechselt waren. Alte Freundschaften werden in der Partie aber ruhen müssen. Jägersburg braucht jedes Tor und jeden Punkt, um sich für die Abstiegsrunde, die seit Samstag Gewissheit ist, in eine gute Position zu bringen.