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FSV Jägersburg stellt sich nach Pleite gegen Diefflen auf Abstiegskampf ein

Fußball-Oberligist FSV Jägersburg unterliegt Diefflen : FSV stellt sich auf Abstiegskampf ein

Fußball-Oberliga: Nach der 2:5-Heimniederlage gegen den FV Diefflen ist die Chance auf die Aufstiegsrunde wohl dahin.

Spätestens nach dieser Niederlage sind die Chancen des FSV Jägersburg auf Platz sechs – und damit das Erreichen der Aufstiegsrunde – Richtung Nullpunkt gesunken. In der Partie der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar am Mittwochabend musste sich die Mannschaft von Tim Harenberg dem Saarkonkurrenten FV Diefflen verdient mit 2:5 (0:2) geschlagen geben. In den letzten Hauptrundenspielen bis zur Winterpause geht es für den FSV nun ganz klar darum, noch Punkte für den Klassenverbleib zu sammeln. Das Restprogramm hat es für das Harenberg-Team allerdings in sich. Am Samstag geht es zum Tabellendritten FC Wiesbach. Eine Woche später empfängt der FSV Spitzenreiter Wormatia Worms, ehe die Partie beim zweitplatzierten FC Arminia Ludwigshafen ansteht. Zudem steht noch das Nachholspiel gegen den FV Dudenhofen aus.

Am Mittwochabend nutzte der FV Diefflen schon nach acht Minuten seine erste gute Chance durch Fatih Günes zur Führung. Dabei profitierte er von einem kapitalen Ballverlust der Jägersburger im Mittelfeld. Tom Koblenz hätte (15.) ausgleichen können, aber aus acht Metern freistehend traf er den Ball nicht kontrolliert. Kristof Scherpf (22.) scheiterte an Gästetorwart Francesco Migliara und erneut Koblenz hatte den Ausgleich (33.) auf dem Fuß. Viel effektiver agierten die Gästen: Fabian Poß erhöhte auf 2:0 (43.). In der bis dahin eigentlich offenen Partie präsentierte sich der FVD um Trainer Thomas Hofer spielerisch stärker als der FSV. „Wir hatten eigentlich in der ersten Halbzeit etwas mehr vom Spiel, auch die eine oder andere klare Torchance mehr. Aber wir nutzten unsere Chancen nicht. Diefflen war hier eiskalt“, erklärt Harenberg.

Hoffnung keimte bei den Hausherren wieder auf, als Tom Koblenz (48.) kurz nach Wiederbeginn einen Handelfmeter zum 1:2 verwandelte. Aber Diefflen legte noch einen Zahn zu, drängte auf den nächsten Treffer und erspielte sich gute Möglichkeiten. Aus 25 Metern überraschte Fabio Götzinger die Jägersburger Hintermannschaft mit Torwart Mirko Vogel von halblinks mit seinem Treffer zum 3:1 (68.). Der FSV kämpfte und kam durch Kristof Scherpf erneut zum Anschluss (74.). „Zuvor hätten wir schon mehrfach den Sack zumachen können“, haderte FVD-Coach Hofer. Das tat seine Elf dann kurz nach dem 3:2 durch einen Kopfballtreffer von Michael Fritsch (76.). Fabian Poß (86.) ließ mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den 5:2-Endstand folgen. „Der Sieg war verdient, weil wir besonders in der zweiten Halbzeit einige weitere Möglichkeiten hatten“, freute sich Thomas Hofer über drei weitere Punkte des derzeit Vierten für die Qualifikation zur Aufstiegsrunde. Sein Kollege Tim Harenberg haderte: „Immer dann, wenn wir den Anschlusstreffer schafften, kam der Rückschlag. Wir mussten nach dem 1:3 mehr aufmachen, hatten viele Lücken in der Abwehr und letzten Endes hat Diefflen das einfach gut gemacht.“ Jägersburg liegt nun als Zehnter acht Punkte hinter Rang sechs zurück.

Den Oberliga-Teams bleibt nicht lange Zeit zur Erholung. Bereits am Samstag steht der nächste Spieltag auf dem Plan. Der FSV Jägersburg ist dann ab 15.30 Uhr im Saarderby beim Tabellendritten FC Hertha Wiesbach zu Gast. „In der letzten Saison haben wir hier 0:4 verloren und haben daher noch etwas gut zu machen“, sagt Harenberg. Im Hinspiel trennte sich der FSV von Wiesbach 2:2. „Das ist ein hartes und schweres Spiel für uns. Wiesbach ist Favorit, auch weil sie sich schon locker für die Aufstiegsrunde qualifiziert haben.“ Für seine Mannschaft „zählt nun jeder Punkt für den Klassenerhalt“. Die in der Hauptrunde gesammelten Zähler werden in die Auf- beziehungsweise Abstiegsrunde mitgenommen.

Die 2:5-Heimniederlage war für Jägersburg nicht nur ergebnismäßig sehr schmerzhaft, sondern auch mit Blick auf das Personal. So musste Jan Reiplinger mit einer Schienbeinprellung vom Platz. Sein Einsatz in Wiesbach ist unwahrscheinlich. André Fomitschow und Florian Steinhauer klagen über muskuläre Probleme. Ob sie am Samstag auflaufen können, ist offen.