Fußball-Oberliga RPS Der Knoten soll gegen Kaiserslautern platzen

Jägersburg · Vier Spiele, kein Punkt, schon 17 Gegentore. Der Saisonstart hätte für Fußball-Oberligist FSV Jägersburg kaum schlechter laufen können. Die Formkurve zeigte zuletzt aber nach oben. Das wollen die Lila-Weißen am Freitagabend im Heimspiel gegen den FCK II bestätigen.

Tom Koblenz (rot) und sein FSV Jägersburg empfangen am Freitagabend den 1. FC Kaiserslautern II im Alois-Omlor-Sportpark. Dann soll ein Sieg her. Es wäre der erste in dieser Saison.

Tom Koblenz (rot) und sein FSV Jägersburg empfangen am Freitagabend den 1. FC Kaiserslautern II im Alois-Omlor-Sportpark. Dann soll ein Sieg her. Es wäre der erste in dieser Saison.

Foto: Markus Hagen

Vier Spieltage sind in der Süd-Gruppe der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar absolviert: Und der FSV Jägersburg steht noch ohne jeden Punkt da. Im Schnitt klingelt es bislang in jeder Partie mehr als vier Mal im Kasten der Lila-Weißen. 17 Gegentreffer sind mit großem Abstand der schlechteste Wert der Liga – und können ohne Übertreibung als desaströs bezeichnet werden.

Nur fünf der elf Teams der Spielklasse ziehen in die Meisterrunde ein. Die anderen kämpfen in der Abstiegsrunde gegen die schwächsten sechs Mannschaften der Nordstaffel um den Klassenerhalt. Auch wenn in der Hauptrunde noch 16 Partien zu spielen sind, bestehen große Zweifel, ob der FSV tatsächlich noch einen Platz unter den Top 5 erobern kann. Trotzdem müssen die Lila-Weißen jetzt endlich punkten. Denn in der Abstiegsrunde würden die Uhren nicht wieder auf null gestellt. Jeder Zähler und jeder Treffer der Hauptrunde wird in die zweite Saisonphase übernommen.

Die Aufholjagd soll an diesem Freitagabend um 19 Uhr im Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern beginnen. Die Reserve der Roten Teufel liefert bislang – nicht ungewöhnlich für eine zweite Mannschaft, die mal mit, mal ohne Unterstützung der Profis auskommen muss – höchst unterschiedliche Ergebnisse. Gegen Hertha Wiesbach, vergangene Saison Vierter der Meisterrunde, gewann der FCK II klar mit 5:1. Am vergangenen Spieltag verloren die Pfälzer dann aber gegen den bis dahin punktlosen Aufsteiger SV Morlautern mit 0:1.

Auch Jägersburg verlor am vergangenen Wochenende. Doch so seltsam es klingen mag – das 0:3 beim FK Pirmasens, der mit der maximalen Ausbeute von zwölf Punkten das Klassement anführt, ist für die Lila-Weißen der große Mutmacher. Nach verschlafener Anfangsphase und 0:1-Rückstand war der FSV beim Ligaprimus das bessere Team. Zwei Mal Latte und ein überragender Jan Schulz im FKP-Tor verhinderten, dass Jägersburg der Partie eine Wende geben konnte. Ein Eigentor von Frederic Ehrmann besiegelte schließlich die Niederlage. „Wenn man unten steht, will einem nichts gelingen“, haderte FSV-Trainer Christian Frank. Er hofft, dass „wir gegen den 1. FC Kaiserslautern an die Leistung gegen Pirmasens anknüpfen – und diesmal auch die Tore machen.“

Kaiserslautern sei eine Mannschaft „mit vielen jungen und hungrige Talenten, die sich beweisen wollen“, sagt Frank. Da die Profis der Roten Teufel erst am Sonntag gegen Magdeburg spielen, möchte er nicht ausschließen, dass der FCK II mit dem einen oder anderen Akteur „von oben“ antritt. „Das muss uns aber egal sein, wir wollen uns auf unser Spiel konzentrieren.“

Gegen Kaiserslautern muss der FSV auf die gesperrten Nico Floegel und Tim Klotsch verzichten. Tim Schäfer zog sich in Pirmasens einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Dagegen ist Neuzugang Sven Sellentin endlich einsatzbereit. Der 29 Jahre alte Ex-Profi, der vor der Saison von Hertha Wiesbach kam, ist nach einer Schleimbeutelentzündung wieder fit und könnte gegen den FCK II sein Pflichtspieldebüt geben.

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