Frischer Wind für die Offensive

Favoriten auf die Tabellenspitze sind andere, glaubt der Neuzugang des FC Homburg, Marc Gallego. Dennoch will er Teams wie den 1. FC Saarbrücken und die SV Elversberg mit den Grün-Weißen in der neuen Regionalliga-Runde ärgern.

15 Neuzugänge stehen im Kader des FC Homburg für die neue Regionalligasaison fest. Marc Gallego fällt aber sofort auf. Mit seiner längeren schwarzen Haarpracht, die er zu einem kleinen Pferdeschwanz zusammengebunden hat, ist der 27-jährige gelernte Industriemechaniker auch für Außenstehende immer leicht zu erkennen.

Auf dem Spielfeld will Gallego aber durch seine Leistung und Arbeit auf der rechten Außenbahn auffallen. Er soll im Mittelfeld seines neuen Vereins für Impulse in der Offensive sorgen. "Das eine oder andere Tor möchte ich auch machen", hofft der 27-Jährige, sich in die Torschützenliste der Grün-weißen eintragen zu können. Trainer Jens Kiefer, der ein gutes halbes Jahr mit dem 1,77 Meter großen Mittelfeldspieler bei der SV Elversberg zusammenarbeitete, setzt auf die Erfahrung, die Gallego unter anderem aus 24 Zweitliga-, zehn Drittliga- und 82 Regionalligaspielen mitbringt. "Er kann sowohl hinten, als auch vorne auf der rechten Seite spielen. Auch als zweite Sturmspitze könnte ich ihn mir vorstellen", erklärt der Trainer. An Gallego schätzt er, dass dieser alles für die Mannschaft einbringt, was in ihm steckt. Mit seinem Einsatzwillen, der Laufstärke und Torgefährlichkeit soll er den FCH in der kommenden Runde weiterbringen.

Einst Spieler der U19 des Karlsruher SC kam Marc Gallego über die Stationen Sportfreunde Siegen und FSV Frankfurt im September 2012 zum SV Waldhof Mannheim . Im Januar 2013 wechselte er zur SV Elversberg , die er ein Jahr später wieder in Richtung Mannheim verließ. Im Juni 2014 fiel die Entscheidung, den Mannheimer Regionalligisten wieder zu verlassen. ,,Mein Berater wurde wieder aktiv. Der FC Homburg und Jens Kiefer hatten Interesse und der FCH war dann schließlich meine erste Wahl", sagt Gallego. Die Rückkehr ins Saarland hatte auch einen praktischen Grund. Gallego hat ein eigenes Haus in Oetting, einem Vorort von Forbach. Zurzeit wohnt er mit seiner Frau und seiner zwei Jahren alten Tochter noch in Ludwigshafen. Am 11. August ist der Umzug in sein eigenes Heim geplant.

Doch vor dem Umzugsstress steht für Gallego viel Arbeit im Training und in den Testspielen an. ,,Eine Prognose, wo der FC Homburg am Ende der Saison stehen wird, ist schwer zu stellen." Klar sei aber, dass er sich durchaus vorstellen kann, das er mit dem Regionaligisten in der Tabelle im oberen Drittel mitspielen kann. ,,Favoriten für die ersten beiden Plätze seien der 1. FC Saarbrücken und die SV Elversberg sowie einige andere Vereine, aber wir können es mit diesen Topteams der Liga durchaus aufnehmen", zeigt sich Gallego zuversichtlich. Schon jetzt herrsche bei ihm eine gewisse Vorfreude auf das Schlager-Eröffnungspiel der Regionalliga-Saison 2014/15 am 1. August, wenn der FC Homburg um 19 Uhr im Waldstadion vor großer Kulisse den Rivalen 1. FC Saarbrücken empfängt.

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Auf einen blickIn seinem viertletzten Vorbereitungsspiel tritt der FC Homburg am heutigen Donnerstag um 19.15 Uhr beim luxemburgischen Erstligisten SC Fola Esch an. FCH-Coach Jens Kiefer muss auf Matteo Timpone verzichten. Wegen eines Muskelfaserisses im Oberschenkel fällt er für ein bis zwei Wochen aus. Kiefer will in Esch überwiegend Spielern aus der zweiten Reihe eine Einsatzchance geben. mh