1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

Handball-Oberliga: Freude und Tränen bei SV 64-Frauen

Handball-Oberliga : Freude und Tränen bei SV 64-Frauen

Oberliga-Handballerinnen gewinnen letztes Saison-Heimspiel gegen Wittlich mit 35:26 und verabschieden zwei Spielerinnen.

Einen souveränen Sieg im letzten Heimspiel der Saison haben die Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken gefeiert. Sie gewannen am Sonntag gegen die HSG Wittlich mit 35:26. Dabei überzeugte das Oberligateam von Trainer Rüdiger Lydorf durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und ließ den Gästen von der Mosel keine Chance. Beste Werferin war einmal mehr Katharina Koch mit sieben Treffern.

Dass nach dem Abpfiff der Begegnung zwischen den Löwinnen und der HSG Wittlich ein paar Tränen verdrückt wurden, lag auf keinen Fall an der Leistung der Gastgeberinnen. Die nämlich war über die komplette Spielzeit tadellos. Es war vielmehr der Abschiedsschmerz von zwei lieb gewonnen Spielerinnen, deren Wege sich von dem der restlichen Mannschaft aus beruflichen Gründen trennen werden. So verlässt Flügelflitzerin Carla Wiegand die Westpfalz und wird zukünftig in Baden-Württemberg studieren und dort in der BW-Oberliga auf Torejagd gehen. Auch Annika Birringer wird in der kommenden Runde nicht mehr zum Kader der ersten Frauenmannschaft gehören, weil sie beruflich sehr eingespannt ist und deshalb sportlich kürzer treten muss. Sie wird aber ihrem Coach in Notlagen als Stand-by-Spielerin zur Verfügung stehen.

In den sechzig Minuten zuvor zeigten sich die SV-Frauen, die kurzfristig auf die erkrankte Ina Sohns verzichten mussten, noch einmal von ihrer besten Seite. Lediglich in der ersten Viertelstunde konnten die Gäste aus Wittlich das Spiel offen gestalten. Deren Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 7:10 (17.) war dann allerdings das Startsignal für eine Leistungsexplosion der Gastgeberinnen. Die Abwehr arbeitete beweglich und konsequent vor einer sicheren Torfrau Daphne Huber, die sich immer wieder durch starke Paraden auszeichnete. Die Ballgewinne wurden konsequent durch schnelle Tempogegenstoßtore in zählbaren Erfolg umgemünzt. Im Positionsangriff lief der Ball flüssig und das Team um Spielmacherin Lucie Krein nutze jede sich bietende Schwachstelle, um Tore zu erzielen. Durch einen 7:0-Lauf und einer damit verbundenen 17:7 Führung war somit schon früh (24.) eine Vorentscheidung gefallen. Bis zur Pause verkürzte Wittlich zwar nochmal auf 12:19, aber keiner der etwa achtzig Zuschauer glaubte ernsthaft daran, dass die Punkte noch gefährdet wären. So war auch der Zweibrücker Trainer Lydorf mit der Darbietung seiner Schützlinge vollauf zufrieden: „Das war ein perfekter Abschluss zuhause. Einfach ein gutes Spiel meiner Mannschaft. In der Deckung inklusive unserer Torfrau Daphi haben wir sehr gut gearbeitet und guten Tempohandball gezeigt. Im Angriff haben wir einen guten Spielfluss gehabt und waren im Vergleich zur Vorwoche gegen Marpingen nicht wiederzuerkennen“.

Auch in Durchgang zwei ließen die Zweibrückerinnen nicht locker und erhöhten das Tempo. Bis zum 26:16 durch die überragende Laura Witzgall spielten sich die 64er in einen Rausch. Erst gegen Ende der Partie, als die HSG auf eine offensive Deckung umstellte und der Zweibrücker Coach allen Spielrinnen im Kader Anteile gönnte, wurde die Partie ausgeglichener. Dennoch setzte sich der SV klar durch. Bei der geschlossen guten Mannschaftsleistung lobte Lydorf, der in der kommenden Saison in seine vierte Amtszeit bei den SV-Frauen geht, dennoch zwei Akteurinnen besonders: „Aus einem sehr guten Team will ich Daphne und Laura herausnehmen, die beide ein super Spiel gemacht haben.“

Zum Abschluss der Saison treten die SV-Frauen nächste Woche beim Tabellenzweiten HSG Hunsrück an.