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Findungsphase beim SV 64 erschwert

Findungsphase beim SV 64 erschwert

Anders als geplant lief die Vorbereitung des SV 64 Zweibrücken für den neuen Trainer Tony Hennersdorf. Der Handball-Drittligist hat bereits jetzt mit Verletzungen zu kämpfen.

Die Stimmung vor dem Saisonauftakt am Wochenende ist gedämpft. Alles andere als zufriedenstellend verlief die Vorbereitung der Handballer des SV 64 Zweibrücken auf ihre vierte Saison in der 3. Liga. "Wir machen nur langsam Fortschritte", erklärt der neue Trainer Tony Hennersdorf. Dies liegt in erster Linie daran, dass die 64er erneut von einer Verletzungsserie getroffen sind. Gerade in der Phase, in der sich die neue Mannschaft hätte einspielen und finden sollen, fehlten immer wieder wichtige Spieler. Allen voran Neuzugang Rok Selakovic, der gemeinsam mit Benedikt Berz die großen Fußstapfen ausfüllen soll, die der frühere slowakische Nationaltorwart Ladi Kovacin hinterlassen hat. Kaum war der Neuzugang, der zuletzt in Slowenien bei Slovan Ljubljana in der ersten Liga spielte, angekommen, zog er sich eine Knieverletzung zu und beschäftigte insbesondere die medizinische Abteilung der 64er. Dass dieses Team bereits in der Vorbereitung so viel zu tun haben würde, warf die eigentlichen Planungen Hennersdorfs durcheinander. Denn es folgten weitere Ausfälle, so auch von Neuzugang Dennis Götz, der wegen einer Fußverletzung bislang kaum mitwirken konnte. Tim Burkholder musste zwischenzeitlich aussetzen, Flügelflitzer Philipp Hammann ist angeschlagen, Max Sema und Erik Pohland laborieren weiter an ihren Kreuzbandrissen.

Keine guten Voraussetzungen, um eine schlagkräftige Einheit zu formen. In der letzten Phase fehlte mit David Oetzel, der wie sein alter und neuer Teamkollege Dennis Götz von der Talentschmiede der TSG Friesenheim II kam, wegen einer Urlaubsreise. "Gerade in den ersten Vorbereitungsspielen hat man erkennen können, welche Bedeutung Dennis und David für unser Spiel haben können", sagte Hennersdorf.

An der Spiel-Philosophie will der Nachfolger Stefan Bullachers nichts ändern, will aus einer aggressiven und offensiv verteidigenden Abwehr schnell und zielstrebig nach vorne spielen. Phasenweise ist dies den 64ern in den Tests schon geglückt. Beispielsweise gegen den Zweitligisten HG Saarlouis , als die 64er eine Halbzeit gut mithielten, letztlich aber doch mit neun Toren Unterschied verloren. Es gab aber auch Partien, in denen kaum etwas klappte. "Man kann allerdings auch daraus Erkenntnisse ziehen." Sowohl im Abwehr- als auch im Angriffsverhalten offenbarten die SV-Jungs noch einiges an Verbesserungspotenzial. Der wesentliche Kritikpunkt betraf aber das Abschlussverhalten. "Da müssen wir in der nächsten Woche wesentlich konzentrierter zu Werke gehen", betont Hennersdorf, der auch der Maxime treu bleiben will, eigene Jugendspieler an den Drittligakader heranzuführen. Mit Tom Grieser, Niklas Bayer und Christopher Huber (alle Jg. 1998) sind drei Perspektivspieler aus der A-Jugend-Bundesligatruppe bereits fest im Kader dabei. Hinzu kommen Benedikt Berz, Nils Wöschler, Patrick Bach, Tobias Alt und Luca Dobrani, die gleich in ihrem ersten Aktivenjahr in die Erste aufrückten. Der Altersdurchschnitt beträgt somit gerade mal 20 Jahre. Mit der jungen Truppe heißt das Ziel erneut: Verbleib in der 3. Liga. Der ersten Schritt dahin soll am Samstag, 20 Uhr, bei der SG Pforzheim gemacht werden.

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Auf einen Blick Kader des SV 64: Tor: Rok Selakovic, Benedikt Berz, Simon Egelhof; Rückraum: Nils Wöschler, David Oetzel, Niklas Bayer, Tim Burkholder, Dennis Götz, Tom Grieser, Christopher Huber; Außen: Benni Zellmer, Philipp Hammann, Sebastian Mathieu, Tobias Alt, Luca Dobrani; Kreis: Jonas Denk, Patrick Bach, Max Sema. cg