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FCH sehnt Sieg fürs Selbstvertrauen herbei

FCH sehnt Sieg fürs Selbstvertrauen herbei

Schlag auf Schlag geht es für den FC Homburg. Nach der Pleite am Dienstag gegen Elversberg steht heute die nächste Partie beim FCK II an. Nach vier Spielen ohne Sieg hofft das Team auf den ersten Dreier.

Trotz 30 Grad Außentemperatur: Die Lage im Umfeld des Fußball-Regionalligisten FC Homburg ist frostig geworden nach der 0:2-Heimniederlage gegen die SV Elversberg am Dienstag. So ist weiter Warten auf den ersten Saisonsieg angesagt. Heute Abend, 19 Uhr, besteht bei der U23 des 1. FC Kaiserslautern bereits die nächste Möglichkeit dazu.

"Es ist ganz normal, dass die Fans nach nur einem Punkt aus vier Spielen sehr unzufrieden sind und ihrem Ärger Luft machen", kommentiert der bei den einigen Anhängern in Ungnade geratene Trainer Jens Kiefer die "Kiefer-raus"-Rufe während der Partie gegen die SVE. "Wir sind auch unzufrieden und ich verspreche, wir werden weiter alles daran setzen, dass sich diese Situation schnellstens ändert", zeigt Kiefer Verständnis. Ein Sieg in Kaiserslautern würde nicht nur für Ruhe sorgen, sondern würde auch das angeschlagene Selbstvertrauen stärken.

Dass es daran mangelt, sei gerade in der ersten Hälfte am Dienstag deutlich geworden. Es sei klar zu sehen, dass seine Mannschaft Angst vor Fehlern habe, die zu Gegentoren führen. "Wenn wir aber so mutlos in der Offensive auftreten, werden wir so schnell kein Spiel gewinnen", sagt Kiefer, der hofft, dass seine Elf in Kaiserslautern so auftritt, wie im zweiten Abschnitt gegen die SVE. "Zugegeben, es fehlte die Durchschlagskraft bei nur einer Torchance. Dies muss sich ändern." Der FCH wartet immer noch auf den ersten eigenen Treffer. Bezeichnenderweise erzielte das bisher einzige FCH-Tor ein Nöttinger am ersten Spieltag (1:2).

Die einzige Sturmspitze der Grün-Weißen, Kai Hesse, spielt unter Form. Kiefers Erklärung: "Er konnte die Hälfte der Vorbereitung nicht mitmachen." Zudem habe Hesse zurzeit erhebliche Magenprobleme. Sehnsüchtig wartet Kiefer auf den neuen Stürmer Manuel Fischer. "Es dauert noch, bis er nach dem Kreuzbandriss fit ist." Innenverteidiger Jan Eichmann gibt bei aller Unzufriedenheit auch zu bedenken, dass die Homburger mit Trier, Mannheim und Elversberg bisher ein Hammerauftaktprogramm hatte. "Wir müssen nach vorne schauen. Ein Sieg in Kaiserslautern würde helfen." Auch Eichmann spricht vom fehlenden Selbstvertrauen. "Das ist kein Wunder, wenn man erst einen Punkt hat und überall auf die Mütze bekommt." Das Team brauche die Unterstützung der Fans. Die Unmutsäußerungen in Richtung Kiefer seien von Einzelnen gekommen. "Das kann ich nicht nachvollziehen. Er unternimmt alles, um uns auf den Erfolgsweg zurückzuführen", erklärt der 20-Jährige. Es gelte jetzt, die Ruhe zu bewahren und als ein Team aufzutreten, ergänzt Jens Kiefer.