DFB-Pokal „Haben gezeigt, was den FCK ausmacht“

Kaiserslautern · Der 1. FC Kaiserslautern steht mit dem neuen Trainer Dimitrios Grammozis im Viertelfinale des DFB-Pokals.

 Dimitrios Grammozis hatte in seinem ersten Spiel als FCK-Trainer gleich Grund zum Jubeln.

Dimitrios Grammozis hatte in seinem ersten Spiel als FCK-Trainer gleich Grund zum Jubeln.

Foto: dpa/Tom Weller

(dpa/mire) Dimitrios Grammozis war bei der ersten Party auf dem Betzenberg direkt mittendrin: Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat den Sprung ins Viertelfinale des DFB-Pokals geschafft und seinem neuen Trainer so einen idealen Einstand verschafft. „Es hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht“, freute sich Grammozis.

Beim stimmungsvollen Duell zweier Traditionsclubs setzten sich die Pfälzer am Dienstagabend mit 2:0 (0:0) gegen Ligarivale 1. FC Nürnberg durch. Richmond Tachie (75. Minute) und Ragnar Ache (78.) erzielten vor 48 349 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion die Tore für Kaiserslautern, das erstmals seit zehn Jahren wieder im Viertelfinale des Pokals steht.

„Ich habe meinen Spielen erst einmal Glückwunsch gesagt. Die Tore waren sehr, sehr toll herausgespielt. Das ist ein guter Anfang“, fügte Grammozis an. Als Nachfolger des in der Vorwoche geschassten Dirk Schuster schaffte er direkt den in der Pfalz lange ersehnten Sieg.

„Ich glaube, wir haben heute wieder mehr gezeigt, was den FCK ausmacht“, sagte Torschütze Ragnar Ache. Die Pfälzer hatten den kompletten November kein Spiel gewonnen und am Samstag in der Liga mit 1:4 gegen Magdeburg verloren.

Ache selbst sorgte dann aber auch für eine Schrecksekunde bei den FCK-Anhängern. Der nach einer Bänderverletzung gerade erst wiedergenesene Top-Torjäger der Roten Teufel humpelte kurz vor Schluss vom Feld und musste an der Wade behandelt werden. Ache gab aber nach dem Schlusspfiff Entwarnung. Sein Einsatz am kommenden Samstag um 13 Uhr im Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin soll nicht gefährdet sein.

Der Sieg gegen Nürnberg bringt den Pfälzern nicht nur zusätzliches Geld und neuen Mut, sondern öffnet auch die Tür im DFB-Pokal – womöglich bis ins Finale am 25. Mai in Berlin. „Großes Kompliment an die Spieler, denn die letzten Wochen waren nicht einfach, aber sie haben ein gutes Spiel gemacht“, sagte Grammozis, der erst am Sonntag als neuer Trainer vorgestellt wurde.

Entsprechend hektisch liefen die zweieinhalb Tage bis zum Pokal-Achtelfinale ab. „Es waren intensive Tage für mich, weil wir viele Sachen organisieren mussten. Wir mussten eine Struktur schaffen und überlegen, wie wir diese ein, zwei Tage nutzen können“, sagte der 45-Jährige.

In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion eine Partie auf durchwachsenem Niveau, beide Mannschaften waren in erster Linie auf eine sichere Defensive bedacht. Kaiserslautern war zwar das aktivere Team, versuchte es aber oft aus der zweiten Reihe. Nürnbergs Christian Mathenia parierte einen solchen Schuss von Marlon Ritter nach 21 Minuten. Ritter hatte zuvor mit einem Pfostenschuss die vermeintlich größte Chance für die Hausherren gehabt. Aber ein Treffer hätte wegen einer Abseitsstellung nicht gezählt. Die Gäste waren vor dem gegnerischen Tor noch ungefährlicher. Das änderte sich nach Wiederbeginn. Einen Kopfball von Daichi Hayashi konnte Kaiserslauterns Torwart Julian Krahl kurz vor der Linie klären (51.).

Die Pfälzer entschieden die Partie dann mit einem Doppelschlag. Erst traf Tachie nach Flanke von Kapitän Jean Zimmer mit dem Knie zur Führung. Dann bereitete Tachie den zweiten Treffer des eingewechselten Ache vor, der das Leder im Fallen mit links über die Linie grätschte. In der Schlussphase waren die Roten Teufel dem dritten Treffer näher als die Gäste dem Anschluss. Ritter traf per Freistoß die Latte (81.). Tymoteusz Puchacz (85.) und Ache (88.) vergaben weitere Chancen.

„Ich habe mich gefreut, dass Ragnar wieder auf dem Platz steht. Man hat gesehen, wie er der Mannschaft hilft“, schwärmte Richmond Tachie, der an beiden Toren beteiligt war, bei „Der Betze Brennt“. Über seinen neuen Übungsleiter Dimitrios Grammozis berichtete Tachie: „Er ist ein emotionaler Trainer, er hat uns vor dem Spiel sehr motiviert.

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