1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

FC Homburg will zum siebten Mal den Saarlandpokal holen

Anpfiff um 16.45 Uhr : SVE - FCH: Wer holt heute den Saarlandpokal?

Wer holt heute den Saarlandpokal: Der FC Homburg oder die SV Elversberg? In seinem erst dritten Spiel als Homburg Coach könnte Matthias Mink mit dem FCH einen Titel holen. Gegen die SVE rechnen sich die Homburger Chancen aus, sehen den Gegner jedoch als leichten Favoriten.

Die Überraschung am Dienstag ist geglückt. Jetzt gilt es für dem FC Homburg den Triumph über den Saar-Rivalen 1. FC Saarbrücken zu veredeln und den Pokal auch zu gewinnen. Doch der Gegner ist finalerfahren: Von 2014 an stand die SV Elversberg in jedem Landespokalendspiel. Hoffnung macht dem FCH, dass der kommende Gegner (Samstag, 22. August, 16.45 Uhr) das Feld in vier der sechs Versuche als Verlierer verließ.

Dem Sieger im Duell der Regionalligisten winkt die Teilnahme am DFB-Pokal. In der ersten Runde wartet der FC St. Pauli und ein warmer Geldregen in Höhe von 175 000 Euro. Die wollen beide Vereine nur zu gern mitnehmen. Doch der Respekt voreinander ist groß.

Elversbergs Trainer Horst Steffen sagt über den FC Homburg: „Wer den 1. FC Saarbrücken im Halbfinale mit einer solchen beeindruckenden Leistung mit 3:0 aus dem Saarlandpokal raushaut, der hat hohe spielerische Qualität.“ Von einer Favoritenrolle trotz „Heimvorteils“ im eigenen Stadion, in dem aber keine Fans zuschauen dürfen, könne man überhaupt nicht reden.

Homburgs Trainer Matthias Mink spricht von ebenfalls hohen Qualitäten der Elversberger. „In der Offensive sind sie in der Breite hervorragend aufgestellt. Es gilt auf viele torgefährliche Spieler aufzupassen.“ Damit meint Mink zum Beispiel Linksaußen Sinan Tekerci, der im Halbfinale beim SV Auersmacher (4:2) gleich doppelt traf. Aber: „Gegen den 1. FC Saarbrücken haben wir bewiesen, dass wir uns nicht vor Favoriten verstecken brauchen.“

Mink und sein Trainerteam bereiteten die FCH-Spieler intensiv auf das Pokalfinale vor. Die Mannschaft studierte den Gegner in zahlreichen Video-Mitschnitten. Mit welcher Formation Mink den Pokalgegner zu knacken gedenkt, wollte der Coach nicht verraten. „Vielleicht bringe ich die Elf vom Halbfinal-Pokalsieg gegen den 1. FC Saarbrücken oder es gibt die eine oder andere Überraschung.“

Für Außenverteidiger Philipp Schuck, ist ein erneuter Einsatz wahrscheinlich. Der 21-Jährige war gegen Saarbrücken der einzige Neuzugang in der Startelf. „Mit dem Einsatz von Beginn an hatte ich nicht gerechnet. Das kam auch für mich überraschend“, sagt Schuck, der jetzt natürlich hofft auch im Finale auflaufen zu dürfen. „Philipp hat toll gespielt, ohne Frage, aber auch die anderen“, meint Mink. „Ich habe schon einen guten und breiten Kader und es gibt keine feste Elf, die immer spielt.“ Im Gegenstz zur letzten Saison, als der damalige Trainer Jürgen Luginger mehr oder weniger den selben Spielern vertraute, scheint unter Mink zunächst niemand als absolut gesetzt zu gelten.

Fest steht bereits, dass Philipp Hoffmann, den der FCH von Preußen Münster verpflichtet hat, nicht auf den offensiven Außenbahnen auflaufen wird. „Ich bin noch nicht ganz fit. Nach meiner Verletzung muss ich noch einiges im konditionellen Bereich aufholen“, sagt Hoffmann. Er wird seinen Kollegen am Samstag dann von der Tribüne aus die Daumen drücken.

Sollte der FC Homburg die SV Elversberg, wie zuletzt 2016 (damals 1:0) im Saarlandpokalfinale schlagen, wäre es der siebte Titel für den FCH. Wie kann das gelingen?

„Wir müssen nicht nur an die Leistung aus der Partie gegen den FCS herankommen, sondern uns noch weiter steigern.“ Mink wünscht sich, dass seine Elf die Leistungen aus der zweiten Halbzeit gegen den FCS bereits ab der 1. Minute in Elversberg in die Waagschale legt. Mit der ersten Halbzeit im Halbfinale gegen Saarbrücken war der Trainer nämlich noch nicht zufrieden. Ihn störten Ballverluste im Mittelfeld und fehlende Präsenz in der Offensive.

 Der Cheftrainer der FC Homburg bereitete sein Team mit Videoanalysen auf die SV Elversberg vor.
Der Cheftrainer der FC Homburg bereitete sein Team mit Videoanalysen auf die SV Elversberg vor. Foto: Markus Hagen

Beim FC Homburg will man sich jedoch keinen Druck machen. Mittelfeldspieler Patrick Lienhard, sieht den FCH wieder als Underdog. Eine Rolle, aus der heraus die Grün-Weißen anscheinend gerne agieren. „Elversberg ist vielleicht der leichte Favorit am Samstag. Es wird ein total offenes Pokalmatch, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben könnten“, kündigt Mink an. Kleinigkeiten die man beim FC Homburg trotzdem nicht dem Zufall überlassen will. Der FCH ist heiß auf Pokalsieg Nummer sieben. Denn so nah war der Triumph seit Jahren nicht.