Fußball-Regionalliga Der FC Homburg spielt „brutal effektiv“

Aalen/Homburg · Der Fußball-Regionalligist gewinnt sein Auswärtsspiel beim VfR Aalen dank einer exzellenten Chancenverwertung mit 3:1 und erobert den zweiten Tabellenplatz. Topspiel am kommenden Samstag im Waldstadion gegen den Vierten TSG Balingen.

Arman Ardestani (vorne, in Grün) brachte den FC Homburg im Auswärtsspiel beim VfR Aalen nach einer feinen Einzelaktion mit 1:0 in Führung. Am Ende gewann der FCH mit 3:1 und rückte Spitzenreiter Ulm dichter auf die Pelle.

Arman Ardestani (vorne, in Grün) brachte den FC Homburg im Auswärtsspiel beim VfR Aalen nach einer feinen Einzelaktion mit 1:0 in Führung. Am Ende gewann der FCH mit 3:1 und rückte Spitzenreiter Ulm dichter auf die Pelle.

Foto: Markus Hagen

Fußball-Regionalligist FC Homburg hat seinen ersten Pflichtspielsieg des Jahres gefeiert. Nachdem der FCH mit einem 0:0 im Nachholspiel gegen die TSG Hoffenheim II in die Restrunde gestartet war, gewannen die Grün-Weißen am Samstag vor rund 1100 Zuschauern in der Ostalb-Arena beim VfR Aalen mit 3:1 (2:1) und kletterten in der Tabelle auf Platz zwei.

Trotz des Sieges räumte Homburgs Trainer Timo Wenzel ein: „Es war kein gutes Spiel von uns. Die zweiten Bälle landeten fast alle beim Gegner.“ Warum seine Mannschaft dann trotzdem mit drei Punkten vom Feld ging: „Wir waren brutal effektiv“, meinte Wenzel.

Fünf Chancen hatte seine Mannschaft in den 90 Minuten auf der Ostalb. Und gleich die erste davon nutzte sie. Markus Mendler verlagerte das Spiel auf die linke Seite. Arman Ardestani drang in den Strafraum ein, wackelte noch einen Gegenspieler aus und brachte den FCH in Führung (18. Minute). „Aber danach haben wir nicht konsequent nachgesetzt und den Gegner zurück ins Spiel kommen lassen. Wir waren nicht mutig und haben zu viele Fehler gemacht“, kritisierte Wenzel. Die Quittung: Aalen glich in der 24. Minute aus. Nach einem Eckball hatte FCH-Torwart David Salfeld beim Versuch einer Faustabwehr nicht die Lederkugel – sondern den Kopf des Aaleners Paolo Maiella erwischt. Steffen Kienle verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:1 (24.).

Doch Homburg schüttelte sich kurz – und ging dann erneut in Führung. Der erste Schussversuch von Philipp Hoffmann, der für den gesperrten Nico Theisinger in die Startelf gerückt war, wurde noch geblockt. Doch im zweiten Versuch fand das Runde den Weg ins Eckige. 

Der Einsatz Hoffmanns war nicht die einzige Personalrochade, die Wenzel vorgenommen hatte. So spielte Luca Plattenhardt als rechter Außenverteidiger. Dafür rückte Tim Steinmetz auf die Sechser-Position im Mittelfeld. „Ganz neu war die Position für mich nicht. Ich habe schon in der Jugend im Mittelfeld gespielt und zuletzt gegen Hoffenheim auch eine Halbzeit“, erklärte Steinmetz.

Sechs Minuten vor der Pause vergab Hoffmann dann die Möglichkeit zum 3:1. Aalens Alessandro Abruscia grätschte dem Homburger den Ball im letzten Moment noch vom Fuß. Zuvor lag die Chancenverwertung der Saarpfälzer bei 100 Prozent.

In der Halbzeit wurde es in der Homburger Kabine dann lauter. Wenzel ärgerte sich, dass die nach ihrer Insolvenz sportlich und wirtschaftlich ums Überleben kämpfenden Aalener sogar ein Chancenplus hatten. „Wir waren effektiv. Aber spielerisch war viel Luft nach oben“, monierte Wenzel. Das sah auch Steinmetz so: „Aber zumindest haben wir uns nach dem Ausgleich richtig reingekniet“, fand er. Und Torschütze Ardestani meinte: „Wichtig war, dass wir nach der Halbzeit schnell das 3:1 nachlegen konnten.“

Denn nachdem Homburgs Fabian Eisele im zweiten Durchgang mit einem Drehschuss an Aalens Torwart Michel Witte gescheitert war (53.), hatten die Hausherren durch Stefan Wächter zwar noch eine Gelegenheit zum Ausgleich (55.). Doch zwei Minuten später fiel die Entscheidung. Nach einer von Ardestani getretenen Ecke landete der Ball bei FCH-Außenverteidiger Tim Stegerer, dessen Torschuss von Jose Matuwila mit der Hacke zum 3:1 (57.) verlängert wurde.

„Danach haben wir es gut gemacht, den Ball sicher in unseren Reihen gehalten und nichts mehr zugelassen“, lobte Wenzel. Und ergänzte: „Letzte Saison haben wir hier in Aalen 0:4 verloren. Deshalb bin ich mit dem Ergebnis natürlich zufrieden.“

Insbesondere weil Homburg durch den Sieg den Abstand zur Spitze ein wenig verkürzt hat. Weil Tabellenführer SSV Ulm am Sonntag bei Wormatia Worms nicht über ein 0:0 hinauskam, beträgt der Rückstand nun sechs Punkte.

Am kommenden Samstag empfangen die Homburger im Top-Spiel ab 14 Uhr den Tabellenvierten TSG Balingen, der einen Punkt weniger auf dem Konto hat als der FCH.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort